Körber, Andreas (18. 1. 2010): “Zeitgemäßes schulisches Geschichts-Lernen in Gedenkstätten.”

Körber, Andreas (18. 1. 2010): “Zeitgemäßes schulisches Geschichts-Lernen in Gedenkstätten.” Vortrag gehalten von Mitarbeitern des Studienzentrums des Gedenkstätte Bergen-Belsen am 18.1.2010.

Körber, Andreas (18. 1. 2010): “Zeitgemäßes schulisches Geschichts-Lernen in Gedenkstätten.” Vortrag gehalten von Mitarbeitern des Studienzentrums des Gedenkstätte Bergen-Belsen am 18.1.2010.

Englischsprachiger Artikel zur Kompetenzorientierung des historischen Lernens

Körber, Andreas (2011): “German History Didactics: From Historical Consciousness to Historical Competencies – and beyond?” In: Bjerg, Helle; Lenz, Claudia; Thorstensen, Erik (Hgg.; 2011): Historicising the Uses of the Past – Scandinavian Perspectives on History Culture, Historical Consciousness and Didactics of History Related to World War II. Bielefeld: transcript (Zeit – Sinn – Kultur); ISBN: 9783837613254 ; pp. 145-164.

In der Dokumentation zur Tagung „Historicising the Uses of the Past“ in Oslo ist eine englischsprachige Kurzfassung des FUER-Kompetenzmodells erschienen:

 

Körber, Andreas (2011): “German History Didactics: From Historical Consciousness to Historical Competencies – and beyond?” In: Bjerg, Helle; Lenz, Claudia; Thorstensen, Erik (Hgg.; 2011): Historicising the Uses of the Past – Scandinavian Perspectives on History Culture, Historical Consciousness and Didactics of History Related to World War II. Bielefeld: transcript (Zeit – Sinn – Kultur); <a href=“https://portal.dnb.de/opac.htm?query=9783837613254&method=simpleSearch“>ISBN: 9783837613254</a> ; pp. 145-164.

(Neuer) Text zur Bedeutung von Kompetenzmodellen bei der Unterrichtsplanung

Die Kollegen Peter Gautschi, Jan Hodel und Hans Utz haben bereits im Frühjahr im Internet (auf der Seite eines Gymnasiums) einen Text zur Rolle von Kompetenzmodellen für den Geschichtslehrer veröffentlich.

Er bezieht sich auf das von Peter Gautschi inzwischen auch in seiner Dissertation weitergeführte Kompetenzmodell „Guter Geschichtsunterricht“ — also nicht unser FUER-Modell, ist aber „dennoch“ (gemeint ist natürlich: auch deshalb) zu empfehlen.

GAUTSCHI, PETER; HODEL, JAN; UTZ, HANS (2009): „Kompetenzmodell «Guter Geschichtsunterricht» – eine Orientierungshilfe zur Angebotsplanung für Lehrerinnen und Lehrer. Online unter: http://www.gymlaufen.ch/fileadmin/pdf/was/oa11/oa11_2011/Kompetenzmodell-Geschichte-OA2011.pdf (gelesen 9.12.2009).15.4.2009.

Eine andere Fassung (Stand: 8.2009) findet sich hier:

GAUTSCHI, PETER; HODEL, JAN; UTZ, HANS (2009): „Kompetenzmodell für «Historisches Lernen» – eine Orientierungshilfe für Lehrerinnen und Lehrer. Online unter: http://www.fhnw.ch/ph/isek/Sekundarstufe%201/de/Datenablage%20Webmaster/docs-professuren/gautschi/kompetenzmodell (gelesen 9.12.2009).8.2009.

Kompetenzorientiertes historisches Lernen im Museum? Eine Argumentationsskizze auf der Basis des FUER-Modells

Körber, Andreas (2009): „Kompetenzorientiertes historisches Lernen im Museum? Eine Skizze auf der Basis des Kompetenzmodells „Historisches Denken‘.“ In: Popp, Susanne; Schönemann, Bernd (Hgg.; 2009): Historische Kompetenzen und Museen. Idstein: Schulz-Kirchner (Schriften zur Geschichtsdidaktik; 25); ISBN: 9783824806355, S. 62-80. Dazu Tabellarischer Anhang, der im Buch fehlt: Körber_Kompetenzmodell_Text_6_Tabelle_2 ((Die URL der Tabelle ist im Buch angeben als „http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/personal/koerber/texte/koerber_kornpetenzmodell_text_6_tabelle.pdf“. Aufgrund des Umzugs der Blogfarm musste die Adresse geändert werden.))

Körber, Andreas (2009): „Kompetenzorientiertes historisches Lernen im Museum? Eine Skizze auf der Basis des Kompetenzmodells „Historisches Denken‘.“ In: Popp, Susanne; Schönemann, Bernd (Hgg.; 2009): Historische Kompetenzen und Museen. Idstein: Schulz-Kirchner (Schriften zur Geschichtsdidaktik; 25); ISBN: 9783824806355, S. 62-80. Dazu: Tabellarischer Anhang, der im Buch fehlt: Körber_Kompetenzmodell_Text_6_Tabelle_21

  1. Die URL der Tabelle ist im Buch angeben als „http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/personal/koerber/texte/koerber_kornpetenzmodell_text_6_tabelle.pdf“. Aufgrund des Umzugs der Blogfarm musste die Adresse geändert werden. []

Ein Artikel zu kompetenzorientiertem historischem Lernen in der Grundschule/Primarstufe

Körber, Andreas (2009): „Wasser – ein geeignetes Thema zum historischen Lernen in der Grundschule?“ In: Fournés, Angelika (Hg.; 2009): Wasser – Sinnbild des Lebens. Wegweiser zu einem vielperspektivisch-diskursiven Sachunterricht. Hamburg: Dr. Kovac; ISBN: 9783830040842; S. 96-106.

Ein Beitrag zu Möglichkeiten (kompetenzorientierten) historisschen Lernens in der Grundschule /Primarstufe.

Körber, Andreas (2009): „Wasser – ein geeignetes Thema zum historischen Lernen in der Grundschule?“ In: Fournés, Angelika (Hg.; 2009): Wasser – Sinnbild des Lebens. Wegweiser zu einem vielperspektivisch-diskursiven Sachunterricht. Hamburg: Dr. Kovac; ISBN: 9783830040842 ; S. 69-106.

Tagung "Museum und Schule"

Ende Oktober fand im Kloster Banz eine von der Hanns-Seidel-Stiftung mit ausgerichtete Tagung zum Thema „Museum und Schule — eine erfolgreiche Partnerschaft?“ statt.

Dort habe ich im abendlichen Eröffnungsvortrag das Kompetenzmodell „Historisches Denken“ vorgestellt und auf den „Lernort Museum“ bezogen.

Ein Tagungsbericht der Veranstalter findet sich hier, ausführlicher hier.

Der Vortrag wird in leicht überarbeiteter Form erscheinen als:
Körber, Andreas (18.11.2010): „Historisches Denken zwischen Museum und Schule“. In: Christoph, Barbara; Dippold, Günter (Hgg.; 2010): Museum und Schule – erfolgreiche Partner? Bayreuth (Banker Museumsgespräche; 2).

Vortrag zu kompetenzorientiertem Geschichtslernen in Museen

Körber, Andreas (28. 10. 2009): “Historisches Denken zwischen Museum und Schule.” Impulsreferat gehalten auf der Tagung “Museum und Schule – erfolgreiche Partner?” der Hanns-Seidel-Stiftung und des Bezirks Oberfranken im Tagungszentrum Kloster Banz.

Körber, Andreas (28. 10. 2009): “Historisches Denken zwischen Museum und Schule.” Impulsreferat gehalten auf der Tagung “Museum und Schule – erfolgreiche Partner?” der Hanns-Seidel-Stiftung und des Bezirks Oberfranken im Tagungszentrum Kloster Banz.

Zur Uneindeutigkeit geschichtsdidaktischer Topoi

Körber, Andreas (2009): Zur Uneindeutigkeit geschichtsdidaktischer Topoi (Blogbeitrag)

Auch in der Geschichtsdidaktik gibt es Formeln, die immer wiederholt werden – Topoi des didaktischen Denkens. Sie finden sich in Aufsätzen akademischer Didaktiker und in Lehrplänen der Bildungsverwaltungen ebenso wie in Arbeiten von Studierenden und in Unterrichtsentwürfen.
Zumeist haben sie die Funktion, in knapper Formulierung auf allgemein anerkannte Sachverhalte bzw. Überzeugungen zu verweisen, die nicht weiter ausgeführt oder gar belegt werden sollen. Eine Zusammenstellung solcher Topoi in einem Zusammenhang gäbe also wohl prägnant Auskunft über die von den betroffenen Autoren geteilten und als anerkannt angesehenen Grundsätze.

Ein Beispiel für einen solchen Topos ist z.B. der Verweis auf den „Konstruktcharakter der Geschichte“. Er verweist auf eine Überzeugung hinsichtlich des Gegenstandes von Geschichtswissenschaft, -didaktik und -unterricht, die in diachroner Hinsicht keineswegs selbstverständlich anerkannt war, sondern vielmehr in längeren geschichtstheoretischen Diskussionen herausgearbeitet wurde. Mit diesem Verweis ist es also heutzutage möglich, das eigene Verständnis von Geschichte sowie eines dazu passenden Geschichtsunterrichts als „modern“  zu kennzeichnen. Ob aber in jedem einzelnen Fall die konkrete Bedeutung dieser geschichtstheoretischen Überzeugung (an-)erkannt ist und die darauf aufbauenden didaktischen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Ziele, Methoden und Medien historischen Lernens sowie der Kriterien für die Diagnostik von Lernfortschritten, steht auf einem anderen Blatt.

Hinzu kommt, dass derartige formelhafte Verweise den Anschein erwecken, dass nicht auch zwischen den Anhängern bzw. Verfechtern dieser Positionen weiterhin Unterschiede und gar Streitpunkte im Konkreten bestehen können. Topoi haben also auch die Eigenschaft, Einsichten zu verdinglichen und zu glätten.

An einem anderen Beispiel sei dies in aller Kürze ausgeführt:

Der aktuell gültige Hamburger Bildungsplan Grundschule, Rahmenplan sachunterricht (http.//www.hamburger-bildungsserver.de/bildungspläne/Grundschule/SU_Grd.pdf) formuliert an einer Stelle:

„Die Kinder erfahren, dass menschliches Denken und Handeln in der Vergangenheit nur vor dem Hintergrund der damaligen Lebensbedingungen zu verstehen und zu erklären sind.“

Was aber ist genau mit dieser Formulierung bezeichnet: Konkret: Was meint das Wörtchen „nur“ in dieser Formulierung? Mindestens zwei Lesarten sind denkbar:

  • „nur“ = „ausschließlich“
  • „nur“ = „nicht ohne“

Grundsätzlich verweist diese Fassung auf die durchaus komplexe Einsicht in die Historizität von Lebensbedingungen, Normvorstellungen, Handlungsnormen. Sie fordert gegenüber einem unreflektierter Präsentismus ein, das Handeln von Menschen anderer Epochen vor dem Hintergrund ihrer Lebensumstände, Denkweisen usw. zu verstehen. Sie ist eine späte Fassung dessen, was Leopold von Ranke meinte, als er formulierte, jede Epoche sei „gleich nah zu Gott“.

Im ersten Verständnis wirkt sie aber gleichzeitg als Bollwerk gegen jeglichen Versuch, die Vergangenheit von heute aus zu „verstehen“ und zu beurteilen. Sie fordert vom Historisch Denkenden ein Absehen von den Normen und Denkweisen seiner eigenen Zeit. Somit wäre sie ein Relikt aus der idealtypischen Verstehenslehre des Historismus, der Historiker habe von sich selbst zu abstrahieren.  Dieses Verständnis zeigt sich auch in häufig zu hörenden Äußerungen (zumeist aus interessierten Kreisen), über bestimmte Vergangenheiten dürfe nur urteilen, wer dabei gewesen sei. Wir kennen dieses Argument z.B. aus den Auseinandersetzungen um die Handlungsweisen von Menschen in überwundenen Diktaturen, aber auch z.B. in Bezug auf „1968“.

Letztere Maximalform dieses Denkmodells ist nur denkbar in Bezug auf Aspekte der Zeitgeschichte. Bei allen anderen historischen Gegenständen muss es scheitern. Gerade dort, bei großen zeitlichem Abstand, wird es aber besonders interessant, sofern man zugesteht, dass Denkweisen und Normen, Weltsichten und Überzeugungen sich in der Zeit (und somit bei langen Zeitabständen um so stärker) wandeln: Sind die Denk- und Handlungweisen der Menschen des Mittelalters unseren nicht nur zeitlich, sondern auch logisch ferner als diejenigen etwa der Menschen des 18. Jh.?

Das Denkmodell übersieht oder verdeckt, dass die geforderte Berücksichtigung des „Hintergrundes der damaligen Lebensbedingungen“ selbst nicht ohne eine spezifisch retrospektive Re-Konstruktion von der Gegenwart her möglich ist.  Weder die Erschließung dieser noch das Denken über das Handeln der Menschen damals sind also ohne gegenwärtiges Denken und das heißt mit gegenwärtigen Begriffen etc., möglich. Die Lesart „nur“ = „ausschließlich“ fällt also aus: Sie ist eine geschichtstheoretische Chimäre.

Bleibt also die zweite Lesart: „nur“ = „nicht ohne“. In diesem Sinne bedeutet der zitierte Satz, dass ein ausschließlich gegenwartsbasiertes Urteilen und Werten nicht sinnvoll (aber denkbar) ist: Es ist die Forderung´danach, neben dem eigenen Horizont auch denjenigen der Zeit heranzuziehen und beide in ein Verhältnis zueinander zu setzen. So formuliert der Rahmenplan auch weiter: „Sie werden dazu angeregt, sich in die Lebenswelten und Denkformen der Menschen vergangener Zeiten hinein zu versetzen und diese mit heutigen zu vergleichen.“ Sofern man unter „hineinversetzen“ nicht das problematische Konzept eines völligen Eintauchens verstehen will, wird hier der Versuch ernsthafter Re-Konstruktion, also Droysens „forschend zu verstehen“ eingefordert — aber eben nicht allein, sondern immer in Beziehung zum Denken aus der eigenen und für die eigene Gegenwart. „Fremdverstehen“ ist also – wie Brigitte Dehne 2008 auch gezeigt hat — kein Selbstzweck. Es kann nicht darum gehen (bzw. damit beendet sein), dass Schülerinnen und Schüler lernen, „mit anderen Augen zu sehen“, sondern sie sollen ein Sehen mit eigenen Augen lernen, das sich aber der anderen Perspektive (in zeitlicher wie kultureller, individueller etc. Hinsicht) bewusst ist.

Etwas „nur“ vor dem Hintergrund der Vergangenheit verstehen zu können, bedeutet also — anders als es die Formulierung suggeriert — gerade kein Absehen von der Gegenwart. Vielleicht sollte man das auch immer wieder klarer formulieren.

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Hinweis: Vor der Umstellung der Blogfarm war der Beitrag erreichbar unter der URL: http://koerber2005.erzwiss.uni-hamburg.de/wordpress-mu/historischdenkenlernen/2009/10/09/zur-uneindeutigkeit-geschichtsdidaktischer-topoi/

Vortrag zu kompetenzorientiertem Geschichtslernen an Gedenkstätten

Körber, Andreas (3. 10. 2009): “Lehrer, Gedenkstätten, Schüler. Zum Verhältnis von schulischer und außerschulischer Bildung an Gedenkstätten.” Vortrag, gehalten auf dem Kolloquium: “Das KZ Neuengamme und seine Außenlager. Geschichte, Nachgeschichte, Erinnerung, Bildung” in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Körber, Andreas (3. 10. 2009): “Lehrer, Gedenkstätten, Schüler. Zum Verhältnis von schulischer und außerschulischer Bildung an Gedenkstätten.” Vortrag, gehalten auf dem Kolloquium: “Das KZ Neuengamme und seine Außenlager. Geschichte, Nachgeschichte, Erinnerung, Bildung” in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Graduierungsversuche zum Kompetenzmodell "Historisches Denken".

Graduierungsversuche zum Kompetenzmodell „Historisches Denken“. Materialien zum Workshop „Standards“ der FUER-Tagung; 10.9.2005:

Graduierungsversuche_3