Historische Sinnbildungsmuster: Ergänzende Dimensionierung

Körber, Andreas (2017): Historische Sinnbildungsmuster: Ergänzende Dimensionierung (Blogbeitrag)

… und noch ein [noch unfertiger] Versuch, die Sinnbildungsmuster bzw. -typen nach Rüsen und in der Weiterentwicklung von Bodo von Borries (1988) und mir (Körber 2013) weiter zu differenzieren und zu nutzen. … auch diesmal unfertig und unvollständig — als Anstoß.

 

allgemein konstativ normativ appellativ
positiv negativ positiv positiv positiv-negativ negativ positiv negativ
affirmatives Konstanz-Erzählen1 verweist auf etwas als zeitlos gültig Behauptung einer fortgeltenden Gegebenheit durch Verweis auf ihren zeitlosen Charakter. Etwas ist einfach gültig, weil auch keine Zeit denkbar ist, zu der es nicht gegolten hat. Es liegt gewissermaßen „vor jedem Anfang“. Profane Ewigkeits-Vorstellung
kritisches Konstanz-Erzählen Kritik an einer bestimmten behaupteten Konstante, ohne Infragestellung solcher Konstanz an sich. Behauptung einer fortgeltenden Gegebenheit durch Verweis auf ihren zeitlosen Charakter. Etwas ist einfach gültig, weil auch keine Zeit denkbar ist, zu der es nicht gegolten hat. Es liegt gewissermaßen „vor jedem Anfang“.
Konstanz-kritisches Erzählen Kritik an Sinnbildungen, die von zeitlosen Konstanzen ausgehen. Kritik an Sinnbildungen mit dem Verweis darauf, dass Konstanzen über alle Zeiten und ohne Anfang und Ende unplausibel sind.
traditional verweist auf den Ursprung von etwas weiter Geltendem Behauptung einer fortgeltenden Gegebenheit durch Verweis auf ihren Ursprung (konstituierende Begebenheit) Behauptung eines fortbestehenden Mangels durch Verweis auf den Verlust (konstituierende Begebenheit) Beschwörung einer fortgesetzen Geltung einer Gegebenheit durch Verweis auf eine konstituierende Begebenheit Beschwörung der Überwundenheit eines negativen Zustandes durch Verweis auf dessen Überwindung Beschwörung eines fortbestehenden Mangels durch Verweis auf die Verlust-Gegebenheit (Nostaglie) Aufforderung zur Wiederholung einer Handlung durch Verweis auf eine verpflichtende Begebenheit Aufforderung zum Unterlassen einer Handlung durch Verweis auf ein verpflichtendes Beispiel eines solchen Verzichts
traditions-kritisch kritisiert einen spezifischen Ursprung (nicht aber das Denken in weiter geltenden Ursprüngen) Delegitimation des konstituierenden Charakters einer Begebenheit für eine behauptete fortgesetzte Geltung einer Gegebenheit Delegitimation des konstituierenden Charakters einer Begebenheit für einen behaupteten fortgesetzten Mangel
traditionalitäts-kritisch kritisiert das Denken mit Bezug auf geltende Ursprünge
exemplarisch verweist auf eine überzeitlich geltende Regelhaftigkeit Behauptung einer zeitübergreifend gültigen Regelhaftigkeit durch Verweis auf ein/mehre illustrierende(s) Beispiel(e)
exempel-kritisch kritisiert eine spezifische behauptete überzeitliche Regel, nicht aber das Denken in überzeitlichen Regeln
exemplari-zitäts-kritisch kritisiert das Denken in überzeitlichen Regeln
genetisch verweist auf eine (säkulare) gerichtete Entwicklung
genese-kritisch kritisiert eine bestimmte behauptete säkulare Entwicklung, nicht abder das Denken in säklularen, gerichteten Entwicklungen
genetik-kritisch kritisiert das Danken in säkularen, gerichteten Entwicklungen
  1. Bodo von Borries‘ (1988) Bezeichnung dieser Vorformen als „anthropologische“ Konstante ist nicht zwingend. Es kann sich auch um Konstanten handeln, die über das Menschliche hinausgehen – etwa die ‚ganze Natur‘ betreffen. Es handelt sich gewissermaßen um profane Vorstellungen von „ewig“. Religiöse Ewigkeits-Vorstellungen könnten hier nur insofern subsumiert werden, als sie nicht einen Schöpfungsakt voraussetzen. Dieser wäre als traditional zu denken. []

Neue Veröfffentlichung

Körber, Andreas (2017): „Unbehagliche Übersetzungen? Eine deutsch(sprachig)e Perspektive.“ In: Waldis, Monika; Ziegler, Béatrice (2017, Hrsg.): Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 15, Beiträge zur Tagung „geschichtsdidaktik empirisch 15“. Bern: h.e.p.-Verlag (Reihe Geschichtsdidaktik heute), S. 37-58

gerade erschienen: Körber, Andreas (2017): „Unbehagliche Übersetzungen? Eine deutsch(sprachig)e Perspektive.“ In: Waldis, Monika; Ziegler, Béatrice (2017, Hrsg.): Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 15. Beiträge zur Tagung „geschichtsdidaktik empirisch 15“. Bern: h.e.p.-Verlag (Reihe Geschichtsdidaktik heute), S. 37-58.

dazu gehört:

Seixas, Peter (2017): Translations and its Discontents. Key Concepts in English and German History Education. In Monika Waldis, Béatrice Ziegler (Eds.): Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 15. Beiträge zur Tagung „geschichtsdidaktik empirisch 15. Bern: hep-Verlag (Reihe Geschichtsdidaktik heute), pp. 20–36.

Neue Veröffentlichung (ehemaliger) Mitarbeiter(innen)

Meis, Franziska; Zuckowski, Andreas (2017): Zur Kompetenz historischen Denkens angehender Geschichtslehrerinnen und -lehrer. Quantitative Befunde eines Extremgruppenvergleichs mit Schülerinnen und Schülern. In Monika Waldis, Béatrice Ziegler (Eds.): Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 15. Beiträge zur Tagung „geschichtsdidaktik empirisch 15. Bern: hep-Verlag (Reihe Geschichtsdidaktik heute), pp. 221–233.

gerade erschienen ist auch ein Aufsatz zweier (leider ehemaliger) Mitarbeiter(innen):

Meis, Franziska; Zuckowski, Andreas (2017): Zur Kompetenz historischen Denkens angehender Geschichtslehrerinnen und -lehrer. Quantitative Befunde eines Extremgruppenvergleichs mit Schülerinnen und Schülern. In: Monika Waldis, Béatrice Ziegler (Eds.): Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 15. Beiträge zur Tagung „geschichtsdidaktik empirisch 15. Bern: hep-Verlag (Reihe Geschichtsdidaktik heute), pp. 221–233.

Neue Veröffentlichung zum HiTCH-Projekt / New Publication from the HiTCH project

Körber, Andreas; Meyer-Hamme, Johannes (2017): „Kompetenzen historischen Denkens messen?! Herausforderungen – Lösungsansätze – fachdidaktische Implikationen“ In: Waldis, Monika; Ziegler, Béatrice (2017, Hrsg.): Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 15. Beiträge zur Tagung „geschichtsdidaktik empirisch 15“. Bern: h.e.p.-Verlag (Reihe Geschichtsdidaktik heute), S. 248-264.

gerade erschienen/just published:

Körber, Andreas; Meyer-Hamme, Johannes (2017): „Kompetenzen historischen Denkens messen?! Herausforderungen – Lösungsansätze – fachdidaktische Implikationen“ In: Waldis, Monika; Ziegler, Béatrice (2017, Hrsg.): Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 15. Beiträge zur Tagung „geschichtsdidaktik empirisch 15“. Bern: h.e.p.-Verlag (Reihe Geschichtsdidaktik heute), S. 248-264.

Inklusion: Wahrnehmung von Lernenden und ihren Stärken und Schwächen. Eine graphische Umsetzung (überarbeitet)

Körber, Andreas (1.4.2017): „Inklusion: Wahrnehmung von Lernenden und ihren Stärken und Schwächen. Eine graphische Umsetzung“: In: Historisch Denken lernen (Blog).

In der aktuellen Debatte um Inklusion sind viele Konzepte keineswegs einheitlich geklärt. Abgesehen davon, dass dies in der Wissenschaft ein Normalzustand ist, wäre es aber doch wünschenswert, dass nicht unbedingt ein einheitlicher Gebrauch, wohl aber Klarheit über das jeweils gemeinte hergestellt werden könnte. Das betrifft nicht nur die (oft auch normativ oder gar ideologisch aufgeladene) Frage nach dem „engen“ oder „weiten“ Inklusionsbegriff, also danach, ob unter Inklusion nur Organisationsformen und Maßnahmen verstanden werden sollen, die dem Einbezug von Menschen in die gesellschaftliche Teilhabe und Lernenden in das allgemeine Bildungswesen bedeuten, die aufgrund von (zuvor so bezeichneter) „Behinderung“ ausgeschlossen oder beteiligt waren, oder ob es um alle Menschen ungeachtet des jeweiligen Ausschlussgrundes geht — oder ob jeweils für bestimmte Zwecke eine spezifische (und dabei derzeit oft die „sonderpädagogische“) Dimension besonders fokussiert oder Berücksichtigt wird, ohne dass dies eine Ablehnung der anderen bedeutet.

Ähnlich verhält es sich mit den Konzepten von „Behinderung“ und „Beeinträchtigung“ und „Förderbedarf“. Gerade im Interesse der Nutzung sonderpädagogischer Expertise in „inklusiven settings“ wird oft von „I-Kindern“, „inklusiv beschulten“ Kindern und Förderschwerpunkten gesprochen, obwohl diese Begriffe und die in ihnen zum Ausdruck kommenden Konzepte der Grundidee der Inklusion geradezu zuwider laufen, insofern gerade nicht mehr davon ausgegangen werden soll, dass Kinder als Merkmal ihrer selbst bestimmte Beeinträchtigungen besitzen, die sie gegenüber anderen Kindern als „besonders“ markieren — auch nicht als „besonders“ förderbedürftig. Das Konzept unterstellt dabei keineswegs eine Gleichheit, Homogenität aller, sondern geht davon aus, dass Heterogenität, Unterschiedlichkeit nicht die einen von den anderen „sondert“, sondern dass Diversität in Merkmalen und darunter auch Stärken und Schwächen, etwas normales ist.
Dieser Grundgedanke wird oft in einer der vielen Varianten der folgenden Grafik visualisiert (Urheber: Robert Aehnelt; CC-BY-SA 3.0):

Was dieses Konzept und diese Grafik noch nicht mit adressiert, ist die Frage, wie konkrete (Leistungs-)Stärken und Schwächen bzw. Beeinträchtigungen aufgefasst werden. Sie zu leugnen und schlicht jegliche Form von Unterschiedlichkeit als „Ressource“ zu feiern, wird weder der Wahrnehmung vieler Lehrkräfte gerecht, dass spezifische Förderbedarfe gegeben sind, noch bietet es Ansatzpunkte zur In-Wert-Setzung sonderpädagogischer Expertise, insbesondere in diagnostischer Hinsicht.
Mit Hilfe einer anderen (ebenfalls) grafischen Darstellungsweise möchte ich daher illustrieren, wie spezifische Herausforderungen unter inklusiver Perspektive gedacht werden können.
Genutzt wird dafür eine Darstellung, welche Stärken und Schwächen von Schülerinnen und Schülern jeweils in einer Vielzahl in Form eines polaren Diagramms erfasst. Idealiter entsteht somit für jedes Individuum ein polaren Profil in Form einer „Spinnennetzgrafik“, so dass eine Überlagerung solcher Profile sowohl die mehrdimensionale Diversität der Lernenden sichtbar machen kann.
Diese Darstellungsweise ist aber nicht dahingehend zu verstehen, dass alle Lernenden in einem hoch auflösenden Verfahren differentiell zu diagnostizieren wären, bevor Inklusion gedacht und gelebt werden kann. Im Gegenteil: Hier soll diese Darstellungsweise lediglich die Pluralität der Dimensionen von Diversität symbolisieren.

Die Grafik rechts visualisiert in dieser Darstellungsweise ein Verständnis, in dem Schülerinnen und Schüler mit ausgeprägten Beeinträchtigungen als „mit besonderem Förderbedarf“ wahrgenommen werden, die jeweils einzelne oder mehrere Dimensionen von Fähigkeiten etc. betreffen. Es sind allerdings auch Schülerinnen und Schüler in der Grafik gar nicht sichtbar (etwa L4), weil ihre Stärken und Schwächen offenkundig als innerhalb des „grünen Bereiches“ liegend wahrgenommen werden, der als „normal“ bezeichnet werden kann. Nur diejenigen Schüler, deren Stärken und Schwächen als über den inneren Bereich hinausgehend wahrgenommen werden, gelten also als „besonders“ förderbedürftig.

Die zweite Grafik hingegen zeigt die Stärken und Schwächen auch der bislang als „normal“ aus dem individualdiagnostischen Blick herausfallenden Schülerinnen und Schüler — und zwar aufgetragen anhand genau derselben Kategorien. Allerdings ist die Darstellung zwar noch deutlich blass, womit herausgestellt werden soll, das die spezifische Zuständigkeit von Sonderpädagogen für die nun mehr nur dem Grade, nicht mehr den Kategorien nach als „besonders“ förderbedürftig wahrgenommenen Schülerinnen und Schüler angedeutet wird, aber auch, dass die Expertise auch der Förderung der anderen Schülerinnen und Schüler zu Gute kommen kann und soll.

Wahrnehmung individueller Beeinträchtigungen in einem moderat inklusiven Konzept; Andreas Körber CC-BY-SA 3.0

In einem vollends inklusiven System schließlich würden somit alle Schülerinnen und Schüler nach nicht nur der herkömmlichen Schwerpunkten, sondern auch anderen Stärken und Schwächen (angedeutet durch die weiteren Achsen der Grafik) diagnostiziert, wobei damit gerade nicht mehr eine pathologisierende Einstufung gemeint sein kann, sondern die Grundlage für die Reflexion auf die Ansprüche, die die Tatsache solcher Stärken und Schwächen — und vor allem der Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern — für die Planung von Lernprozessen und die Gestaltung von Lernaufgaben haben kann und soll.

Wahrnehmung individueller Beeinträchtigungen in einem vollends innklusiven Konzept; Andreas Körber CC-BY-SA 3.0

Es wird dann gerade nicht mehr darum gehen, einzelnen Schüler(inne)n jeweils auf sie zugeschnittene Aufgaben zu geben, wohl aber, sich bei der Gestaltung von gemeinsamen und komplexen Aufgaben der Diversität in verschiedenen Dimensionen bewusst zu sein. Sonderpädagogische Expertise wird zur Diagnostik weiterhin ebenso benötigt wie für die Gestaltung spezifischer Zugänge und diverser Unterstützungsmaßnahmen. Sie sollten dann aber nicht den einzelnen Kindern spezifisch gegeben, sondern allen angeboten werden, so dass sie zum einen eine nicht-stigmatisierende Differenzierung ermöglichen, zum anderen die Arbeit an einem gemeinsamen Gegenstand sichern.

Damit nun könnte die erste Grafik so verändert werden:

Während links nur solche Schülerinnen als „innen“ angesehen werden, die in den Grafiken oben im engen grünen Bereich verortet wären, alle diejenigen dagegen, die auch nur in einzelnen Dimensionen „besonderen“ Förderbedarf haben, exkludiert bleiben, sind sie in der mittleren Grafik hineingenommen. Allerdings sind nur sie hinsichtlich ihrer spezifischen Ausprägungen von Stärken, Schwächen, Beeinträchtigungen, Perspektiven etc. erkennbar gemacht. Das wäre eine integrative Logik in dem Sinne, als diese Schüler „dabei“ sind, aber als spezifisch förderbedürftig.

Rechts hingegen, bei „voller Inklusion“ gibt es den „grünen Bereich“ letztlich nicht mehr. Alle Schülerinnen und Schüler werden als mit unterschiedlichen Stärken, Schwächen, Perspektiven, Interessen etc. wahrgenommen, ohne dass einzelne dieser Spezifika als „besonders“ förderbedürftig normiert werden.

Dieses Modell konzipiert die inklusive Lerngruppe somit als eine Gemeinschaft, in welcher alle Individuen mit ihren Stärken und Schwächen erkennbar sind, also eine Gesellschaft (an)erkannter Diversität. Das ist dann auch Vorbedingung dafür, dass Inklusion nicht nur als Herstellung einer Barrierefreiheit zu mehr oder weniger unveränderten Gegenständen und Fragestellungen und einem nur räumlichen und zeitlichen „gemeinsamen“ Lernen konzipiert wird, sondern auch als ein Lernen, in welchem die Teilhabenden sich auch gegenseitig in ihrer Diversität und den damit verbundenen jeweiligen Perspektiven auf den gemeinsamen Gegenstand.
Im Fach Geschichte ist das etwa dann der Fall, wenn nicht nur gemeinsam und hinsichtlich der unterschiedlichen Fähigkeiten und Schwierigkeiten adaptiv über die Kolonialgeschichte unterrichtet und gelernt wird, sondern wenn dabei auch die Interessen der Einzelnen am Gegenstand, ihre Vor-Kenntnisse (und auch ihre Phantasien), ihre Fragen, Konzepte und auch Deutungen sicht- und diskutierbar werden. Diese werden in einem inklusiven setting ebenfalls ein größeres Spektrum aufweisen als in den anderen settings. Damit aber hat inklusives Lernen auch eine veränderte gesellschaftliche und fachliche Relevanz in dem Sinne, dass nicht nur eine eingeschränkte Perspektive auf den jeweiligen Gegenstand thematisch werden kann, sondern die Vielfalt der gesellschaftlichen Repräsentationen und Verständnisse selbst erscheinen.

Über die oben angeführte lediglich symbolische Funktion der zirkulären Profildarstellung hinaus kann dieses Verständnis von Diversität und diese Darstellungsweise in einiger Vergröberung auch zu einem didaktischen Instrument werden, dann nämlich, wenn nicht nur das Spektrum der Stärken und Schwächen innerhalb einer Lerngruppe in einem solchen Diagramm (überschlägig) abgetragen wird, sondern auch mit den gleichen Kategorien Eigenschaften von Lernaufgaben visualisiert, d.h. die von ihnen an die Lernenden gestellten Herausforderungen in verschiedenen Dimensionen — etwa hinsichtlich der Aufgabeneigenschaften nach Maier/Bohl et al. (2013), aber auch fachspezifische Herausforderungen.
Eine Überlagerung der Aufgabenanalyse und des Stärken-/Schwächenspektrums der Lerngruppe (oder auch einzelner Lernender) kann dann Aufschluss geben für mögliche Differenzierungsbedarfe hinsichtlich Unterstützung und Herausforderung (Scaffolding).

Literatur
Maier, U., Bohl, T., Kleinknecht, M., and Metz, K. (2013) ‘Allgemeindidaktisehe Kriterien für die Analyse von Aufgaben’, in Kleinknecht, M., Bohl, T., Maier, U., and Metz, K. (eds.). Lern- und Leistungsaufgaben im Unterricht. Fächerübergreifende Kriterien zur Auswahl und Analyse. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, pp. 9–46.

jetzt auf Englisch: Körber (2001): Intercultural Learning in History Education (2001)

Körber, Andreas (2017): Intercultural Learning in History Education (2001). An abridged translation of the introductory article to Körber, Andreas (Ed.) (2001): Interkulturelles Geschichtslernen.: Geschichtsunterricht unter den Bedingungen von Einwanderung und Globalisierung; konzeptionelle Überlegungen und praktische Ansätze Münster: Waxmann: (Novemberakademie, 2), pp. 5–26 (urn:nbn:de:0111-pedocs-129052). Available online at http://www.pedocs.de/volltexte/2017/12905/pdf/Koerber_2017_Intercultural_Learning_in_History_Education.pdf.

Ich bin endlich dazu gekommen, die Einleitung in den Band „interkulturelles Geschichtslernen“ in (um die Besprechung der Beisträge des Bandes) gekürzter Fassung ins Englische zu übersetzen. Der Text ist nun auf pedocs verfügbar.

Körber, Andreas (2017): Intercultural Learning in History Education (2001). An abridged translation of the introductory article to Körber, Andreas (Ed.) (2001): Interkulturelles Geschichtslernen.: Geschichtsunterricht unter den Bedingungen von Einwanderung und Globalisierung; konzeptionelle Überlegungen und praktische Ansätze Münster: Waxmann: (Novemberakademie, 2), pp. 5–26 (urn:nbn:de:0111-pedocs-129052). Available online at http://www.pedocs.de/volltexte/2017/12905/pdf/Koerber_2017_Intercultural_Learning_in_History_Education.pdf.

Neuerscheinung: Ergebnisse der Konstruktion des HiTCH-Tests zur Erfassung historischer Kompetenzen im Large-Scale-Format

Trautwein, Ulrich; Bertram, Christiane; Borries, Bodo von; Brauch, Nicola; Hirsch, Matthias; Klausmeier, Kathrin et al. (2017): Kompetenzen historischen Denkens erfassen. Konzeption, Operationalisierung und Befunde des Projekts „Historical Thinking – Competencies in History“ (HiTCH). 1. Auflage. Münster: Waxmann. (ISBN: 978-3-8309-3598-8; als eBook: 978-3-8309-8598-3; als PDF).

Gerade erschienen:

Trautwein, Ulrich; Bertram, Christiane; Borries, Bodo von; Brauch, Nicola; Hirsch, Matthias; Klausmeier, Kathrin et al. (2017): Kompetenzen historischen Denkens erfassen. Konzeption, Operationalisierung und Befunde des Projekts „Historical Thinking – Competencies in History“ (HiTCH). 1. Auflage. Münster: Waxmann. (ISBN: 978-3-8309-3598-8; als eBook: 978-3-8309-8598-3; als PDF).

 

Trautwein, Ulrich; Bertram, Christiane; Borries, Bodo von; Brauch, Nicola; Hirsch, Matthias; Klausmeier, Kathrin et al. (2017): Kompetenzen historischen Denkens erfassen. Konzeption, Operationalisierung und Befunde des Projekts „Historical Thinking – Competencies in History“ (HiTCH). 1. Auflage. Münster: Waxmann.

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Die meisten Geschichtsdidaktikerinnen und -didaktiker sind sich darin einig, dass im Geschichtsunterricht nicht primär „Wissen über die Vergangenheit“ vermittelt werden soll, sondern vielmehr grundlegende Kompetenzen für den Umgang mit Vergangenheit/Geschichte. Doch wie kann überprüft werden, inwieweit Schülerinnen und Schüler Kompetenzen historischen Denkens tatsächlich erwerben? Das Ziel des HiTCH-Projekts bestand darin, einen Test zu entwickeln, mit dem sich die Kompetenzen historischen Denkens von Schülerinnen und Schülern in großen Assessment-Studien wie dem IQB-Bildungstrend sowie anderen groß angelegten Studien, beispielsweise zur Unterrichtsqualität, erfassen lassen.
Dieser Band beschreibt die theoretischen Prämissen, die methodische Vorgehensweise und die Ergebnisse der geleisteten Entwicklungsarbeit für einen standardisierten,  kompetenzorientierten Test in Geschichte, diskutiert die Bedeutung für die empirische Bildungsforschung sowie die Geschichtsdidaktik und markiert weiteren Forschungsbedarf, aber auch die Relevanz für die Weiterentwicklung des Geschichtsunterrichts.
Die Publikation richtet sich an Bildungsforscherinnen und -forscher sowie an Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker, ebenso an die Lehrerbildung in allen Phasen, an Fachleute in der Bildungsadministration, an Lehrkräfte sowie an Studierende.

 

 

 

Vortrag zu "Living History" und Historischem Lernen in Warschau

Körber, Andreas: „Living History – Place, Purpose or Topic of Historical Learning?“. Talk at the Conference „Stepping Back in Time Living History and Other Performative Approaches to History in Central and South-Eastern Europe.“ Februaary 23–24, 2017, German Historical Institute Warsaw .

Am 23. und 24.2. 2017 fand im Deutschen Historischen  Institut in Warschau eine internationale Tagung statt zum Thema  „Stepping Back in Time Living History and Other Performative Approaches to History in Central and South-Eastern Europe.“ Ich habe dort einen Vortrag zu Fragen des Historischen Lernens in diesem Zusammenhang gehalten. Nachtrag 23.5.2017: Ein Tagungsbericht findet hier sich auf H-SOZ-KULT.

Neuer Beitrag in Public History Weekly: Körber, Andreas (2017): A Guarantee for Disciplinary Inclusive Education? Historisches Lernen inklusive? Inklusiver Geschichtsunterricht. In Public History Weekly

Körber, Andreas (2017): A Guarantee for Disciplinary Inclusive Education? Historisches Lernen inklusive? Inklusiver Geschichtsunterricht. In Public History Weekly 5 (5). Available online at https://public-history-weekly.degruyter.com/5-2017-5/a-guarantee-for-disciplinary-inclusive-education/.

gerade erschienen: Körber, Andreas (2017): A Guarantee for Disciplinary Inclusive Education? Historisches Lernen inklusive? Inklusiver Geschichtsunterricht. In Public History Weekly 5 (5). Available online at https://public-history-weekly.degruyter.com/5-2017-5/a-guarantee-for-disciplinary-inclusive-education/.

Vgl. auch in diesem Blog: http://historischdenkenlernen.blogs.uni-hamburg.de/2016/11/30/eine-fachdidaktische-wesensgehaltsgarantie-nicht-nur-fuer-die-inklusive-bildung/

ANMELDUNG VERLÄNGERT BIS 28.2.2017: Zusätzliches Lehrangebot im SoSe 2017: Seminar mit Exkursion nach USA/Polen

Liebe Kommiliton(inn)en,
nach der ersten Anmelderunde sind noch Plätze frei – insbesondere für den Teil zu Grundwald/Tannenberg mit der Exkursion nach Polen!
Neue Anmeldefrist: 28. Februar 2017!
Anmeldungen bitte zur Sicherheit per Mail AUCH AN MICH: andreas.koerber@uni-hamburg.de
Gruß

 

Das Seminar ist für Lehramtsstudierende ein Fachdidaktik M.Ed.-Seminar „Weiterführung der Fachdidaktik Geschichte“ (Modul 001k). Es ist für Studierende im B.A./B.Sc.-Lehramt Geschichte mit abgeschlossener Modulprüfung zugänglich und kann später im M.Ed.-Studium angerechnet werden