Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik / History Education, Universität Hamburg

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Neuerscheinung: Kompetenzorienierung — eine Sackgasse? Nein!

20. Mai 2022 Andreas Körber Keine Kommentare

Gera­de ist im Wochen­schau-Ver­lag ein Sam­mel­band mit Vor­trä­gen aus einer Kol­lo­qui­en­rei­her der Uni Bie­le­feld erschienen.

Dar­in u.a. mein Bei­trag aus einem kon­tro­vers ange­leg­ten Gespräch mit Jür­gen Gunia als aus­ge­spro­che­nem Kri­ti­ker der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung und einem Bei­trag von ihm, der aller­dings wenig sei­ne damals vor­ge­tra­ge­nen Gedan­ken ent­hält, son­dern offen­kun­dig viel­mehr als aber­ma­li­ge Reak­ti­on auf mei­ne dama­li­gen The­sen zu ver­ste­hen ist:

Kör­ber, Andre­as (2022): Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung – eine Sack­gas­se? Nein! In: Tho­mas Must, Jörg van Nor­den und Nina Mar­ti­ni (Hg.): Geschichts­di­dak­tik in der Debat­te. Bei­trä­ge zu einem inter­dis­zi­pli­nä­ren Dis­kurs. Frank­furt: Wochen­schau Ver­lag (Geschichts­di­dak­tik theo­re­tisch), S. 139 – 156.

Gunia, Jür­gen (2022): ‚Selbst ver­nünf­tig Geschichte(n) den­ken‘? Zur Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung nach Andre­as Kör­ber – Ein Blind­flug mit Boden­kon­takt. In: Tho­mas Must, Jörg van Nor­den und Nina Mar­ti­ni (Hg.): Geschichts­di­dak­tik in der Debat­te. Bei­trä­ge zu einem inter­dis­zi­pli­nä­ren Dis­kurs. Frank­furt: Wochen­schau Ver­lag (Geschichts­di­dak­tik theo­re­tisch), S. 157 – 168.

Vorankündigung: Kompetenzorienierung — eine Sackgasse? Nein!

11. März 2022 Andreas Körber Keine Kommentare

Dem­nächst erscheint in Wochen­schau-Ver­lag ein Sam­mel­band mit Vor­trä­gen aus einer Kol­lo­qui­en­rei­her der Uni Bielefeld.

Dar­in u.a. mein Bei­trag aus einem kon­tro­vers ange­leg­ten Gespräch mit Jür­gen Gunia als aus­ge­spro­che­nem Kri­ti­ker der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung und einem Bei­trag von ihm, der aller­dings wenig sei­ne damals vor­ge­tra­ge­nen Gedan­ken ent­hält, son­dern offen­kun­dig viel­mehr als aber­ma­li­ge Reak­ti­on auf mei­ne dama­li­gen The­sen zu ver­ste­hen ist:

Kör­ber, Andre­as (2022): Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung – eine Sack­gas­se? Nein! In: Tho­mas Must, Jörg van Nor­den und Nina Mar­ti­ni (Hg.): Geschichts­di­dak­tik in der Debat­te. Bei­trä­ge zu einem inter­dis­zi­pli­nä­ren Dis­kurs. Frank­furt: Wochen­schau Ver­lag (Geschichts­di­dak­tik theo­re­tisch), S. 139 – 156.

Gunia, Jür­gen (2022): ‚Selbst ver­nünf­tig Geschichte(n) den­ken‘? Zur Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung nach Andre­as Kör­ber – Ein Blind­flug mit Boden­kon­takt. In: Tho­mas Must, Jörg van Nor­den und Nina Mar­ti­ni (Hg.): Geschichts­di­dak­tik in der Debat­te. Bei­trä­ge zu einem inter­dis­zi­pli­nä­ren Dis­kurs. Frank­furt: Wochen­schau Ver­lag (Geschichts­di­dak­tik theo­re­tisch), S. 157 – 168.

Ukraine-Konflikt, Politik- und Geschichtslernen: Zum Verständnis des Beutelsbacher Konsenses

03. März 2022 Andreas Körber Keine Kommentare

[Der fol­gen­de Bei­trag doku­men­tiert einen Twit­ter-Thread vom 27. Febru­ar 2022: Er ist — mit den Ant­wor­ten etc. hier zu fin­den: https://​twit​ter​.com/​A​n​_​K​o​e​r​/​s​t​a​t​u​s​/​1​4​9​8​0​5​3​7​9​8​9​8​3​6​1​4​4​7​0​?​s​=​2​0​&​t​=​O​q​a​x​0​V​S​W​v​S​Q​8​q​w​L​E​U​e​V​vSg]. Hier habe ich klei­ne­re Schreib­feh­ler korrigiert.

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Vie­le Insti­tu­tio­nen und accounts in meh­re­ren Län­dern stel­len gera­de Rat­schlä­ge und Mate­ria­li­en dazu zusam­men, wie mit Schüler:innen über den Ukrai­ne-Krieg gespro­chen wer­den kann und soll. Dazu gehö­ren sowohl wert­vol­le Hin­wei­se für den sen­si­blen Umgang mit Befürch­tun­gen und Ängs­ten als auch sol­che zur poli­ti­schen Bil­dung. Ein Bei­spiel ist das Pad­let mit Mate­ria­li­en des Ham­bur­ger Lan­des­in­sti­tuts für Leh­rer­bil­dung und Schul­ent­wick­lung. Dort wird im Begleit­an­schrei­ben ganz im Sin­ne der deut­schen Poli­tik­di­dak­tik auf die Prin­zi­pi­en des Beu­tels­ba­cher Kon­senses hin­ge­wie­sen, d.h. auf das Kon­tro­ver­si­täts­ge­bot und Überwältigungsverbot.

Im Gegen­satz zu Letz­te­rem ist ers­te­res ange­sichts der ein­hel­li­gen und berech­tig­ten Beur­tei­lung des Krie­ges als Völ­ker­rechts­bruch viel­leicht nicht so offen­kun­dig. Den­noch ist es nicht nur berech­tigt, son­dern not­wen­dig. Man darf nur nicht den Feh­ler machen, unter dem “Kon­tro­ver­si­täts­ge­bot” eine Art der Neu­tra­li­tät oder eine Hal­tung bestün­de, “bei­de” (oder alle) Sei­ten hät­ten irgend­wie glei­cher­ma­ßen Recht. Um eine for­ma­le “Balan­ce” kann es gera­de nicht gehen – tut es laut Beu­tels­ba­cher Kon­sens auch nicht.

Das Kon­tro­ver­si­täts­ge­bot besagt, dass das, was in Poli­tik und Gesell­schaft kon­tro­vers ist, als kon­tro­vers im Unter­richt erscheint – weder als “egal”, noch als “nicht zu ent­schei­den” oder gar als nicht zu bewer­ten. Nicht “die rus­si­sche” vs. “die west­li­che” Sei­te und Sicht also bil­den die Kon­tro­ver­se, son­dern eini­ge der vie­len Fra­gen, die in unse­rer (und der Welt-)Gesellschaft durch­aus zu Recht (wenn auch nicht ein­fach sym­me­trisch) kon­tro­vers dis­ku­tiert wer­den. Das müs­sen (und dür­fen) gera­de auch nicht ein­fach Wert­ur­tei­le sein, son­dern es muss immer auch zugrun­de lie­gend um Sach-Urtei­le gehen, etwa um die Fra­ge nach dem Cha­rak­ter des Krie­ges als Völ­ker­rechts-Bruch, als Bruch inter­na­tio­na­ler Ver­trä­ge etc. Die­se Fra­gen sind zwar weit­ge­hend ein­deu­tig und erschei­nen auch ent­schie­den – aber sie wur­den dis­ku­tiert: Nicht ob, son­dern war­um und inwie­fern die­ser Krieg Unrecht ist – dazu gab und gibt es sach­li­che Beurteilungen.

Eben­so kön­nen Fra­gen der Legi­ti­ma­ti­on der deut­schen Zurück­hal­tung bei Waf­fen­lie­fe­run­gen, der mög­li­chen Wir­kun­gen von Unter­stüt­zun­gen oder ihres Feh­lens, von For­men der Unter­stüt­zung für die Zivil­ge­sell­schaft dis­ku­tiert und erwo­gen wer­den – auch und gera­de ohne zu einer ein­zi­gen gemein­sa­men und schon vor­her fest­ste­hen­den Ant­wort zu gelangen.

Das Kon­tro­ver­si­täts­ge­bot meint also eine nicht-for­mal-balan­cier­te Dis­kus­si­on und Erwä­gung von Fra­gen mit der Mög­lich­keit unter­schied­li­cher Ein­schät­zun­gen (und auch Wer­tun­gen), beinhal­tet aber gera­de auch, dass Argu­men­te und Urtei­le er- und abge­wo­gen wer­den, wobei Stär­ken und Schwä­chen durch­aus benannt wer­den kön­nen. Das kann – und in vie­len Fäl­len muss – auch beinhal­ten, die Akzep­ta­bi­li­tät man­cher Argu­men­ta­ti­ons­wei­sen deut­lich zu kri­ti­sie­ren, aber eben ohne, dass dadurch auto­ma­tisch genau ein ein­zi­ges Gegen­ar­gu­ment als rich­tig vor­ge­ge­ben würde.

Die Kon­tro­ver­se des Kon­tro­ver­si­täts­ge­bots meint also in sol­chen Kon­flik­ten gera­de nicht die schein-neu­tra­le Gegen­über­stel­lung der Kon­flikt­par­tei­en, son­dern betrifft mehr und deut­li­cher eine gan­ze Rei­he von Fra­gen etwa zur Inter­pre­ta­ti­on der Ursa­chen, der Plau­si­bi­li­tät von Stra­te­gien etc., die in unse­rer Gesell­schaft ja inten­siv dis­ku­tiert wer­den. Es sind gera­de sol­che Fra­gen, die in offe­nen Gesell­schaf­ten mit offe­ner und plu­ra­ler Medi­en­kul­tur dis­ku­tiert wer­den kön­nen – was die­se Gesell­schaft ja (hof­fent­lich) von ande­ren – und in die­sem Kon­flikt der­je­ni­gen der geg­ne­ri­schen Sei­te – unter­schei­det. Das erfor­dert sicher ganz unter­schied­lich umfang­rei­che Unter­richts­ein­hei­ten und Vor­be­rei­tung – und oft auch fächer­über­grei­fen­des oder ‑ver­bin­den­des Lernen.

Die Fra­ge etwa danach, was mit “rus­si­schen Sicher­heits­in­ter­es­sen” von ver­schie­de­ner Sei­te gemeint ist und sein kann, und in wel­ches Ver­hält­nis sie zu den Inter­es­sen der Ukrai­ne gesetzt wer­den kön­nen und müs­sen, ist durch­aus dis­ku­tier­bar – benö­tigt aber Mate­ri­al. Ein letz­ter Punkt: Da Kon­tro­ver­si­täts­ge­bot umfasst auch, den Ein­druck zu ver­mei­den, also könn­te man im Rah­men von Unter­richt, aber auch im Leben in den Foren, in denen sol­che Fra­gen dis­ku­tiert wer­den, über­haupt zu Ant­wor­ten kom­men, die in irgend­ei­ner Wei­se abschlie­ßend wären, die nicht bei neu­en Infor­ma­tio­nen, unter ver­än­der­ten Bedin­gun­gen, auch mit mehr Lebens­er­fah­rung und ande­ren Per­spek­ti­ven einer Nach­schär­fung (bis hin zu Revi­si­on) bedür­fen können.

Das Kon­tro­ver­si­täts­ge­bot ver­langt auch aus ande­rem Grun­de gar nicht, zu Ent­schei­dun­gen, abschlie­ßend oder vor­läu­fig gefäll­ten Urtei­len zu kom­men und Argu­men­ta­tio­nen immer gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Schon die Erkennt­nis, dass es unter­schied­li­che Posi­tio­nen, Per­spek­ti­ven, Sach- und Wert­ur­tei­le samt ihnen zugrun­de lie­gen­den Welt­sich­ten, Kon­zep­ten, Wer­ten etc. gibt, und (bes­ser:) wie sie (oder eini­ge von ihnen aus­se­hen und “funk­tio­nie­ren”, trägt schon sehr zur Ori­en­tie­rungs­fä­hig­keit bei. Zudem: Auch ihre Erkennt­nis erfor­dert zudem Urtei­le, die dis­ku­tiert wer­den können.

Viel­leicht lohnt es, ein­mal ein paar ehr­lich (als) kon­tro­vers zu erschlie­ßen­der Fragen/​ The­men zu sammeln?

  • Was kön­nen Betei­lig­te an der öffent­li­chen Dis­kus­si­on mei­nen, wenn sie von “Sicher­heits­in­ter­es­sen” Russ­lands spre­chen, und strei­ten, ob sie „berück­sich­tigt” wer­den soll(t)en?

  • Putins Poli­tik als “tra­di­tio­nel­les Groß­macht­stre­ben” oder als Ergeb­nis von “Rea­li­täts­ver­lust” oder gar Krank­heit, Irr­sinn? Was mei­nen die­se Inter­pre­ta­tio­nen, und was bedeu­ten sie für Erwar­tun­gen und Reaktionsmöglichkeiten?

  • Deutsch­lands “his­to­risch beding­te” Zurück­hal­tung in der Außen­po­li­tik- was ist/​wird damit gemeint? Wor­in ist/​wird das begrün­det? Inwie­fern wird es als (nicht mehr) ange­mes­sen beur­teilt? Wel­che (unter­schied­li­chen) Vor­stel­lun­gen einer Neu­aus­rich­tung wer­den wie begründet?

 

Neuer Titel erschienen

15. September 2021 Andreas Körber Keine Kommentare

Gera­de ist eben­so erschienen:
Titelbild: Bodo von Borries (2021): Geschichtslernen, Geschichtsunterricht und Geschichtsdidaktik. Erinnerungen, Erfahrungsschätze, Erfordernisse. 1959/60–2020/21. Frankfurt am Main: Wochenschau (Wochenschau Wissenschaft)

Bor­ries, Bodo von (2021): Geschichts­ler­nen, Geschichts­un­ter­richt und Geschichts­di­dak­tik. Erin­ne­run­gen, Erfah­rungs­schät­ze, Erfor­der­nis­se. 1959/​60 – 2020/​21. Frank­furt am Main: Wochen­schau (Wochen­schau Wissenschaft).

“Das Buch stellt 60 Jah­re Geschichts­un­ter­richt und Geschichts­di­dak­tik aus reflek­tie­ren­der Rück­schau sei­nes inten­siv betei­lig­ten Autors dar. Es quillt über von kon­kre­ten Bei­spie­len, über­ra­schen­den Anek­do­ten, erhel­len­den Kon­tro­ver­sen, über­trag­ba­ren Fall­ana­ly­sen und pro­duk­ti­ven Anre­gun­gen. Der Band bie­tet nicht nur einen span­nen­den Ein­blick in die Geschich­te der Dis­zi­plin, son­dern gibt auch Impul­se für ihre Zukunft.”

Inhaltsübersicht:

Vor­be­mer­kung

1. Stich­jahr 1959/​60: Das „alte“ natio­nal­kon­ser­va­tiv-poli­tik­ge­schicht­li­che und stoff­zen­triert-leh­rer­do­mi­nier­te Sys­tem – Erfah­rung eines Sek. II‑Schülers, dann Stu­den­ten und Ein­schät­zung nach 60 Jahren

1.1 NS‑Verdrängung (und Bil­dungs-Expan­si­on nach ‑Restau­ra­ti­on)
1.1.1 Frü­he Erfah­run­gen mit Geschichts-Unter­richt und –Schul­buch
1.1.2 NS‑Verharmlosung in benutz­tem Schul­buch (1956) und Gesamtgesellschaft
1.1.3 Beschei­de­ne Ansät­ze zur NS‑Durcharbeitung
1.1.4 Ers­te beacht­li­che Bil­dungs­ex­pan­si­on in ver­deck­ter „Gro­ßer Koali­ti­on“ von SPD- und CDU/C­SU-Län­dern

1.2 Geschichts­di­dak­ti­sches Vaku­um und unzu­rei­chen­de Lehrerausbildung
1.2.1 Unbe­ding­te Stoff- und Lehrerdominanz
1.2.2 Ernst­ge­nom­me­ne, aber „rei­fungs­theo­re­tisch“ ver­kürz­te Entwicklungspsychologie
1.2.3 Vor­ge­se­he­nes „poli­tik­ge­schicht­li­ches Schmal­spur­stu­di­um“ und eige­nes „Löcken wider den Stachel“
1.2.4 Kei­ne hilf­rei­che Erzie­hungs­wis­sen­schaft, Total­aus­fall von „Geschichts­di­dak­tik“ und „Schul­prak­ti­ka“

2. Stich­jahr 1971/​72: Umbruch von Stoff- und Leh­rer­do­mi­nanz zu Pro­blem- und Dia­log­ori­en­tie­rung – Erfah­rung eines jun­gen Refe­ren­dars und Ein­schät­zung nach 48 Jahren

2.1 „Mei­len­stei­ne“ und „Defi­zi­te“
2.1.1 Tie­fe Exis­tenz­kri­se des Faches Geschichte
2.1.2 Stoff­über­frach­tung bei Abschaf­fungs­ri­si­ko (durch „Gesell­schafts­leh­re“)
2.1.3 Erfor­der­li­cher „Schwenk vom Leh­ren zum Lernen“
2.1.4 Fach­un­ter­richt nur als Zwei­te Gei­ge im Streich­quar­tett des Geschichtslernens

2.2 „Eigen­bei­trä­ge“
2.2.1 Das per­sön­li­che Ein­tritts­bil­lett: Vor­schlag prä­zi­ser, loh­nen­der Lern­zie­le und intel­li­gen­ter, gerech­ter Tests
2.2.2 „Sozia­li­sa­ti­on“ plus – kei­nes­wegs statt! – „Rei­fung“ des Geschichtsbewusstseins

3. Stich­jahr 1983/​84: Eta­blie­rung von „Geschichts­be­wusst­sein“ als Leit­ka­te­go­rie und Bedarf an „Empi­rie“ als Zugriff – Erfah­rung eines auf­stre­ben­den Hoch­schul­leh­rers und Ein­schät­zung nach 36 Jahren

3.1 „Mei­len­stei­ne“ und „Haupt­de­fi­zi­te“
3.1.1 Leit­ka­te­go­rie „Geschichts­be­wusst­sein“, noch ohne vol­len Kon­struk­ti­vis­mus und Narrativismus
3.1.2 Kom­pro­miss von „Iden­ti­tät“ und „Eman­zi­pa­ti­on“ – und bei­der blei­ben­de Bedeutung
3.1.3 Kon­se­quen­te Quel­len­ori­en­tie­rung und stän­di­ger Arbeits­un­ter­richt – Klu­ge Entscheidung?
3.1.4 „Sinn­bil­dungs­mus­ter“ als logisch dif­fe­ren­zier­te For­men des unver­meid­li­chen „Gegen­warts­be­zugs“

3.2 „Eigen­bei­trä­ge“
3.2.1 Beson­de­rer Schwer­punkt I: Alter­na­ti­ve Unterrichtsmodelle
3.2.1.1 „Frau­en­geschich­te“ – gemäß Wis­sen­schafts­lo­gik und Verfassungsanspruch!
3.2.1.2 „Kolo­ni­al­ge­schich­te“ und „Umwelt­ge­schich­te“ als Aus­wei­tung des eng-natio­na­len Kanons
3.2.2 Beginn der Empi­rie-Ein­lö­sung: Geschichts­nut­zun­gen, Lern­ar­ten und Unterrichtsprofile

4. Stich­jahr 1995/​96: Quan­ti­ta­ti­ve Eva­lua­ti­on des mecha­ni­schen Mas­sen­ex­pe­ri­ments „Ost-West-Ver­het­zung“ und begin­nen­de „Inter­kul­tu­ra­li­tät“ – Erfah­rung eines alt­ge­dien­ten Pro­fes­sors und Ein­schät­zung nach 24 Jahren

4.1 „Mei­len­stei­ne“ und „Haupt­de­fi­zi­te“
4.1.1 Eine gro­ße Stun­de inter­na­tio­na­ler Schul­buch­ar­beit am „Georg-Eckert-Insti­tut“
4.1.2 Natio­na­le Ver­en­gung bei star­kem Bedarf eines neu­en „inklu­si­ven“ Nation-Building
4.1.3 Lang­sa­mes Wachs­tum von „Inter­kul­tu­ra­li­tät“ in Geschichts­ler­nen und Fachdidaktik
4.1.4 „His­to­ri­sche Pro­jekt­ar­beit“ als „Grö­ßen­wahn“ oder „Königs­weg“ (bei neu­er Computerbenutzung)?

4.2 „Eigen­bei­trä­ge“
4.2.1 Beson­de­rer Schwer­punkt II: Quan­ti­ta­ti­ve Ost-West-Vergleiche
4.2.1.1 Jugend­li­ches Geschichts­be­wusst­sein in Ost- und West-Deutsch­land (6., 9., 12. Klassenstufe)
4.2.1.2 Jugend­li­ches Geschichts­be­wusst­sein in Ost- und West-Euro­pa (9. Klassenstufe)
4.2.2 Neue Unter­richts­mo­del­le und qua­li­ta­ti­ve Empi­rie (als nöti­ger men­ta­ler „Aus­gleich“)

5. Stich­jahr 2007/​08: Geschichts-Kom­pe­tenz (nicht-nur-kogni­tiv?) als „His­to­risch Den­ken Ler­nen“ und erneu­te Eva­lu­ie­rung der „Quel­len­ori­en­tie­rung“ – Erfah­rung eines bald Zwangs­pen­sio­nier­ten und Ein­schät­zung nach 12 Jahren

5.1 „Mei­len­stei­ne“ und „Haupt­de­fi­zi­te“
5.1.1 Theo­rie­ge­winn FUER-Lern­mo­dell und FUER-Kom­pe­tenz­mo­dell, dazu Empi­rie­taug­lich­keit und Pra­xis­hil­fe (aber auch Grenzen)
5.1.2 Pro­ble­ma­ti­sche Cur­ri­cul­um­struk­tur und unge­klär­te Lernprogression
5.1.3 Ver­lust der Vor­rei­ter­po­si­ti­on an die „Kul­tur­wis­sen­schaft“, Kampf um Empirie-Leistungen?!
5.1.4 Durch­ar­bei­tung von NS‑Katastrophe und SED-Herrschaft

5.2 „Eigen­bei­trä­ge“
5.2.1 Beson­de­rer Schwer­punkt III: Begriffs­klä­rung „Geschichts­ler­nen“ durch Theo­rie­er­wei­te­rung, Norm­re­fle­xi­on und Praxiserprobung
5.2.1.1 „Ver­söh­nen­der Geschichts­aus­tausch“ als idea­les Ziel und „Para­si­tä­res Fehl­ler­nen“ als dro­hen­de Praxis
5.2.1.2 Abhil­fe durch kon­sti­tu­ti­ve Moral­re­fle­xi­on, Emo­ti­ons­be­ar­bei­tung. Lebens­welt­be­zug und Ästhetikanalyse
5.2.2 „Mixed-Method“-Studie zum „Schul­buch­ge­brauch“ mit ent­täu­schen­den Befunden

6. Stich­jahr 2019/​20: „Rück­schwenk vom Ler­nen zum Leh­ren“ und „offe­ne Zukunfts­fra­gen“ – Gegen­wär­ti­ge Erfah­rung und Ein­schät­zung eines qua­si-fos­si­len Rentners

6.1 „Mei­len­stei­ne“ und „Haupt­de­fi­zi­te“
6.1.1 Bedau­er­li­cher, aber ver­ständ­li­cher Rück­schwenk vom „Ler­nen“ zum „Leh­ren“
6.1.2 E‑Learning im Fach Geschich­te und erneut inten­si­vier­te inter­na­tio­nal-inter­kul­tu­rel­le Zusammenarbeit
6.1.3 Nach­denk­li­che Fragenliste
6.1.4 Kom­pe­tenz­test: Lar­ge-Sca­le-Assess­ment „HiTCH“

6.2 „Eigen­bei­trä­ge“
6.2.1 Wei­te­re Sys­te­ma­ti­sie­rung „nicht-nur-kogni­ti­ver“ Antei­le des Geschichtslernens
6.2.2 Nagel­pro­be: „Gegen­warts­kri­sen – Ori­en­tie­rungs­be­dürf­nis­se – Kompetenzgewinne“

7. Fazit: Ver­such einer Zusam­men­fas­sung und „Syn­the­se“ zu 60 Jahren

7.1 His­to­ri­sie­rung und Phasierung
7.1.1 Trans­for­ma­ti­on der His­to­rie und Kon­sti­tu­ie­rung der Dis­zi­plin Geschichtsdidaktik
7.1.2 Drei Pha­sen von Geschichts­schul­buch, Geschichts­un­ter­richt und Geschichtsdidaktik
7.1.3 Offen­kun­di­ge Ver­bes­se­run­gen und blei­ben­de Sorgen
7.1.4 Anhal­ten­des Miss­ver­hält­nis zur Psychologie

7.2 Geschichts­di­dak­tik und Bildungspolitik
7.2.1 Neue zwin­gen­de Auf­ga­ben im Curriculum
7.1.2 Schwie­ri­ge Rekru­tie­rung von Geschichtsdidaktik-Personal
7.2.3 Nega­tiv und fol­gen­los aus­ge­hen­de Eva­lua­ti­on mecha­ni­scher Massenexperimente
7.2.4 Das Bei­spiel „NS im Rah­men der Welt- und Umwelt­kun­de“ der 6. Klasse

Erwähn­te Lite­ra­tur I: Frem­de Publikationen

Erwähn­te Lite­ra­tur II: Eige­ne Publikationen

Neuer Titel erschienen

Andreas Körber Keine Kommentare

Gera­de ist erschienen:
Titelbild: Tomann/Stach (2021): Historisches Reenactment. Berlin: deGryuter

Dar­in auch:
Kör­ber, Andre­as; Bleer, Anna; Kopisch, Anni­ka; Led­de­rer, Den­nis; Seh­l­mann, Jan Otto Hol­ger (2021): Didak­ti­sche Per­spek­ti­ven auf Ree­nact­ment als Geschichts­sor­te. In: Sabi­ne Stach und Julia­ne Tomann (Hg.): His­to­ri­sches Ree­nact­ment. Ber­lin: deGruy­ter (Medi­en der Geschich­te; 4), S. 97 – 129.
Die­ser Arti­kel ist ein Arbeits­er­geb­nis des Koope­ra­ti­ons­pro­jekts “Tea­ching Staff Resour­ce Cen­ter” mit der Public Histo­ry des Fach­be­reichs Geschich­te (Prof. Dr. Thors­ten Log­ge), kon­kret dem Pro­jekt­se­mi­nar zum Gebrauch von Geschich­te – Muse­um, Denk­mal, Film, Bild und Füh­rung in Get­tys­burg (USA) und Grunwald/​Tannenberg (Polen) 2017 (gemein­sam mit Dr. Sebas­ti­an Kubon, und Dr. Sabi­ne Bam­ber­ger-Stem­mann von der Lan­des­zen­tra­le für Poli­ti­sche Bil­dung Ham­burg, in des­sen Rah­men u.a. eine Hand­rei­chung “Ree­nact­ments erschlie­ßen” ent­stand (Autor*innen: Anna Bleer, Anni­ka Kopisch, Den­nis Led­de­rer, Otto Sehlmann). 

Neuer Handbuchbeitrag

18. April 2021 Andreas Körber Keine Kommentare

gera­de erschienen:

Kör­ber, Andre­as (2021): Kom­pe­tenz­mo­del­le in der Geschichts­di­dak­tik. In: <a href=“https://link.springer.com/referencework/10.1007/978 – 3‑658 – 29673‑5#toc”>Georg Wei­ße­no und Béatri­ce Zieg­ler (Hg.): Hand­buch Geschichts- und Poli­tik­di­dak­tik. Wies­ba­den: Sprin­ger VS</a>, S. 1 – 4 (online-first). DOI: 10.1007/978 – 3‑658 – 29673-5_1‑1; Online ver­füg­bar unter <a href=“https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978‑3 – 658-29673 – 5_1‑1.pdf”>https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978‑3 – 658-29673 – 5_1‑1.pdf</a>

Neuer Aufsatz erschienen

22. September 2020 Andreas Körber Keine Kommentare

Gera­de eben ist erschienen:

Kör­ber, Andre­as; Mey­er-Ham­me, Johan­nes; Houghton, Robert (2021): Lear­ning to Think His­to­ri­cal­ly. Some Theo­re­ti­cal Chal­len­ges when Play­ing the Cru­sa­des. In <a href=“https://www.routledge.com/Playing-the-Crusades-Engaging-the-Crusades-Volume-Five/Houghton/p/book/9780367264413”>Robert Houghton (Ed.): Play­ing the Cru­sa­des. Abing­don: Rout­ledge (Enga­ging the Cru­sa­des, 5), pp. 93 – 110. ISBN 978 – 0‑367 – 26441‑3.</a>

Neuerscheinung: Für ein spezifisch geschichtsdidaktisches und nicht allein auf Unterricht fokussiertes Kompetenzmodell für Geschichtslehrer*innen

09. September 2019 Andreas Körber Keine Kommentare

Gera­de erschie­nen: Heu­er, Chris­ti­an; Kör­ber, Andre­as; Schrei­ber, Wal­traud; Wal­dis, Moni­ka (2019): GeDi­Ko – Pro­fes­si­ons­theo­re­ti­sche Über­le­gun­gen zur Model­lie­rung geschichts­di­dak­ti­scher Kom­pe­ten­zen. In: Zeit­schrift für Geschichts­di­dak­tik (ZfGd) 18, S. 97 – 111.

New Draft on Analysing Monuments with Students

27. August 2019 Andreas Körber Keine Kommentare

This is a new draft of a sug­ges­ti­on for ana­ly­sing monu­ments with stu­dents. Plea­se comment.
August 28th: I added some aspects (in the PDF in green).

2019_​08_​Körber How to Read a Monu­ment as Nar­ra­ti­ve in Class_2-lit.pdf

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Andre­as Kör­ber (Ham­burg)
How to Read a Monu­ment as a Nar­ra­ti­ve in Class – a Sug­ges­ti­on [unfi­nis­hed draft]

I.
The fol­lowing sug­ges­ti­ons for addres­sing monu­ments in histo­ry edu­ca­ti­on are based on a con­cep­ti­on of monu­ments as pro­to- or abbre­via­te nar­ra­ti­ves 1 by a pre­sent actor about a cer­tain past and its rele­van­ce. Even though in many dis­cus­sions about the remo­val of monu­ments, peop­le deplo­re the remo­val of their “past”, 2 what is at sta­ke, is not the past its­elf, but a spe­ci­fic and often pri­vi­le­ged com­mu­ni­ca­ti­on of a cer­tain inter­pre­ta­ti­on of some past con­text, per­so­na­ge or event.
As such, they also address someo­ne (most­ly a spe­ci­fic group) – some­ti­mes expli­ci­tly, some­ti­mes impli­ci­tly only. The­se “addres­sees” need, howe­ver, not be iden­ti­cal with tho­se real­ly explo­ring the monu­ment. But the­se (the actu­al “audi­ence”) will also feel addres­sed, and sin­ce they might (will) be diver­se, in qui­te dif­fe­rent ways. This com­mu­ni­ca­ti­ve shift is far from being an excep­ti­on – it might even be the rule in times of chan­ge and of incre­a­sed diver­si­ty of our socie­ties. Con­si­der, e.g., a monu­ment hai­ling some hero of an impe­ri­al war addres­sing its audi­ence with a refe­rence to “our empi­re” visi­ted by an immi­grant Bri­tish citi­zen. This app­lies not only to monu­ments depic­ting a group’s (e.g. nation’s) “own pri­de and pain” but also to cri­ti­cal memo­ri­als addres­sing a group’s actions in the past which are con­si­de­red as pro­ble­ma­tic (to say the least) in retro­spect. Con­si­der, e.g., Germany’s memo­ri­als at for­mer pla­ces of con­cen­tra­ti­on camps. In most cases, they are cal­led “Gedenk­stät­ten” – “sites of remem­bran­ce”. As such, alrea­dy, they (have to) express their nar­ra­ti­ve logic in diver­se from, given that the socie­ty they address is not only socio­lo­gi­cal­ly and cul­tu­ral­ly diver­se but also with respect to the past they refer to. For sur­vi­vors and depen­dants (of both sur­vi­vors and fatal vic­tims), they are (main­ly) a place of com­me­mo­ra­ti­on their own loss and also vic­tim­hood. In many cases the­se pla­ces tell a sto­ry of “we have this place for remem­be­ring what they (the Ger­mans) have done to us”. But even wit­hin this group, the­re are many who are and still con­si­der them­sel­ves Ger­mans. For them, the nar­ra­ti­ve is qui­te dif­fe­rent. And of cour­se the­re is a dif­fe­rence bet­ween mour­ning a loss and remem­be­ring a sur­vi­val or even own resis­tance. An inscrip­ti­on on the 1965 monu­ment at Neu­en­gam­me Con­cen­tra­ti­on Camp Memo­ri­al in Ham­burg, e.g., rea­ding “Euer Lei­den, Euer Kampf und Euer Tod sol­len nicht ver­ge­bens sein” (“Your Suf­fe­ring, Your Fight and Your Death Shall Not be in Vain”) does pro­mi­n­ent­ly address a group of pri­so­ners who actively resis­ted. But what is more, most of the­se pla­ces respec­tively monu­ments the­re are also known as “Mahn­ma­le”, i.e. “monu­ment” in the lite­ral sen­se of “admo­nis­hing” someo­ne. Who can or should be admo­nis­hed the­re? Refer­ring to the Nazi Cri­mes, they can (and have to) do it in two dif­fe­rent ways: Towards sur­vi­ving vic­tims and their depen­dants they may be read as “Never let that be done unto you again” – but addres­sing the Ger­man socie­ty as such they refer to “Remem­ber” (publicly, that is) “what you have done” (both to “others” and to “some of your own”, that is) – “and make sure that this never hap­pens again”. Ger­mans among the vic­tims of NS-cri­mes (Jewish Ger­mans, Com­mu­nists, Social Demo­crats Jehova’s Wit­nes­ses, and many others), then, will spe­ci­fi­cal­ly have to select (not choo­se) how they are addressed.

Meta­pho­ri­cal­ly, monu­ments don’t cea­se to “speak” if addres­sing a dif­fe­rent audi­ence from what was inten­ded or sup­po­sed. Sin­ce all per­cep­ti­on and ana­ly­sis (“de-construction”1) of a nar­ra­ti­ve also requi­res and implies re-con­struc­ti­ve men­tal pro­ces­ses, the resul­ting nar­ra­ti­ves in diver­se publi­ca will dif­fer, par­ti­al­ly by beco­m­ing more com­plex. Con­si­der the 1925 war monu­ment in front of Hamburg-Altona’s Johan­nis Church: It depicts three medi­eval war­ri­ors with bare chest and lea­ning on a long sword.2 The inscrip­ti­on reads: “Den Gefal­le­nen zum dank­ba­ren Gedächt­nis, den Leben­den zur Mah­nung, den kom­men­den Geschlech­tern zur Nach­ei­fe­rung” (“to the fal­len in gra­te­ful memo­ry, to the living as a remin­der, to the com­ing genera­ti­ons for emu­la­ti­on”). Even though the­re surely are some youths on the right-wing of the poli­ti­cal spec­trum to whom this may appeal, both most of them will have to enga­ge in two­fold inter­pre­ta­ti­on: “Eth­nic” will have to dif­fe­ren­tia­te bet­ween their own posi­ti­on and per­spec­ti­ve and that of the youth in the Wei­mar Repu­blic, in order to reco­gni­ze the mes­sa­ge and to make their own sen­se of it, Ger­mans with what is often ter­med as “migra­to­ry back­ground” will have even more aspects to combine.

All the­se con­si­de­ra­ti­ons also hold true for the “speaker’s posi­ti­on” in a memo­ri­al or monument’s nar­ra­ti­ve: Let’s take the examp­le of Ger­man Con­cen­tra­ti­on Camp memo­ri­als again: Who is it, admo­nis­hing the vic­tims not to be vic­ti­mi­zed again, and (more pro­mi­n­ent­ly) the Ger­mans not to beco­me per­pe­tra­tors again? In fact, one can even detect ano­t­her lay­er in such monu­ments. The fact that (bela­ted­ly enough) the Ger­man socie­ty today desi­gna­tes and sup­ports the­se “Gedenk­stät­ten” (or even hosts them insti­tu­tio­nal­ly) can also be con­si­de­red a mes­sa­ge to both the sur­vi­vors, their depen­dants and to the world at lar­ge: “See and that we address this past” – pos­si­b­ly also with a call for sup­port: “By wit­nessing this com­mit­ment of ours to remem­be­ring this past – help us to resist and even fight ten­den­ci­es to aban­don it and to return to a socio-centric way or com­me­mo­ra­ti­on” again. 3 But is it “the Ger­man Socie­ty” spea­king here – or some spe­ci­fic group (e.g. the government, a poli­ti­cal fac­tion, …) spea­king “for” the Ger­man peop­le or in lieu of? Just like the tar­ge­ted audi­ence of a monu­ment sel­dom­ly is just the one real­ly visi­t­ing it (and try­ing to make sen­se of it), the posi­ti­on of “aut­hor­s­hip” needs to be differentiated.
Given all this, the con­ven­tio­nal ques­ti­ons of (1) who erec­ted a monu­ment (2) to (remem­be­ring) whom, (3) for what pur­po­se, (4) with who­se money, and to what effect (e.g. of app­rai­sal, cri­tique), are still necessa­ry, but need to be complemented.
As a result, a monument’s “mes­sa­ge” or “mea­ning” is neit­her fixed nor arbi­tra­ry, but rather a spec­trum of nar­ra­ti­ve rela­ti­ons bet­ween a ran­ge of perceived-“authors” or ”spea­kers” and a simi­lar ran­ge of tar­ge­ted and fac­tu­al addressees.
Fur­ther­mo­re, their inter­re­la­ti­on is of utmost inte­rest and may stron­gly dif­fer: Does (and if so: in what way) the monu­ments mes­sa­ge imply the aut­hor and the addressee(s) to belong to the same group? It it “intran­si­ti­ve” in that it at least see­min­gly expres­ses the fact of “remem­be­ring” (“We both know that we have know­ledge about this past and we express that it is of impor­t­ance to us”), while in fact it ser­ves eit­her as a tran­si­ti­ve remin­der (“I know that you know, but you must not for­get”) or even as a first-time intro­duc­tion of the addres­see into the sub­ject at hand (which will be the mode in most cases of visi­t­ing monu­ments with stu­dents). So whe­re “remem­be­ring” and even “com­me­mo­ra­ti­on” is sug­gested and meant, “tel­ling” is the fac­tu­al mode.
Fur­ther­mo­re, com­me­mo­ra­ti­ve modes are mani­fold. Monu­ments can not only call for neu­tral “remem­be­ring”, but also for reve­ring or con­dem­ning, for fee­lings (pri­de and pain) – and they can appeal for action, e.g. for fol­lowing an examp­le. In cul­tu­ral­ly diver­se socie­ties, the spe­ci­fic lin­gu­is­tic and artis­tic modes of expres­sing may not be clear to all stu­dents, pos­si­b­ly lea­ding to misun­derstan­dings, but pos­si­b­ly also to iden­ti­fy­ing alter­na­ti­ve rea­dings which are worth considering.

II.
Ano­t­her aspect is cru­cial: In (post-)modern, diver­se and hete­ro­ge­ne­ous socie­ties (at least), it will not suf­fice that each indi­vi­du­al is able to think about the past and its repre­sen­ta­ti­ons in the public sphe­re, to con­si­der the messages and to rela­te to them indi­vi­du­al­ly. The com­mon task of orga­ni­zing a peace­ful and demo­cra­tic life tog­e­ther wit­hin socie­ty as well as in respect to for­eign rela­ti­ons requi­res that the indi­vi­du­al mem­bers of socie­ty do not only sport their own his­to­ri­cal con­scious­ness – pos­si­b­ly dif­fe­rent from that of their neigh­bours, they will have to be able to rela­te to the­se other per­cep­ti­ons, con­cep­tua­li­sa­ti­ons, inter­pre­ta­ti­ons and eva­lua­tions of past and histo­ry and to the appeals they hold for them. In plu­ral socie­ties it is not enough to just know histo­ry yourself and to be able to think his­to­ri­cal­ly – its is para­mount to have at least some insight into the his­to­ri­cal thin­king of others and to be able to com­mu­ni­ca­te about it. This also refers to monu­ments. What is nee­ded is not only know­ledge and insight about some pos­si­ble dif­fe­rent inter­pre­ta­ti­ons (as e.g. exem­pli­fied by clas­si­cal or repre­sen­ta­ti­ve ones taken from lite­ra­tu­re), but also an insight into the actu­al (ongo­ing, pos­si­b­ly still unsu­re, blur­red, unfi­nis­hed) inter­pre­ta­ti­ons of others in one’s one rele­vant con­texts. Lear­ning about histo­ry in inclu­si­ve socie­ties, the­re­fo­re, be they diver­se with regard to cul­tu­ral, social or other dif­fe­ren­tia­ti­ons, requi­res a dimen­si­on of mutua­li­ty, of lear­ning not only about histo­ry and the past, but also about the other mem­bers of socie­ty and their rela­ti­ons to it, the mea­nings it holds for them, their ques­ti­ons, their hypo­the­ses, etc. 4

III.
On the back­drop of all the­se con­si­de­ra­ti­ons, the fol­lowing gui­de­li­ne the­re­fo­re does not ven­ture to help stu­dents to per­cei­ve the “true” “mea­ning” of a monu­ment, but rather to fos­ter com­mu­ni­ca­ti­on about what is per­cei­ved as its “mes­sa­ge” and mea­ning by pos­si­b­ly dif­fe­rent peop­le. Some of the­se per­cep­ti­ons will be affir­med by being shared among several and pos­si­b­ly qui­te dif­fe­rent users, while others might be dif­fe­rent. This, howe­ver, does not necessa­ri­ly ren­der them wrong or non­sen­si­cal (which, they might be, howe­ver). Com­pa­ring dif­fe­rent ans­wers might both shar­pen the individual’s per­cep­ti­on and broa­den it to per­cei­ve rele­van­ce and mea­nings of memo­ri­als to peop­le with dif­fe­rent back­ground, inte­rest, cul­tu­re, inte­rest, and so on. The­se forms of rele­van­ce might (often will) dif­fer from that inten­ded by tho­se who erec­ted the monu­ment. What does that mean? Is a monu­ment dys­func­tio­n­al if peop­le feel addres­sed by it in a way dif­fe­ring from that ori­gi­nal­ly inten­ded? Or does it keep rele­van­ce but chan­ge significance?
The­se ques­ti­ons do not replace but com­ple­ment other approa­ches to ana­ly­sing monu­ments. It might be sen­si­ble, though, to not app­ly them after more direct approa­ches, but to use them as a start, resul­ting in more spe­ci­fic (and pos­si­b­ly also more) of ques­ti­ons to explore.
The ques­ti­ons can be used in dif­fe­rent ways. It will be rather tedious to just ans­wer them one by one – espe­cial­ly inclu­ding all bul­let points. The lat­ter are rather meant as sug­ges­ti­ons for for­mu­la­ting an ans­wer to the main ques­ti­ons abo­ve them.
To work indi­vi­du­al­ly is pos­si­ble, but becau­se of the con­cept exp­lai­ned abo­ve, it might be more fruit­ful to app­ly a “Think-Pair-Share” ‑sys­tem and first work inde­pendent­ly, then com­pa­re sug­ges­ti­ons in small groups in a way which does not only look for com­mon solu­ti­ons, but also explo­res and eva­lua­tes dif­fe­ren­ces, and then share both insights and remai­ning or new­ly ari­sen ques­ti­ons with the who­le group.

Task:
I. Respond to the ques­ti­ons 1 – 6, using the bul­let points below as direc­tions and sug­ges­ti­ons. Try e.g. to com­ple­te the given sen­ten­ces, but for­mu­la­te your own ans­wer to the main ques­ti­ons. If you are unsu­re or have addi­tio­nal ide­as, for­mu­la­te your ques­ti­ons (ins­tead)!
II. Com­pa­re your nots with your partner(s). Don’t stan­dar­di­ze them! Ins­tead: For­mu­la­te (a) a new ver­si­on of tho­se aspects which were simi­lar and (b) on your dif­fe­ren­ces! In what way did/​do you dif­fer? Make a sug­ges­ti­on why that might be! Keep your ori­gi­nal notes! They will be valu­able in fur­ther discussions!
III. Report on your fin­dings from II to your class! Com­pa­re with insights and ques­ti­ons of other groups!

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  1. Com­mu­ni­ca­ti­ve Explicitness:
    In how far does the monu­ment (seem to) …
    • … pre­sent or sug­gest a spe­ci­fic per­son or group in a spea­ker posi­ti­on? (e.g. “We, <…> erec­ted this monument”?)
    • … address a spe­ci­fic person/​group or sug­gests to be direc­ted towards a spe­ci­fic group? (“You, <…>…” /​ “to <…>”) 5
    • … address a third-par­ty as some kind of wit­ness as to the fact of remem­be­ring? 6
    • … refer to some third par­ty as invol­ved in the past which is nar­ra­ted? (e.g. “what they have done to us”)
  2. Nar­ra­ti­ve Explicitness:
    In how far does the monu­ment (seem to) …
    • … pre­sup­po­se that the recipient/​addressee has suf­fi­ci­ent know­ledge about the con­text refer­red to?
    • … expli­ci­tly con­struct a spe­ci­fic con­text (expli­ci­tly tell a story),
    • … rely on a cer­tain amount of com­mon know­ledge of spea­ker and addres­see? 7
    • …intro­du­ce actors, con­texts and events?
    • ?
  3. Transitive/​Intransitive communication:
    In how far does the monu­ment (seem to) …
    • … embrace the recipient/​addressee as a mem­ber of the same group (“we”) as the (pur­por­ted) speaker?
    • … address the recipient/​addressee as a mem­ber of a dif­fe­rent group (“you”) as the (pur­por­ted) speaker?
  4. . “Mono-” or “Hete­rogloss” communication:
    In how far does the monu­ment (seem to) …
    • … embrace the recipient/​addressee as undoub­ted­ly having the same perspective/​sharing the eva­lua­ti­on (“monogloss”)? e.g. by being impli­cit about it,
    • … address the recipient/​addressee as not necessa­ri­ly sharing the same per­spec­ti­ve and eva­lua­ti­on (“hete­rogloss”)? e.g. by being expli­cit in state­ment, eva­lua­ti­on, etc.
  5. Com­mu­ni­ca­ti­ve Intent:
    What is the rela­ti­on of authors’/addressee(s)/third-party’s role in the (proto-)narrated sto­ry?, e.g.
    • Gene­ric
      1. “<…> want(s) <…> to <know/​remember/​acknowledge/​accept/​judge> as <…>”
    • Spe­ci­fic:
      • “’We’ <…> want ‘you’ <…> (and others) to know what ‘we’ <…> have achie­ved!” (as e.g. in “Stran­ger, tell the Spartans …”)
      • “’We’ <…>want ‘us’ <…> to not for­get what ‘we’ <…> have achie­ved!” (as e.g. in Monu­ments to Unification)
      • “’We’ <…> want ‘us’ <…> to not for­get what ‘we’ <…> have cau­sed!” (as e.g. in Ger­man Con­cen­tra­ti­on Camp Memorials)
      • “’We’ <…> want ‘you’ <…> to know that ‘we’ <…> sub­mit our­sel­ves to not forgetting/​remembering!”
      • “’We’ <…> want ‘us’ <…> to not for­get what ‘they’ <…> have done to ‘us’ <…>!”
      • “’’We’ <…> want ‘you’ <…> to know that ‘we’ <…> ack­now­ledge what ‘you’ <…> have done to ‘us’ <…>!”
    • In how far does one (or several) of the fol­lowing forms descri­be the com­mu­ni­ca­ti­ve inten­ti­on of the monument? 
      • to inform, e.g. if it intro­du­ces and details the past inci­dents, con­texts etc.;
      • to con­firm, e.g. if it almost taci­tly – without giving details – refers to a past con­text which both aut­hor and addres­see share know­ledge about; inten­ding to secu­re ack­now­led­ge­ment of factuality;
      • to com­me­mo­ra­te, e.g. if it almost taci­tly – without giving details – refers to a past con­text which both aut­hor and addres­see share know­ledge about, inten­ding to express a cer­tain evaluation;
      • to mourn, e.g. if it refers to a past con­text which both aut­hor and addres­see share know­ledge about, inten­ding to express a fee­ling of loss of someone/​something valued);
      • to remind, e.g. if it refers to a past con­text which both aut­hor and addres­see should share know­ledge about, inten­ding to 
        • pre­vent forgetting;
        • secu­re a cer­tain eva­lua­ti­on which is sup­po­sed to have been shared before?
        • appeal, e.g. if it asks (invites?/requests?/summons?) the recipient/​addressee to feel/​identify/​act in a cer­tain way, e.g. by 
          • refer­ring to (a) person(s) as respon­si­ble for some­thing, admo­nis­hing the addres­see to eva­lua­te this/​these per­sons in a cer­tain way, but not to fol­low her/​his examp­le, either
          • heroi­zing: pre­sen­ting (a) person(s) as respon­si­ble for a spe­cial achie­ve­ment and the­re­fo­re to be revered;
          • giving thanks: pre­sen­ting (a) person(s) as respon­si­ble for a spe­cial achie­ve­ment and expres­sing gratitude;
          • con­dem­ning: pre­sen­ting (a) person(s) as respon­si­ble for a spe­cial achie­ve­ment and the­re­fo­re to be condemned;
          • to pre­sent examp­les /​ role models, e.g. if it by pres­ents (a) person(s) as respon­si­ble for some­thing and addres­ses the recipient/​addressee as pos­si­b­ly being in a simi­lar posi­ti­on and having simi­lar capa­ci­ties, urging her/​him either 
            • to fol­low the examp­le (e.g. of taking action, of resisting);
            • to not fol­low the examp­le (e.g. of going along …);
          • to express gra­ti­tu­de, e.g. if it pres­ents the addres­see and/​or his group as respon­si­ble for some­thing good, expres­sing gratitude;
          • to accu­se, e.g. if it pres­ents the addres­see and/​or his group as respon­si­ble for some­thing bad, expres­sing contempt;
    • other (spe­ci­fy) …
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      Refe­ren­ces
      • “Gemüts­zu­stand eines total besieg­ten Vol­kes”. Höcke-Rede im Wort­laut. Nach dem Tran­skript von Kon­stan­tin Nowotny (2017). In Der Tages­spie­gel, 1/​19/​2017. Avail­ab­le online at https://​www​.tages​spie​gel​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​h​o​e​c​k​e​-​r​e​d​e​-​i​m​-​w​o​r​t​l​a​u​t​-​g​e​m​u​e​t​s​z​u​s​t​a​n​d​-​e​i​n​e​s​-​t​o​t​a​l​-​b​e​s​i​e​g​t​e​n​-​v​o​l​k​e​s​/​1​9​2​7​3​5​1​8​-​a​l​l​.​h​tml, che­cked on 3/​14/​2019.
      • Kör­ber, Andre­as (2014): His­to­ri­cal Thin­king and His­to­ri­cal Com­pe­ten­ci­es as Didac­tic Core Con­cepts. In Hel­le Bje­rg, Andre­as Kör­ber, Clau­dia Lenz, Oli­ver von Wro­chem (Eds.): Tea­ching his­to­ri­cal memo­ries in an inter­cul­tu­ral per­spec­ti­ve. Con­cepts and methods : expe­ri­en­ces and results from the Tea­c­Mem pro­ject. 1st ed. Ber­lin: Metro­pol Ver­lag (Rei­he Neu­en­gam­mer Kol­lo­qui­en, Bd. 4), pp. 69 – 96.
      • Kör­ber, Andre­as (2015): His­to­ri­cal con­scious­ness, his­to­ri­cal com­pe­ten­ci­es – and bey­ond? Some con­cep­tu­al deve­lo­p­ment wit­hin Ger­man histo­ry didac­tics. Avail­ab­le online at http://​www​.pedocs​.de/​v​o​l​l​t​e​x​t​e​/​2​0​1​5​/​1​0​8​1​1​/​p​d​f​/​K​o​e​r​b​e​r​_​2​0​1​5​_​D​e​v​e​l​o​p​m​e​n​t​_​G​e​r​m​a​n​_​H​i​s​t​o​r​y​_​D​i​d​a​c​t​i​c​s​.​pdf.
      • Kör­ber, Andre­as (2019; in print): Inklu­si­ve Geschichts­kul­tur — Bestim­mungs­fak­to­ren und Ansprü­che. In Sebas­ti­an Barsch, Bet­ti­na Degner, Chris­toph Küh­ber­ger, Mar­tin Lücke (Eds.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Ver­lag, pp. 250 – 258.
      • Kör­ber, Andre­as (2019; unpubl.): Geschichts­ler­nen in der Migra­ti­ons­ge­sell­schaft. Sich in und durch Kon­tro­ver­sen zeit­lich ori­en­tie­ren ler­nen. deut­lich über­ar­bei­te­ter Vor­trag; unpu­bli­ziert. Geschich­ten in Bewe­gung“. Uni­ver­si­tät Pader­born. Pader­born, 6/​14/​2019.
      • Kör­ber, Andre­as; Schrei­ber, Wal­traud; Schö­ner, Alex­an­der (Eds.) (2007): Kom­pe­ten­zen his­to­ri­schen Den­kens. Ein Struk­tur­mo­dell als Bei­trag zur Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung in der Geschichts­di­dak­tik. Neu­ried: Ars Una Ver­lags-Gesell­schaft (Kom­pe­ten­zen, 2).
      • Léves­que, Sté­pha­ne (2018): Remo­ving the “Past”. Deba­tes Over Offi­cial Sites of Memo­ry. In Public Histo­ry Wee­kly 2018 (29). DOI: 10.1515/phw-2018 – 12570.
      • Rüsen, Jörn; Fröh­lich, Klaus; Horst­köt­ter, Hubert; Schmidt, Hans Gün­ther (1991): Unter­su­chun­gen zum Geschichts­be­wußt­sein von Abitu­ri­en­ten im Ruhr­ge­biet. Empi­ri­sche Befun­de einer quan­ti­ta­ti­ven Pilot­stu­die. In Bodo von Bor­ries (Ed.): Geschichts­be­wusst­sein empi­risch. Pfaf­fen­wei­ler: Cen­tau­rus (Geschichts­di­dak­tik : […], Stu­di­en, Mate­ria­li­en, [N.F.], Bd. 7), pp. 221 – 344.
      • Zio­gas, Ioan­nis (2014): Spar­se Spar­tan Ver­se. Fil­ling Gaps in the Ther­mo­py­lae Epi­gram. In Ramus 43 (2), pp. 115 – 133. DOI: 10.1017/rmu.2014.10.
Anmer­kun­gen /​ Refe­ren­ces
  1. Cf. Rüsen et al. 1991, 230f. Cf. also my com­ment on Léves­que 2018, ibid. []
  2. Cf. Léves­que 2018.[]
  3. That this dan­ger is far from being hypo­the­ti­cal can be seen in the light of a speech by the right-wing (AFD)-politician Björn Höcke in Dres­den on 18 Janu­a­ry 2017, whe­re he cal­led for a “U‑turn” in Ger­man memo­ry cul­tu­re, giving up the poli­tics of “Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung”. In the same speech, he reproa­ched to the Ber­lin Memo­ri­al to the Mur­de­red Jews of Euro­pe (the “Holo­caust-Memo­ri­al”) as a “monu­ment of shame”, which of cour­se it is, but in a dif­fe­rent sen­se: What Höcke meant is a “shame­ful” monu­ment, but for the cur­rent Ger­man memo­ri­al cul­tu­re he atta­cked, to address one’s own (in group’s) “crime and shame” is not­hing shame­ful, but a neces­si­ty. Cf. the docu­men­ta­ti­on of the speech in “Gemüts­zu­stand eines total besieg­ten Vol­kes” 2017 (as of 28.8.2019). Any sen­se of pri­de, howe­ver, based on the deve­lo­p­ment of this “cri­ti­cal” and even “nega­ti­ve” memo­ry cul­tu­re would be at least pro­ble­ma­tic – it would under­mi­ne the mind-set. The ques­ti­on remains of how to address this as an achie­ve­ment without resor­ting to con­cepts of “pri­de”.[]
  4. Cf. on the con­cept of inclu­si­ve histo­ry cul­tu­re: Kör­ber 2019; i. Dr.. Kör­ber 2019.[]
  5. As e.g. in a Ham­burg monu­ment com­me­mo­ra­ting the town’s dead of WW1: “Vier­zig Tau­send Söh­ne der Stadt lie­ßen ihr Leben für Euch” (“For­ty Thousand Sons of [our] Town Gave Their Lives for You”).[]
  6. As e.g. in the ver­se of Simo­n­i­des of Ceos (556 – 468 BCE) on the Spar­tan defen­ders at the Ther­mo­py­lae, which Hero­do­tus (VII, 228) reports to have been erec­ted on the spot: “Oh stran­ger, tell the Lace­da­e­mo­ni­ans that we lie here, obedient to their words.” (transl. by Ioan­nis Zio­gas). The ori­gi­nal did not sur­vi­ve, but in 1955 a modern pla­te was erec­ted bea­ring the Greek text again. For this and dif­fe­rent trans­la­ti­ons of the inscrip­ti­on see the Eng­lish Wiki­pe­dia-arti­cle: https://​en​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​B​a​t​t​l​e​_​o​f​_​T​h​e​r​m​o​p​y​l​a​e​#​E​p​i​t​a​p​h​_​o​f​_​S​i​m​o​n​i​des (as of 27/​8/​2019). For a dis­cus­sion of the wor­d­ing see Zio­gas 2014.[]
  7. A monu­ment in Oslo, on the pre­mi­ses of Åkers­hus Slot, near the Nor­we­gi­an muse­um of resis­tance against Ger­man Occup­a­ti­on in WW2 (the Muse­um), e.g. sta­tes „de kjem­pet de falt – de gav oss alt“ (liter­al­ly: „They fought, they fell – they gave us ever­ything“), or rather: „they gave (sacri­fi­ced) ever­ything for us.“ Even though the monu­ment depicts tools and devices which can be used in resis­tance ope­ra­ti­ons, the monu­ment clear­ly requi­res know­ledge of the who­le con­text of Nor­we­gi­an resis­tance. Kör­ber 2014, p. 87.[]
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