Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik / History Education, Universität Hamburg

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Korrektur eines Missverstehens

16. Dezember 2021 Andreas Körber Keine Kommentare

In sei­nem jüngs­ten Buch “Auf­ga­ben­kul­tur im Geschichts­un­ter­richt” 1 ver­weist Manu­el Kös­ter auch auf den von uns (v.a. Hei­ke Bor­muth, auch Patri­zia Sei­del und mir) ent­wi­ckel­ten Ansatz zur zwei­sei­ti­gen Auf­ga­ben­dia­gnos­tik 2 Er refe­riert kor­rekt, dass dabei das resul­tie­ren­de Anfor­de­rungs­pro­fil einer Auf­ga­be “in einem zwei­ten Schritt” mit einem Fähig­keits­pro­fil der Klas­se abge­gli­chen wer­den sol­le und urteilt, damit wür­den “jedoch über­in­di­vi­du­el­le Unter­schie­de ein­ge­eb­net und die Auf­ga­ben­schwie­rig­keit auf einen fik­ti­ven ‘Norm­schü­ler’ zuge­schnit­ten.” (S. 49)
Das ver­kennt den Ansatz fun­da­men­tal. Das Fähig­keits­pro­fil der Lern­grup­pe soll gera­de nicht jeweils nur für jede Dimen­si­on einen Wert dür die gan­ze Klas­se aus­wei­sen (dann hät­te er Recht), son­dern viel­mehr für jede Dimen­si­on die Band­brei­te nied­rigs­ter, durch­schnitt­li­cher und höchs­ter Aus­prä­gun­gen erfas­sen und so gera­de nicht einen “Norm­schü­ler” zum Maß­stab neh­men (das wür­de der gan­zen vor­an­ge­hen­den Argu­men­ta­ti­on in die­sem Auf­satz und den kor­re­spon­die­ren­den Über­le­gun­gen zum inklu­si­ven Geschichts­ler­nen 3 wider­spre­chen, son­dern es ermög­li­chen eine nach Dimen­sio­nen unter­schied­li­che Dif­fe­ren­zie­rung der Auf­ga­ben­an­for­de­run­gen durch unter­stüt­zen­de und/​oder her­aus­for­dern­de Scaf­folds ermög­li­chen 4. Die Erstel­lung der Fähig­kei­ten­pro­fi­le soll denn auch gera­de nicht ohne kon­kre­te Anwei­sun­gen, son­dern auf der Basis zwar erfah­rungs­ba­sier­ter Kennt­nis der Lern­grup­pe, wohl aber anhand einer gan­zen Bat­te­rie von Leit­fra­gen ein­ge­schätzt wer­den. Vgl. dazu hier.

Anmer­kun­gen /​ Refe­ren­ces
  1. Kös­ter, Manu­el (2021): Auf­ga­ben­kul­tur im Geschichts­un­ter­richt. 1. Aufl.; Frank­furt am Main: Wochen­schau Ver­lag (Metho­den his­to­ri­schen Ler­nens).[]
  2. Bor­muth, Hei­ke; Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk (2020): Inklu­si­ve Dia­gnos­tik. Ein Werk­zeug zur Pla­nung inklu­si­ven (Geschichts-)Unterrichts. In: Sebas­ti­an Barsch, Bet­ti­na Degner, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Inklu­si­ve Geschichts­di­dak­tik. Frankfurt/​Main: Wochen­schau (Wochen­schau Geschich­te), S. 338 – 349; v gl. auch hier https://​his​to​risch​den​ken​ler​nen​.blogs​.uni​-ham​burg​.de/​i​n​k​l​u​s​i​o​n​-​w​a​h​r​n​e​h​m​u​n​g​-​v​o​n​-​l​e​r​n​e​n​d​e​n​-​u​n​d​-​i​h​r​e​n​-​s​t​a​e​r​k​e​n​-​u​n​d​-​s​c​h​w​a​e​c​h​e​n​-​e​i​n​e​-​g​r​a​p​h​i​s​c​h​e​-​u​m​s​e​t​z​u​n​g​/​?​p​r​e​v​i​e​w​_​i​d​=​3​5​6​8​&​p​r​e​v​i​e​w​_​n​o​n​c​e​=​2​0​7​d​4​a​3​7​0​3​&​p​o​s​t​_​f​o​r​m​a​t​=​s​t​a​n​d​a​r​d​&​_​t​h​u​m​b​n​a​i​l​_​i​d​=​-​1​&​p​r​e​v​i​e​w​=​t​rue[]
  3. Kör­ber, Andre­as (2020): Inklu­si­ve Geschichts­kul­tur — Bestim­mungs­fak­to­ren und Ansprü­che. In: Sebas­ti­an Barsch, Bet­ti­na Degner, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Inklu­si­ve Geschichts­di­dak­tik. Frankfurt/​Main: Wochen­schau (Wochen­schau Geschich­te), S. 250 – 258.[]
  4. vgl. auch Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk; Bor­muth, Hei­ke (2020): Inklu­si­ves Geschichts­ler­nen via Scaf­fol­ding von Auf­ga­ben. In: Sebas­ti­an Barsch, Bet­ti­na Degner, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Inklu­si­ve Geschichts­di­dak­tik. Frankfurt/​Main: Wochen­schau (Wochen­schau Geschich­te), S. 405 – 423.[]
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Gerade erschienen: Inklusive Diagnostik

28. Januar 2020 Andreas Körber Keine Kommentare

Bor­muth, Hei­ke; Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk (2020): Inklu­si­ve Dia­gnos­tik. Ein Werk­zeug zur Pla­nung inklu­si­ven (Geschichts-)Unterrichts. In: Sebas­ti­an Barsch, Bet­ti­na Degner, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Inklu­si­ve Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt: Wochen­schau Ver­lag (Wochen­schau Wis­sen­schaft), S. 338 – 349.

gerade erschienen: Literatur zu inklusivem Geschichtslernen

Andreas Körber Keine Kommentare

Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk; Bor­muth, Hei­ke (2020): Inklu­si­ves Geschichts­ler­nen via Scaf­fol­ding von Auf­ga­ben. In: Sebas­ti­an Barsch, Bet­ti­na Degner, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Inklu­si­ve Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt: Wochen­schau Ver­lag (Wochen­schau Wis­sen­schaft), S. 405 – 423.

Gerade erschienen: Literatur zu inklusivem Geschichtslernen

Andreas Körber Keine Kommentare

Gera­de ist erschie­nen der Sammelband:

Barsch, Sebas­ti­an; Degner, Bet­ti­na; Küh­ber­ger, Chris­toph; Lücke, Mar­tin (Hg.) (2020): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Inklu­si­ve Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt: Wochen­schau Ver­lag (Wochen­schau Wissenschaft).

  • Kör­ber, Andre­as (2020): Inklu­si­ve Geschichts­kul­tur — Bestim­mungs­fak­to­ren und Ansprü­che, S. 250 – 258.
  • Bor­muth, Hei­ke; Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk (2020): Inklu­si­ve Dia­gnos­tik. Ein Werk­zeug zur Pla­nung inklu­si­ven (Geschichts-)Unterrichts, S. 338 – 349.
  • Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk; Bor­muth, Hei­ke (2020): Inklu­si­ves Geschichts­ler­nen via Scaf­fol­ding von Auf­ga­ben, S. 405 – 423.

Vorankündigung: Literatur zu inklusivem Geschichtslernen

12. März 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

von den Her­aus­ge­bern ange­nom­men wur­den für einen Sam­mel­band über Diver­si­tät im Geschichts­ler­nen fol­gen­de Beiträge:

  • Kör­ber, Andre­as (2019; in Vorb.): Inklu­si­ve Geschichts­kul­tur — Bestim­mungs­fak­to­ren und Ansprü­che. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.
  • Bor­muth, Hei­ke; Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk (2019; in Vorb.): Inklu­si­ve Dia­gnos­tik. Ein Werk­zeug zur Pla­nung inklu­si­ven (Geschichts-)Unterrichts. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.
  • Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk; Bor­muth, Hei­ke (2019; in Vorb.): Inklu­si­ves Geschichts­ler­nen via Scaf­fol­ding von Auf­ga­ben. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.

Vorankündigung: Literatur zu inklusivem Geschichtslernen

Andreas Körber Keine Kommentare

von den Her­aus­ge­bern ange­nom­men wur­den für einen Sam­mel­band über Diver­si­tät im Geschichts­ler­nen fol­gen­de Beiträge:

  • Kör­ber, Andre­as (2019; in Vorb.): Inklu­si­ve Geschichts­kul­tur — Bestim­mungs­fak­to­ren und Ansprü­che. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.
  • Bor­muth, Hei­ke; Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk (2019; in Vorb.): Inklu­si­ve Dia­gnos­tik. Ein Werk­zeug zur Pla­nung inklu­si­ven (Geschichts-)Unterrichts. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.
  • Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk; Bor­muth, Hei­ke (2019; in Vorb.): Inklu­si­ves Geschichts­ler­nen via Scaf­fol­ding von Auf­ga­ben. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.

Vorankündigung: Literatur zu Inklusivem Geschichtslernen

Andreas Körber Keine Kommentare

von den Her­aus­ge­bern ange­nom­men wur­den für einen Sam­mel­band über Diver­si­tät im Geschichts­ler­nen fol­gen­de Beiträge:

  • Kör­ber, Andre­as (2019; in Vorb.): Inklu­si­ve Geschichts­kul­tur — Bestim­mungs­fak­to­ren und Ansprü­che. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.
  • Bor­muth, Hei­ke; Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk (2019; in Vorb.): Inklu­si­ve Dia­gnos­tik. Ein Werk­zeug zur Pla­nung inklu­si­ven (Geschichts-)Unterrichts. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.
  • Kör­ber, Andre­as; Seidl, Patri­zia; Witt, Dirk; Bor­muth, Hei­ke (2019; in Vorb.): Inklu­si­ves Geschichts­ler­nen via Scaf­fol­ding von Auf­ga­ben. In: Bet­ti­na Ala­vi, Sebas­ti­an Barsch, Chris­toph Küh­ber­ger und Mar­tin Lücke (Hg.): Hand­buch Diver­si­tät im Geschichts­un­ter­richt. Zugän­ge einer inklu­si­ven Geschichts­di­dak­tik. Frank­furt am Main: Wochen­schau Verlag.

Die Hamburger Geschichtsdidaktik gestaltet Chancen

01. März 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Vom 19. bis zum 20. Febru­ar fand an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dort­mund unter dem Titel „CHAN­cen GEstal­ten. Inklu­si­ons­ori­en­tie­rung in der Leh­rer­bil­dung als Impuls für Ent­wick­lungs­pro­zes­se in Hoch­schu­len“ der dies­jäh­ri­ge Pro­gramm­work­shop der ver­schie­de­nen Pro­jek­te der „Qua­li­täts­of­fen­si­ve Leh­rer­bil­dung“ statt. Im Zuge des­sen waren auch Geschichts­di­dak­ti­ker der Uni­ver­si­tät Ham­burg als Ver­tre­ter für das Pro­jekt Pro­fa­Le (Hand­lungs­feld 3: Inklu­si­on) ein­ge­la­den wor­den, gemein­sam mit Dort­mun­der Kol­le­gen vom dor­ti­gen Pro­jekt “DoPro­fil” den Work­shop „Uni­ver­sal Design for Lear­ning – Aus­ge­wähl­te Bei­spie­le zur Arbeit mit dem UDL-Kon­zept im Lehr­amts­stu­di­en­gang oder in den Lehr­ver­an­stal­tun­gen“ zu gestalten.
Pro­fes­sor Dr. Andre­as Kör­ber und Dr. Hei­ke Bor­muth star­te­ten ihren Bei­trag „Scaf­folds im inklu­si­ven Geschichts­un­ter­richt“ mit einer Ein­füh­rung in die Ebe­nen und Inhal­te des Begriffs der ‚Inklu­si­ven Gesell­schaft‘ sowie der Dar­stel­lung der Rück­bin­dung und Ansprü­che die­ser Gesell­schaft an ‚Geschichts­kul­tur‘ und ‚Geschichts­ler­nen‘. Als Aus­gangs­punkt, um eine der zen­tra­len For­de­run­gen nach einer aner­ken­nen­den, gleich­be­rech­tig­ten, sinn­bil­den­den per­sön­li­chen und the­ma­ti­schen Teil­ha­be aller an Geschich­te umzu­set­zen, rück­ten in der Fol­ge die Auf­ga­ben­kul­tur und ins­be­son­de­re die his­to­ri­schen Lern­auf­ga­ben in den Blick. Seit gerau­mer Zeit wer­den in die­sem Bereich immer deut­li­cher die soge­nann­ten Scaf­folds – sowohl in unter­stüt­zen­der als auch her­aus­for­dern­der Wei­se –als Grund­la­ge der Ermög­li­chung der Arbeit an einem gemein­sa­men his­to­ri­schen Gegen­stand oder Pro­blem und des Pro­zes­ses geschicht­li­chen Den­kens wahr­ge­nom­men. Die Vor­stel­lung einer mög­li­chen Struk­tu­rie­rungs­wei­se für sol­che Scaf­folds bil­de­te als eine spe­zi­fi­sche Form der Umset­zung sodann den inhalt­li­chen Anschluss zum UDL-Prinzip.
Den Kern des Work­shops bil­de­te die Vor­stel­lung eines Werk­zeugs zur zwei­sei­ti­gen Dia­gnos­tik, wel­ches der­zeit an der Uni­ver­si­tät ent­wi­ckelt wird. Um in einer sinn­vol­len Wei­se wirk­sam zu sein, müs­sen Scaf­folds grund­sätz­lich der Auf­ga­ben­si­tua­ti­on und dem kon­kret vor­han­de­nen Bedarf der Ler­nen­den ent­spre­chen, sie dür­fen dabei jedoch nie durch eine stig­ma­ti­sie­ren­de Zuwei­sung sepa­rie­rend wir­kend. Um nun der Her­aus­for­de­rung, den Bedarf in einer Lern­grup­pe zu erfas­sen ohne eine dif­fe­ren­zie­ren­de Zuschrei­bun­gen vor­zu­neh­men, gerecht zu wer­den, wur­den für das Dia­gno­se-Werk­zeug eine Rei­he von 27 fach­di­dak­ti­schen und all­ge­mein sowie för­der­päd­ago­gi­schen Kri­te­ri­en ent­wi­ckelt. Die­se wer­den par­al­lel sowohl an die Lern­auf­ga­ben ange­legt, wo sie die Anfor­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen an die Ler­nen­den sicht­bar machen, als auch an die Gesamt­heit der Lern­grup­pe, in der sie für die­se jewei­li­gen Kri­te­ri­en – anstatt für ein­zel­ne Ler­nen­de – die gerings­te, gän­gigs­te und stärks­te vor­han­de­ne Aus­prä­gung der Fähig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten dar­le­gen. Die Kor­re­la­ti­on der bei­den Mes­sun­gen zeigt im Anschluss auf, an wel­cher kon­kre­ten Stel­le her­aus­for­dern­de oder unter­stüt­zen­de Scaf­folds vor­zu­be­rei­ten sind und wel­che Funk­tio­nen sie haben soll­ten. Kör­ber und Bor­muth ver­deut­lich­ten die Funk­ti­ons­wei­se des Werk­zeu­ges noch­mals genau­er, anhand zwei­er Auf­ga­ben­bei­spie­le zu den The­men Kolo­ni­al­be­zie­hun­gen zwi­schen Por­tu­gal und Chi­na sowie Kin­der­ar­beit in der indus­tri­el­len Revolution.
Es folg­te eine abschlie­ßen­de und frucht­ba­re Dis­kus­si­on aller Work­shop-Bei­trä­ge, in wel­cher das Ham­bur­ger Werk­zeug posi­ti­ven Wie­der­hall fand und in der ins­be­son­de­re die Dia­gnos­tik als Chan­ce unter der vor­ge­stell­ten Her­an­ge­hens­wei­se her­vor­ge­ho­ben wurde.

Hei­ke Bor­muth, Andre­as Körber

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