Hamburger Lehrpreis für zwei Mitglieder des Arbeitsbereichs Geschichtsdidaktik: Jan Albroscheit und Dr. Johannes Meyer-Hamme für ihre innovative und praxisnahe Lehre geehrt.

Den „Hamburger Lehrpreis“ der Behörde für Wissenschaft und Forschung (BWF) für die Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft haben in diesem Jahr zwei Lehrende aus dem Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik erhalten. Jan Albroscheit, Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Lehre, und Dr. Johannes Meyer-Hamme, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, teilen sich die Auszeichnung für ihr gemeinsames M.Ed.-Seminar „41-65.206 MA ED Seminar: Geschichte; Projektwerkstatt zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten„, in welchem sie mit Studierenden die Lernkonzepte und -prozesse beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (ausgerichtet von der Körber-Stiftung) erkundeten und dazu sowohl mit Schulen und Schülern (als Teilnehmern) sowie Lehrerinnen und Lehrern (als Tutoren), aber auch Organisatoren und weiteren Gästen zusammenarbeiteten. Auf dieser Basis erstellten die Studierenden das Grundkonzept für eine didaktisch modernisierte Form des Arbeitsleitfadens für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum Abschluss des Seminars in der Körber-Stiftung vorgestellt wurde.

Die Ehrung wurde im Rahmen einer Feierstunde am 3. Juli 2013 von der Wissenschaftssenatorin, Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt, verliehen.

In ihrer Begründung für die Auswahl der Preisträger heißt es:

„Den Lehrpreis für die Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie undBewegungswissenschaften der Universität erhalten zu gleichen Teilen Herr  Jan Albroscheit und Herr Dr. Johannes Meyer Hamme (beide Erziehungswissenschaft). Damit wird ihre Arbeit für das Seminar im Lehramtsstudiengang Master of Education mit dem Titel „Geschichte; Projektwerkstatt zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten“ gewürdigt. Dieses Seminar wurde in Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung durchgeführt, die den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten organisiert. Die Studierenden loben das Seminar als besonders motivierend, beeindruckend innovativ und fachlich auf hohem Niveau. Zitat: ‚Das beste Seminar unserer gesamten Studienzeit.'“ (Mitteilung auf den Seiten der Wissenschaftsbehörde).

Der Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik ist stolz auf diese Ehrung zweier seiner Mitglieder und gratuliert besonderz herzlich!

Andreas Körber

Vortrag zur Kompetenzorientierung am Studienseminar Lüneburg

Körber, Andreas (24. 6. 2013): “Kompetenzorientierung im Fach Geschichte. Kritik — Begründung — Herausforderung”. Vortrag auf dem Studientag “Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht und Referendarsausbildung nach APVO” am 24. 6. 2013 im Studienseminar Lüneburg für das Lehramt an Gymnasien.

Körber, Andreas (24. 6. 2013): “Kompetenzorientierung im Fach Geschichte. Kritik — Begründung — Herausforderung”. Vortrag auf dem Studientag “Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht und Referendarsausbildung nach APVO” am 24. 6. 2013 im Studienseminar Lüneburg für das Lehramt an Gymnasien.

Forschungsprojekt "HITCH — Entwicklung eines historischen Kompetenztests für Large-Scale-Assessments"

HITCH – Entwicklung eines historischen Kompetenztests für Large-Scale-Assessments

Was soll man im Geschichtsunterricht lernen? Das Fach Geschichte soll nicht eine Ansammlung von Daten und Fakten vermitteln, sondern den Schülerinnen und Schülern eine historisch fundierte Orientierung für die Zukunft vermitteln. Um sich in der heutigen pluralen und sich wandelnden Welt zurecht zu finden, sollten Schülerinnen und Schüler zum einen die identitätsstiftenden Orientierungsangebote einer Gesellschaft kennen, zum anderen aber über  Kompetenzen historischen Denkens verfügen, um sich mit immer neuen historischen Fragen und ihrer Bedeutung für Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen zu können. Die Fachdidaktik Geschichte ist sich einig, dass der Unterricht historische Kompetenzen fördern will, hat aber noch keine Rückmeldung darüber, inwiefern dies gelingt. An großen empirischen Studien wie z.B. PISA war das Fach Geschichte bisher nicht beteiligt, nicht zuletzt da systematische Untersuchungen darüber, wie sich historische Kompetenzen mit einem standardisierten Test erfassen lassen, noch nicht vorhanden sind. Ziel des Projekts Ausgehend von einem konzeptuellen Modell historischer Kompetenzen, das von den Projektpartnern entwickelt und in der Fachdidaktik Geschichte weitgehend anerkannt wird, soll ein historischer Kompetenztest entwickelt werden. In enger Abstimmung mit Geschichtslehrern und in der wiederholten Rückbindung an die schulische Praxis werden für die Schule relevante Aufgaben entwickelt, die in aufeinander folgenden Teilstudien von Schülerinnen und Schülern  bearbeitet werden.  Auf Grundlage vielfältiger Analysen werden die Aufgaben sukzessive verbessert.  Ziel des Projekts ist es, einen Test für den Einsatz in groß angelegten Studien zu entwickeln, mit dem gemessen werden kann, inwiefern Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe I über die Kompetenz „how to think history“ verfügen.   Projektkooperation

Assoziationen:

Projektförderung BMBF: Förderung von Forschungsvorhaben in Ankopplung an Large-Scale-Assessments: LSA006 Laufzeit: 1.4.2012-31.3.2015

Vortrag in Legon (Ghana)

Körber, Andreas (5. 3. 2013): “Modernizing History Teaching in Germany and beyond? Or: What History Teaching was, is, and could be in a framework of new challenges – a German Perspective.” Lecture at the Historical Institute of the University of Ghana at Legon (Ghana) on March 5th, 2013.

Körber, Andreas (5. 3. 2013): “Modernizing History Teaching in Germany and beyond? Or: What History Teaching was, is, and could be in a framework of new challenges – a German Perspective.” Lecture at the Historical Institute of the University of Ghana at Legon (Ghana) on March 5th, 2013.

"Neue Ideen für den Geschichtswettbewerb"

… unter dieser Überschrift berichtet die Körber-Stiftung auf ihrer Webseite über die in ihren Räumen veranstaltete Abschlussitzung eines M.Ed.-Seminars des AB Geschichtsdidaktik (angeboten von Dr. Johannes Meyer-Hamme und Jan Albroscheit), in welchem sich Studierende mit dem Projektlernen im Rahmen des Geschichtswettbewerbs der Körber-Stiftung auseinandersetzten und — ganz im Sinne der Projektmethode — dies nicht nur theoretisch und in der Anschauung getan haben, sondern die Arbeitsblätter und Leitfäden, mit denen Tutor(inn)en und Teilnehmer(inn)en auf die Möglichkeiten und Herausforderungen des Projektlernens eingestimmt und vorbereitet werden, unter die Lupe genommen und Vorschläge für eine Überarbeitung unterbreitet.

Artikel zur kompetenztheoretischen Interpretation einer Unterrichtsstunde

Körber, Andreas (2012): “‘Putsch’ und ‘Revolution’ – Begriffe als Voraussetzung und Gegenstand historischen Lernens. Versuch einer kompetenztheoretischen Interpretation.” In: Meyer-Hamme, Johannes; Thünemann, Holger; Zülsdorf-Kersting, Meik (Hgg.; 2012): Was heißt Guter Geschichtsunterricht. Perspektiven im Vergleich. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag (Guter Geschichtsunterricht; Bd. 1); ISBN: 9783899747775, S. 95-106.

Im Sammelband Was ist Guter Geschichtsunterricht der Kollegen Meyer-Hamme, Thünemann und Zülsdorf-Kersting wird eine Unterrichtsstunde von Fachdidaktikern und Praktikern aus unterschiedlichen Perspektiven interpretiert. Ich habe eine Interpretation auf der Basis des FUER-Kompetenzmodells beigetragen mit dem Fokus auf Förderung der Sachkompetenz.

Körber, Andreas (2012): “‘Putsch’ und ‘Revolution’ – Begriffe als Voraussetzung und Gegenstand historischen Lernens. Versuch einer kompetenztheoretischen Interpretation.” In: Meyer-Hamme, Johannes; Thünemann, Holger; Zülsdorf-Kersting, Meik (Hgg.; 2012): Was heißt Guter Geschichtsunterricht. Perspektiven im Vergleich. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag (Guter Geschichtsunterricht; Bd. 1); ISBN: 9783899747775, S. 95-106.

Beitrag zur Kompetenzorientierung in den Richtlinien zweier Bundesländer

Körber, Andreas (2012 [2010]): „Kompetenzorientiertes Geschichtslernen in Hamburg und Niedersachsen? Zwei Wege der Richtlinien-‘Innovation’“. In: PeDOCS (http://www.pedocs.de/volltexte/2012/5850). 34 S.; (urn:nbn:de:0111-opus-58504).

Der folgende Artikel war vorgesehen für: Geschichte und Politik in der Schule 45 (2010). Das Heft nie erschienen ist, ist der Text nun über peDocs verfügbar:

Körber, Andreas (2012 [2010]): „Kompetenzorientiertes Geschichtslernen in Hamburg und Niedersachsen? Zwei Wege der Richtlinien-‘Innovation’“. In: PeDOCS (http://www.pedocs.de/volltexte/2012/5850). 34 S.; (urn:nbn:de:0111-opus-58504).

Abschlusskonferenz des TeacMem-Projekts zur Erinnerungskultur

Vom 19. bis 22. November 2012 fand an der Universität Hamburg und im Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme die Abschlusskonferenz des trinationalen Projekts „TeacMem“ statt.

Das Projekt brachte — koordiniert von Prof. Dr. Andreas Körber — Forscher, Lehrerausbilder(innen), Lehrer(innen), Gedenkstätten- und Museumspädagog(inn)en sowie Studierende aus Dänemark, Norwegen und Deutschland zusammen. In drei Seminaren/Konferenzen in Hamburg-Neuengamme (2010), Kopenhagen (2010) und Oslo (2012) erkundeten sie die jeweiligen geteilten („shared“ und „divided“) Erinnerungskulturen der Gastgeberländer zum Zweiten Weltkrieg und der gemeinsamen Geschichte und erarbeiteten Konzepte und Methoden für die Integration dieses Themengebits in die Lehrerbildung und den schulischen Geschichtsunterricht.

Auf der Abschlusskonferenz, zu der Lehrerausbilder(innen) und andere Multiplikatori(inn)en sowie Studierende aus allen drei Ländern anreisten, präsentierte das Projekt sowohl sein Vorgehen als auch einige Ergebnisse. Als externe Gäste präsentierten Joke van der Leeuw-Roord, Director von EUROCLIO (dem europäischen Geschichtslehrerverband), Cecilie Felicia Stokholm Banke vom Dänischen Institut für Internationale Studien (DIIS) und Prof. Dr. Kristin Skinstad van der Kooij vom Masterprogramm in Multikultureller und Internationaler Bildung des Oslo und Akershus University College zusätzliche Aspekte zum Gegenstand und Kontext des Projekts sowie zu seiner Evaluation.

Die Konferenz begann im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky  mit der Präsentation des in Vorbereitung befindlichen Buches “Teaching Historical Memories in an Intercultural Perspective” (hgg. von Helle Bjerg, Andreas Körber, Claudia Lenz und Oliver von Wrochem),welches Beiträge zu den Erfahrungen der Projektteilnehmer in den drei internationalen und interprofessionellen Begegnungsseminaren sowie zu den Konzepten und Methoden für Lehrer(innen)bildung und schulischen Geschichtsunterricht versammelt, aber auch solche, in welchen Materialien zu besonders ertragreichen Themenfeldern präsentiert werden.

An diesem ersten Abend wurde auch ausschnittweise eine Videodokumentation über die drei Projektseminare präsentiert, welche das “look and feel”, aber auch die Dynamik der Diskussionen und Lernprozesse sichtbar machte. Auf der Grundlage dieses Videomaterials wird auch ein pädagoigisches Videokonzept entstehen. Gefolgt wurde diese Präsentation vom Hauptvortrag des Abends durch Cecilie Stokholm Banke über “Memory Culture as a Subject of History Didactics”.

Der zweite Tag bot den Teilnehmer(inn)en die Möglichkeit, die KZ-Gedenkstätte neuengamme kennenzulernen, war aber vor allem der Präsentation (und partiell dem Ausprobieren) und der Diskussion von Aktivitäten und Methoden des Projekts gewidmet. neben einer Präsentation der theoretischen Grundlagen des Projekts im Kompetenzmodell historischen Denkens nach „FUER Geschichtsbewusstsein“ wurden hier sowohl solche Methoden vorgestellt, die der Initiierung von Selbstreflexion und von Diskussionsprozessen zu Beginn von Begegnungsseminaren und in Projekten dienen (Helle Bjerg und Katrine Vinther Scheibel), als auch solche, die die Re- und De-Konstruktion von Erinnerungen fördern (Claudia Lenz und Anne Talsnes. dieser Aspekt stand auch im Zentrum der Präsentation eines Lehrprogramms zu Denkmälern an die Zerstörung des norwegischen Fischerdorfs Telavag dort und im nahen Bergen, durch Jenny Heggvik und May Britt Wiel Haugland, das eine Reihe von instruktiven Fotos dieser Denkmäler enthält.

sowie solche für Aktivitäten im üblichen Klassen- oder Lerngruppenverband (Harald Syse). darüberhinaus wurden Konzepte und Materialien für die Thematisierung besonders ertragreicher Problemthemen wie etwa die Thematisierung von „Tätern“ und die ambivalenten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Rettungsaktion der Weißen Busse präsentiert (Oliver von Wrochem; Ulrike Jensen).

Der dritte Tag war der Reflexion und Evaluation gewidmet. Neben drei Studierenden, die ihre Sicht auf Erfahrungen mit den Lernprozessen aus einem der Begegnungsseminare reflektierten, thematisierten Joke van der Leeuw-Roord von EUROCLIO und Kristin Skinstad van der Kooij das Projekt, seine Prämissen und Konzepte wie auch die Ergebnisse zum einen aus der Sicht des Geschichtslernens zum Anderen aus derjenigen der interkulturellen Bildung. Beide Kommentatorinnen würdigten den Beitrag des Projekts zur Entwicklung eines wichtigen Feldes des Geschichtslernens und empfahlen die Übertragung seiner Prinzipien auf andere Themen der europäischen aber auch außereuropäischen Geschichte und Erinnerung.

 

Vgl. auch

 

  • TeacMem Project Sponsors

    With the support of the COMENIUS programme of the European UnionWith the support of the COMENIUS programme of the European Union
    This project has been funded with support from the European Commission. This publication /communication reflects the views only of the author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.Reg.-Nr.: 504689-LLP-1-2009-1-DE-COMENIUS-CMP

 

Artikel in einem Sammelband zu Konzeptionen von Wissen in der Geschichtsdidaktik

Düvel, Sarah; Körber, Andreas (2012): “Historisches Handlungswissen?” In: Kühberger, Christoph (Hg.): Historisches Wissen. Geschichtsdidaktische Erkundungen zur Art, Tiefe und Umfang für das historische Lernen. Schwalbach/Ts: Wochenschau Verlag (Politik und Bildung; 66); ISBN: 3899747615, S. 153-172.

Die Frage, was beim historischen Lernen „Wissen“ bedeuten kann, wird weiterhin kontrovers diskutiert. In einem Sammelband des Kolegen Christoph Kühberger aus Salzburg haben eine Studierende, Sarah Düvel, und ich, zwei Wissenskonzeptionen aus unterschiedlichen Kompetenzkonzeptionen, nämlich einer berufs- und wirtschaftspädagigischen und dem FUER-Modell, verglichen:

 

Düvel, Sarah; Körber, Andreas (2012): “Historisches Handlungswissen?” In: Kühberger, Christoph (Hg.): Historisches Wissen. Geschichtsdidaktische Erkundungen zur Art, Tiefe und Umfang für das historische Lernen. Schwalbach/Ts: Wochenschau Verlag (Politik und Bildung; 66); ISBN: 3899747615, S. 153-172.

Vortrag zur Kompetenzorientierung und zur Lernprogression im Geschichtsunterricht in Wien

Körber, Andreas (11. 10. 2012): “Kompetenzorientierung zwischen unbegründetem Idealismus, didaktischem Aktionismus und ernstzunehmender Innovation – am Beispiel Geschichte.” Vortrag gehalten auf der Auftaktveranstaltung zur Semestrierung und Kompetenzorientierung von AHS-Lehrplänen (Sekundarstufe II) am 11. Oktober 2012, Wien.

Körber, Andreas (11. 10. 2012): “Kompetenzorientierung zwischen unbegründetem Idealismus, didaktischem Aktionismus und ernstzunehmender Innovation – am Beispiel Geschichte.” Vortrag gehalten auf der Auftaktveranstaltung zur Semestrierung und Kompetenzorientierung von AHS-Lehrplänen (Sekundarstufe II) am 11. Oktober 2012, Wien.