Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik / History Education, Universität Hamburg

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Call for Papers: Doing History

03. April 2019 Andreas Körber Keine Kommentare

Call for Papers/​Projects | Workshop am 20./21.6.2019

Doing History

Praktiken des Geschichtemachens in transmedialen Geschichtskulturen

30. April 2019, von Thors­ten Logge

https://assets.rrz.uni-hamburg.de/instance_assets/fakgw/11240897/733x414-doing-history-2019-a35dbc7a2c34b963758693ba39bdb67cbeb0c449.jpg

Foto: T. Logge

 

Die Praktiken des “Geschichtemachens” stehen im Mittelpunkt einer neuen interdisziplinären Forschungsinitiative: Die Projektgruppe “Doing History” sucht Projektideen für die Einrichtung des Forschungsverbundes “Doing History – Praktiken des Geschichtemachens in transmedialen Geschichtskulturen” und Beiträge für einen Auftaktworkshop, der am 20./21. Juni 2019 in Hamburg stattfindet. Zielgruppe sind alle historisch arbeitenden Disziplinen in den Kultur- und Geisteswissenschaften.

Geschich­te ist nicht ein­fach Ver­gan­gen­heit, über die berich­tet wird, Geschich­te wird gemacht! Per­for­ma­ti­ve Geschichts­kul­tu­ren kon­stru­ie­ren Geschich­te in unter­schied­li­chen Kon­tex­ten – in Roma­nen, Fern­seh­sen­dun­gen, Kino­fil­men, Ree­nact­ments, Gedenk­ver­an­stal­tun­gen, sze­ni­schen Lesun­gen, Aus­stel­lun­gen oder his­to­rio­gra­fi­schen Pro­jek­ten – auch, um indi­vi­du­el­le und kol­lek­ti­ve Iden­ti­tä­ten her­zu­stel­len und aus­zu­han­deln. All die­se Prak­ti­ken des Geschich­te­ma­chens mit ihren je spe­zi­fi­schen Tech­ni­ken und Ver­fah­ren der Her­stel­lung und Dis­tri­bu­ti­on von Nar­ra­ti­ven sowie mit den unter­schied­li­chen tex­tu­el­len und nicht-tex­tu­el­len Pro­duk­ten oder Objek­ti­va­tio­nen, in denen die Nar­ra­ti­ve ihre media­le Form fin­den, las­sen sich als Varia­tio­nen eines per­for­ma­tiv erwei­ter­ten Begriffs von His­to­rio­gra­fie fas­sen. Die­ser bezieht sich nicht allein auf die Arbeit und das Ergeb­nis der text­lich fokus­sier­ten pro­fes­sio­nel­len His­to­ri­ke­rin­nen und His­to­ri­ker, son­dern umfasst poten­ti­ell alle denk­ba­ren Prak­ti­ken des Geschichtemachens.

Kommunikative Formen und Mittel des “Geschichtemachens”

Bei den hier ange­spro­che­nen Aus­hand­lungs­pro­zes­sen spie­len die For­men und Mit­tel der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der ihnen jeweils eige­nen, beson­de­ren Mate­ria­li­tät und Medi­a­li­tät eine wich­ti­ge Rol­le. Sie sind inhä­ren­te Bestand­tei­le der nicht sel­ten über­lap­pen­den oder gar in eins fal­len­den Entstehungs‑, Präsentations‑, Dis­tri­bu­ti­ons- und Rezep­ti­ons­pro­zes­se, kurz­um: der Per­for­ma­ti­vi­tät des Geschich­te­ma­chens. Wohl kaum eine Pra­xis des Geschich­te­ma­chens lässt sich zudem auf ein ein­zi­ges Medi­um beschrän­ken, sie alle sind grund­sätz­lich trans­me­di­al. Das gilt auch dann, wenn ein­zel­ne Medi­en zuwei­len eine domi­nan­te­re Rol­le ein­neh­men. Wäh­rend etwa die uni­ver­si­tä­re Geschichts­schrei­bung noch immer und über­wie­gend Schrift­quel­len, d. h. Tex­te, bevor­zugt, pri­vi­le­giert Geschich­te in Film und Fern­se­hen eher Bild- oder Bewegt­bild­quel­len. Wie­der­um ande­re Prak­ti­ken des Geschich­te­ma­chens nut­zen diver­se, auch nicht-tex­tu­el­le, Objek­te, For­men und For­ma­te in ganz unter­schied­li­chen Kom­bi­na­tio­nen. Dies gilt aus­drück­lich auch für die Performance-Kunst.

Aber auch Medi­en selbst kön­nen zum Gegen­stand der Aus­hand­lung wer­den, die wie­der­um von ihnen selbst und ihren Eigen­schaf­ten mit beein­flusst wird. Im Pro­zess des Geschich­te­ma­chens ent­ste­hen somit medi­al kon­no­tier­te „Geschichts­sor­ten“, über die auch die­se dop­pel­te Rol­le der Medi­en greif­bar wird.

Praxeologische Perspektiven

Obwohl in den letz­ten Jah­ren das Inter­es­se vor allem an popu­lä­ren media­len Geschichts­dar­stel­lun­gen in ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen immer stär­ker gestie­gen ist, fehlt es wei­ter­hin an einer wis­sen­schaft­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit der Pro­zes­sua­li­tät von Geschichts­kon­struk­tio­nen selbst: einer Ana­ly­se des DOING Histo­ry. Geschichts­sor­ten sind daher auch weni­ger auf­zu­fas­sen als Werk­ka­te­go­rien wie „Gen­res“, „Gat­tun­gen“ oder „For­ma­te“, son­dern als Aneig­nungs- und Gebrauchs­for­men (uses of the past) und pro­duk­ti­ve Hand­lungs­ty­pen (prac­ti­ces of his­to­rio­gra­phy). Aus ihnen gehen die medi­al dif­fe­ren­zier­ten, adres­sa­ten­fo­kus­sier­ten, nar­ra­ti­ven Geschichts­pro­duk­te her­vor (histo­ry types), die in Iden­ti­täts- und Ori­en­tie­rungs­dis­kur­sen von räum­lich, zeit­lich und sozi­al spe­zi­fi­schen Versammlungsöffentlichkeiten/​medialen Milieus gegen­warts­be­zo­gen kom­mu­ni­ka­tiv ver­han­delt wer­den (adap­ti­ons to and adop­ti­ons of histo­ry). Aneig­nungs- und Gebrauchs­for­men sowie­die Prak­ti­ken der Adap­ti­on und Adop­ti­on stel­len im Aus- und Auf­füh­ren von Geschich­te wie­der­um eige­ne Ereig­nis­se dar, für die Aus- und Auf­füh­ren­den sowie deren Publi­ka. Nicht nur die refe­ren­zier­ten Ereig­nis­se in der Ver­gan­gen­heit, auch das rezi­pie­ren­de Erle­ben von Geschich­te hat somit einen spe­zi­fi­schen Ort in Raum und Zeit und hin­ter­lässt eige­ne Spu­ren. Die Prak­ti­ken des Geschich­te­ma­chens wir­ken zudem pro­duk­tiv und trans­for­ma­tiv auf das Geschichts­be­wusst­sein aller an die­sem Pro­zess Teilhabenden.

Das Pro­jekt DOING HISTORY steht für einen Per­spek­ti­ven­wech­sel: Nicht mehr die refe­ren­zier­te Ge- oder Bege­ben­heit in der Ver­gan­gen­heit soll im Mit­tel­punkt ste­hen, son­dern viel­mehr die unter­schied­li­chen his­to­rio­gra­fi­schen Prak­ti­ken der Ereig­nis­be­schrei­bung und ‑kon­sti­tu­ie­rung in und durch Geschich­te, deren medi­al spe­zi­fi­schen Pro­duk­te sowie ihre Ein­bet­tung in dis­kur­si­ven Aus­hand­lungs­pro­zes­sen. Das Pro­jekt ver­or­tet sich somit trans­dis­zi­pli­när an den Schnitt­stel­len von Geschichts­wis­sen­schaft, Medi­en- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft, Geschichts­di­dak­tik, Euro­päi­scher Eth­no­lo­gie sowie allen Geistes‑, Kul­tur- und Human­wis­sen­schaf­ten, die sich mit der Pro­duk­ti­on und Dis­tri­bu­ti­on von (his­to­ri­schem) Wis­sen beschäftigen.

Das Pro­jekt DOING HISTORY wid­met sich den unter­schied­li­chen Pra­xen, in denen und durch die Geschich­te kon­stru­iert wird. Im Mit­tel­punkt ste­hen unter ande­rem Pro­zes­se des Sam­melns, Archi­vie­rens, Selek­tie­rens, des Frag­men­tie­rens, Rah­mens, Insze­nie­rens und des Nar­ra­ti­vie­rens, Ope­ra­tio­nen der Trans­mis­si­on, d. h. der Über­tra­gung, der Ver­mitt­lung und Über­mitt­lung, die die Bear­bei­tungs­pro­zes­se des Mate­ri­als kenn­zeich­nen, der Adap­ti­on, Adop­ti­on und Trans­gres­si­on im Umgang mit Ver­gan­gen­heit und Geschich­te, des his­to­ri­schen Ler­nens auch und gera­de in his­to­ri­scher Per­spek­ti­ve sowie nicht zuletzt der Agen­cy, der Hand­lungs­macht, die den ein­zel­nen Akteu­ren bei den Trans­for­ma­ti­ons- und Trans­gres­si­ons­pro­zes­sen bei der Pro­duk­ti­on, der Reprä­sen­ta­ti­on, der Dis­tri­bu­ti­on, der Exhi­bi­ti­on – also den Auf­füh­rungs­prak­ti­ken – und der Rezep­ti­on von Geschich­te in ver­schie­de­nen (media­len) Milieus zukommt. Die Prak­ti­ken des Geschich­te­ma­chens wer­den dabei nicht allein unter media­len, metho­di­schen, sozia­len oder psy­cho­lo­gi­schen Fra­ge­stel­lun­gen unter­sucht, son­dern stets auch im Hin­blick dar­auf, wie in ihnen und mit ihnen his­to­ri­scher Sinn ent­steht und die­ser gesell­schaft­lich dis­tri­bu­iert wird.

Transdisziplinärer Zugriff auf das Machen von Geschichte

Auch wenn die­ser pra­xeo­lo­gi­sche Per­spek­ti­ven­wech­sel vor allem im emer­gie­ren­den Feld der Public Histo­ry beson­ders deut­lich wird, zeich­net er sich in ver­schie­de­nen Fächern bereits seit meh­re­ren Jah­ren ab. Er unter­streicht die Trans­dis­zi­pli­na­ri­tät einer Fra­ge­stel­lung, die sich auf die Pro­zes­sua­li­tät des Aus­han­delns von Geschichte(n) kon­zen­triert und auf die Art und Wei­se, wie dadurch Hand­lungs­macht für die jewei­li­gen Akteu­re, Sub­jek­te und Objek­te his­to­rio­gra­fi­scher Prak­ti­ken poten­ziert oder depo­ten­ziert wird. Tat­säch­lich zei­gen sich ähn­li­che Fra­gen und Per­spek­ti­ven­wech­sel in meh­re­ren trans­dis­zi­pli­nä­ren Ansät­zen: in der Adap­tie­rung der Akteur-Netz­werk-Theo­rie und pra­xeo­lo­gi­schen Her­an­ge­hens­wei­sen in den Per­for­mance Stu­dies, den Kör­per­theo­rien der Medi­en oder der medi­en­wis­sen­schaft­li­chen Medi­a­li­täts­for­schung, in der Medi­o­lo­gie eben­so wie in medi­en­eth­no­gra­phi­schen Ansät­zen oder den Post­co­lo­ni­al Stu­dies – um hier nur eini­ge zu nen­nen. Auch die Geschichts­di­dak­tik hat schon früh For­men des „außer­wis­sen­schaft­li­chen“ und „außer­schu­li­schen“ Umgangs mit Geschich­te in den Blick genom­men, ihre Prä­gung durch sowie Bedeu­tung für das Geschichts­be­wusst­sein in der Gesell­schaft theo­re­tisch und empi­risch unter­sucht und mit Blick auf ent­spre­chen­de Bei­trä­ge, Her­aus­for­de­run­gen, Anfor­de­run­gen und Prag­ma­ti­ken für his­to­ri­sches Leh­ren und Ler­nen reflektiert.

Quer­ste­hend zu Fächer­gren­zen zeigt sich hier eine gemein­sa­me Such­be­we­gung, die den Zusam­men­hang von Geschich­te als media­le Form der Aus­hand­lung von Iden­ti­tät (bzw. Divi­dua­li­tät) unter­sucht und dabei auch Fra­gen nach media­ler Authen­ti­zi­tät bzw. Glaub­wür­dig­keit (und die Bedingt­heit die­ser Kri­te­ri­en) stellt. Geschich­te­ma­chen kann frei­lich auch als Form des Spie­lens oder gemein­sa­men Tuns ver­stan­den wer­den, als Frei­zeit- und Unter­hal­tungs­pra­xis, als Kom­mo­di­fi­zie­rung des His­to­ri­schen, des­sen pri­mä­res Ziel nicht die iden­ti­täts­be­zo­ge­ne Ori­en­tie­rung und Sinn­bil­dung ist. Auch die­se Prak­ti­ken brin­gen stets his­to­ri­sche Nar­ra­tio­nen in diver­sen media­len For­men und For­ma­ten her­vor und ver­brei­ten sie in kom­mu­ni­ka­ti­ven Prak­ti­ken. Sie kön­nen und müs­sen alle­samt inter- und trans­dis­zi­pli­när unter­sucht wer­den. Im Mit­tel­punkt ste­hen dabei glei­cher­ma­ßen his­to­ri­sche wie gegen­wär­ti­ge Prak­ti­ken der Geschichts­kon­struk­ti­on, nicht-uni­ver­si­tä­re wie auch uni­ver­si­tä­re Prak­ti­ken des Geschich­te­ma­chens in allen denk­ba­ren (media­len) For­men und Formaten.

Beiträge gesucht!

Wir suchen nach Bei­trä­gen und Pro­jek­ten, die sich mit fol­gen­den Aspek­ten, Zusam­men­hän­gen oder Kom­ple­xen beschäftigen:

  1. Fra­gen zu Medi­a­li­tät und Per­form­anz: Wie wird Geschich­te medi­al aus­ge­han­delt? Wie lässt sich das Mate­ri­al der Ver­gan­gen­heit in der Gegen­wart als Teil der Erin­ne­rungs­kul­tur asso­zia­tiv ver­wen­den? Wie ver­än­dern sich Glaub­wür­dig­keits­kri­te­ri­en von hand­lungs­ori­en­tier­ten Geschichtskonstruktionen?
  2. Fra­gen zu Hand­lungs­macht und Empower­ment: Wie ver­än­dert sich durch die Kon­struk­ti­on und Aus­hand­lung von Geschich­te die Hand­lungs­macht von Akteu­ren und Aktan­ten? Wel­che (his­to­ri­schen) Vor­bil­der gibt es für par­ti­zi­pa­ti­ve Geschichtskonstruktionen?
  3. Fra­gen zu theo­re­ti­schen und metho­di­schen Per­spek­ti­ven: Wel­che neu­en theo­re­ti­schen wie auch metho­di­schen Per­spek­ti­ven erge­ben sich im Rah­men einer pra­xeo­lo­gi­schen Ana­ly­se von Geschichtskonstruktionen?
  4. Ver­glei­chen­de bzw. inter- und trans­kul­tu­rel­le Ansät­ze: Wie gestal­tet sich das Doing Histo­ry in ver­schie­de­nen kul­tu­rel­len Kontexten?
  5. Medi­en­theo­re­ti­sche Per­spek­ti­ven: Wel­che theo­re­ti­schen und metho­di­schen Aspek­te sind bei der Unter­su­chung trans­me­dia­ler Prak­ti­ken des Geschich­te­ma­chens zu berücksichtigen?
  6. Dia­chro­ne Per­spek­ti­ven: Wie haben sich For­men und Pra­xen des Umgangs mit Geschich­te ver­än­dert? Wel­che Bedeu­tung haben die­se Ver­än­de­run­gen für die Her­aus­bil­dung neu­er Geschichts­bil­der und Geschichtsverständnisse?
  7. Didak­ti­sche Per­spek­ti­ven: Wel­chen Ein­fluss auf For­men his­to­ri­schen Ler­nens in unter­schied­li­chen gesell­schaft­li­chen Zusam­men­hän­gen haben ein­zel­ne oder meh­re­re Pra­xen und Medi­en des Doing Histo­ry? Wel­chen Bei­trag kön­nen sie leis­ten? Wel­che Ansprü­che an Lern­pro­zes­se stel­len sie an ihre Akteu­re und wel­che Her­aus­for­de­run­gen an his­to­ri­sches Ler­nen in der Gesell­schaft erge­ben sich aus ihrer Exis­tenz und Entwicklung?

Pro­jek­te, die Aspek­te und Ansät­ze quer zu den hier genann­ten Fel­dern dis­ku­tie­ren und/​oder ergän­zen­de Fra­ge­stel­lun­gen dis­ku­tie­ren möch­ten, sind herz­lich willkommen.
Bewerbung

Ein­rei­chun­gen ent­hal­ten ein Abs­tract (maxi­mal 500 Wor­te) und eine Kurz­bio­gra­fie und sind ein­zu­sen­den an thorsten.​logge@​uni-​hamburg.​de, Ein­sen­de­schluss ist der 30. April 2019.
Work­shop am 20./21. Juni 2019

Die Pro­jekt­grup­pe wählt aus den Ein­sen­dun­gen geeig­ne­te Pro­jekt­bei­trä­ge aus. Die aus­ge­wähl­ten Bei­tra­gen­den wer­den in der ers­ten Mai­wo­che infor­miert und zur Aus­ar­bei­tung eines 15-minü­ti­gen Vor­trags ein­ge­la­den, der auf einem Work­shop am 20./21. Juni 2019 in Ham­burg­prä­sen­tiert wer­den soll. Der Work­shop dient der Vor­be­rei­tung eines For­schungs­ver­bund­an­trags, in dem die Ein­zel­bei­trä­ge als Teil­pro­jek­te inte­griert wer­den können.
Veröffentlichung

Eine Ver­öf­fent­li­chung der aus­ge­wähl­ten Bei­trä­ge in der Rei­he „Medi­en der Geschich­te“ (De Gruy­ter Olden­bourg) ist vor­ge­se­hen, der Band soll 2020 erscheinen.

Reisekostenübernahme

Rei­se­kos­ten (Deut­sche Bahn, 2. Klas­se) wer­den bis zu einer Höhe von 250 Euro pro Bei­trag über­nom­men, eine Unter­kunft im Hotel wird gestellt.

Projektgruppe „Doing History“

Prof. Dr. Cord Aren­des (Hei­del­berg)
Prof. Dr. Andre­as Kör­ber (Ham­burg)
Prof. Dr. Thors­ten Log­ge (Ham­burg)
PD Dr. Ste­fa­nie Sami­da (Hei­del­berg)
Dr. Julia­ne Tomann (Jena)
Prof. Dr. Tho­mas Weber (Ham­burg)

Kontakt

Prof. Dr. Thors­ten Logge
Uni­ver­si­tät Hamburg
Fakul­tät für Geisteswissenschaften
Fach­be­reich Geschich­te | Public History
Über­se­e­ring 35 #5, Raum 02045
22297 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 42838 9061
E‑Mail: thorsten.​logge@​uni-​hamburg.​de

Neuer Beitrag zur Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht

06. Februar 2019 Andreas Körber Keine Kommentare

Am 20. Febru­ar ist der fol­gen­de Band erschie­nen: “Wal­traud Schrei­ber, Béatri­ce Zieg­ler, Chris­toph Küh­ber­ger (Hrsg.): Geschichts­di­dak­ti­scher Zwi­schen­halt. Bei­trä­ge aus der Tagung »Kom­pe­tent machen für ein Leben in, mit und durch Geschich­te« in Eich­stätt vom Novem­ber 2017. Müns­ter u.a.: Wax­mann, 2019.”
Schreiber/Ziegler/Kühberger 2019

Dar­in fin­det sich auch fol­gen­der Beitrag:
Kör­ber, Andre­as (2019): “Kom­pe­ten­zen his­to­ri­schen Den­kens – Bestands­auf­nah­me nach zehn Jah­ren” (S. 71 – 87)

Tagung: “Geschichtskultur — Public History — Angewandte Geschichte.” Geschichte lernen und Gesellschaft. (29./30.03.2019) Leitung: Prof. Dr. F. Hinz (PH Freiburg), Prof. Dr. A. Körber (Univ. Hamburg)

19. Januar 2019 Andreas Körber Keine Kommentare

Geschichtskultur — Public History — Angewandte Geschichte. Geschichte lernen und Gesellschaft. (29./30.03.2019)

Lei­tung: Prof. Dr. F. Hinz (PH Frei­burg), Prof. Dr. A. Kör­ber (Univ. Hamburg)

Ort: Aula der PH Freiburg

Tagungs­pro­gramm

Pos­ter

Die Tagung wird durch die DFG finanziert.

 

Geschich­te wird heu­te vor­nehm­lich in der außer­aka­de­mi­schen Geschichts­kul­tur ver­han­delt. Dies geht so weit, dass nicht zuletzt in Bezug auf das Mit­tel­al­ter bereits von einem „Sekun­där­mit­tel­al­ter“ gespro­chen wird (Valen­tin Gro­eb­ner). Die Geschichts­wis­sen­schaft reagier­te auf die­se Ent­wick­lung nicht nur – aber auch nicht zuletzt – im deutsch­spra­chi­gen Raum mit Ein­rich­tung von Pro­fes­su­ren für „Public Histo­ry“ und „Ange­wand­te Geschich­te“ sowie Eta­blie­rung ent­spre­chen­der Inhal­te in Lehr­plä­nen und Geschichts­schul­bü­chern. Doch die­se Maß­nah­men kran­ken an zwei Defi­zi­ten, zu deren Behe­bung die­se Tagung bei­tra­gen soll:

Ers­tens ist der­zeit kei­nes­wegs klar, was genau unter den Eti­ket­ten „Public Histo­ry“, „Ange­wand­te Geschich­te“, „Erin­ne­rungs­kul­tu­ren“, „Geschichts­kul­tur“ etc. genau zu ver­ste­hen ist, d.h. vor allem, ob es Ver­gan­gen­heits­deu­tun­gen sind, die für die oder aber von der Öffent­lich­keit ent­wi­ckelt wer­den, und was genau in den jewei­li­gen Begrif­fen selbst oder ihren Umschrei­bun­gen als „öffent­li­che Geschich­te“ die „Öffent­lich­keit“ meint.

Zwei­tens han­delt es sich bei den genann­ten Stu­di­en­gän­gen um rein aka­de­mi­sche Ver­an­stal­tun­gen. Die Sche­re zwi­schen aka­de­mi­scher Erfor­schung der Geschich­te und popu­lä­ren Umgangs­wei­sen mit ihr ist jedoch bis­wei­len beträcht­lich. Historiker*innen dre­hen nun ein­mal meist kei­ne His­to­ri­en­fil­me, sie zeich­nen kei­ne His­to­ri­en­co­mics etc. Wenn sie gleich­wohl den popu­lä­ren Umgang mit Geschich­te in all sei­ner Viel­falt ana­ly­sie­ren, tap­pen sie daher oft­mals im Dun­keln. Nicht sel­ten bleibt es bei einer Beschrei­bung geschichts­kul­tu­rel­ler Mani­fes­ta­tio­nen, doch sind die­se streng genom­men Sach­quel­len, nicht popu­lä­re Geschichts­kul­tur, die stets den leben­di­gen Umgang mit Geschich­te bedeu­tet. Mit den Akteur*innen der Geschichts­kul­tur wird sei­tens der Hoch­schu­len nur spo­ra­disch Kon­takt gesucht.

Das Feld der Geschichts­kul­tur ist somit auf­grund sei­nes Cha­rak­ters als vergangen­heitsbezogenes, sozia­les wie kul­tu­rel­les Hand­lungs­feld Gegen­stand von Refle­xi­on nicht nur auf der Basis wis­sen­schaft­li­cher For­schung, son­dern auch sei­tens der brei­te­ren Öffent­lich­keit. Inso­fern Geschichts­wis­sen­schaft inklu­si­ve Geschichts­di­dak­tik nicht nur his­to­ri­sche Quel­len, son­dern zen­tral auch gesell­schaft­li­che For­men des „Umgangs“ mit Geschich­te, ihre „Nut­zung“ und ande­re Bezug­nah­men auf sie erforscht, bedarf es sys­te­ma­ti­scher Per­spek­ti­ven­ver­schrän­kung. Fern­ziel des Arbeits­zu­sam­men­hangs, in dem die Tagung steht, ist vor die­sem Hin­ter­grund die Her­aus­ga­be einer Hand­buch-Publi­ka­ti­on, in wel­cher eine Rei­he wesent­li­cher geschichts­kul­tu­rel­le Pra­xen und Objek­ti­va­tio­nen zunächst sowohl aus den ver­schränk­ten Per­spek­ti­ven von Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen unter gemein­sa­men Fra­ge­stel­lun­gen vor­ge­stellt wer­den und sodann sowohl the­ma­tisch als auch epo­chen­spe­zi­fi­schen Ana­ly­sen unter­zo­gen wer­den. Die Tagung soll den dafür nöti­gen Aus­tausch sowohl zwi­schen Wissenschaftler*innen (aus den Berei­chen ver­schie­de­ner Kul­tur­wis­sen­schaf­ten) und Praktiker*innen (1) über the­ma­tisch fokus­sier­te Paa­run­gen hin­aus zu einer über­grei­fen­den Dis­kus­si­on zusam­men­füh­ren und (2) sich aus den jewei­li­gen Bei­spie­len sowie (3) aus sys­te­ma­ti­schen Per­spek­ti­ven auf die­se sicht- und dis­ku­tier­bar machen.

Grund­la­ge der Tagung wer­den sein: (1) eine Rei­he von jeweils bestimm­te geschichts­kul­tu­rel­le Hand­lungs­fel­der the­ma­ti­sie­ren­de, von Autor*innen-Tandems aus Wis­sen­schaft und Pra­xis im Vor­feld erar­bei­te­te und (2) jeweils vier von Wissenschaftler*innen ver­fass­te the­ma­ti­sche und epo­chen­spe­zi­fi­sche Bei­trä­ge. Teilnehmer*innen sind die Autor*innen der Bei­trä­ge und ein gezielt dazu gela­de­nes inter­na­tio­na­le Fach­pu­bli­kum aus den Berei­chen Geschichts­wis­sen­schaft, public histo­ry und histo­ry education.

=== Nach­trag ===

Nun auch mit Bil­dern auf der Web­sei­te der PH Freiburg:

https://​www​.ph​-frei​burg​.de/​s​o​z​i​a​l​w​i​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​e​n​/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​-​p​r​o​f​i​l​/​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​/​h​i​g​l​i​g​h​t​s​-​a​u​s​-​l​e​h​r​e​-​u​n​d​-​f​o​r​s​c​h​u​n​g​-​d​e​r​-​a​b​t​e​i​l​u​n​g​-​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​/​t​a​g​u​n​g​e​n​/​g​e​s​c​h​i​c​h​t​s​k​u​l​t​u​r​-​p​u​b​l​i​c​-​h​i​s​t​o​r​y​-​a​n​g​e​w​a​n​d​t​e​-​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​.​h​tml

Neuer Artikel von Bodo von Borries

03. Dezember 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Bor­ries, Bodo von (2018): A For­ma­ção da Con­sciên­cia His­tó­ri­ca como reflexo de auto­bio­gra­fi­as — ent­re leit­u­ra priva­da e ensi­no pre­sen­cial. In Ana Clau­dia Urban, Este­vão de Rezen­de Mar­tins, Mar­le­ne Cai­nel­li (Eds.): Edu­ca­ção His­tó­ri­ca. Ousa­dia e Ino­va­ção em Edu­ca­ção e em His­tó­ri­ca. Escri­tos em home­nagem a Maria Auxi­li­a­do­ra Morei­ra dos San­tos Schmidt. Curi­ti­ba: W.A. Edi­to­res, pp. 169 – 198.

Neuerscheinung: Aufsatz zu interkulturellem Geschichtslernen

29. Oktober 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Gera­de erschie­nen im ers­ten Heft der unter neu­em Namen gelaunch­ten Zeit­schrift “Histo­ry Edu­ca­ti­on Rese­arch Jour­nal” (frü­her Inter­na­tio­nal Jour­nal of His­to­ri­cal Lear­ning Tea­ching and Rese­arch):

Kör­ber, Andre­as (2018): “Trans­cul­tu­ral histo­ry edu­ca­ti­on and com­pe­tence. Emer­gence of a con­cept in Ger­man histo­ry edu­ca­ti­on.” In: Histo­ry Edu­ca­ti­on Rese­arch Jour­nal (HERJ) 15 (2), pp. 101 – 116. DOI https://​doi​.org/​1​0​.​1​8​5​4​6​/​H​E​R​J​.​1​5​.​2​.09

Resolution des VHD: Materialsammlung von VHD, zeitgeschichte online und Ergänzungen

28. Oktober 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Neben dem Pres­se­pie­gel des VHD hat Zeit­ge­schich­te Online dan­kens­wer­ter­wei­se eine von Sophie Gen­s­ke erstell­te Mate­ri­al­samm­lung zur sehr kon­tro­ver­sen Dis­kus­si­on um die Müns­te­ra­ner  “Reso­lu­ti­on zu gegen­wär­ti­gen Gefähr­dun­gen der Demo­kra­tie” des Historiker*innen-Verbandes (VHD: Ver­band der His­to­ri­ke­rin­nen und His­to­ri­ker Deutsch­lands) auf ver­linkt. Sie ist zu fin­den unter:

zeit​ge​schich​te​-online​.de/​e​d​i​t​o​r​i​a​l​/​m​a​t​e​r​i​a​l​s​a​m​m​l​ung bzw.: https://t.co/Nb1S9BdzTl.

Sie ist aber durch­aus nicht voll­stän­dig. Eini­ge wich­ti­ge Bei­trä­ge feh­len. Auch im Radio, auf Face­book und Twit­ter (und wohl auch wei­te­ren Kanä­len) haben inten­si­ve Debat­ten statt­ge­fun­den, von denen ich wie­der­um nur eini­ge Threads und/​oder Bei­trä­ge verlinke:

Tagungsbericht: “Jenseits von Binaritäten und gegenläufigen Erinnerungen?” Fakultät für Kulturwissenschaften, Universität Paderborn Datum 19.05.2017 — 20.05.2017

28. September 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Auf H‑Soz-Kult ist nun (nach lan­ger Redak­ti­on) erschie­nen mein Bericht zur Tagung “Jen­seits von Bina­ri­tä­ten und gegen­läu­fi­gen Erin­ne­run­gen?”, die u.a. Johan­nes Mey­er-Ham­me an der Uni­ver­si­tät Pader­born orga­ni­siert hat. Vor­ge­tra­gen hat u.a. auch Johan­nes Hoff­mann, vor­mals Stu­dent hier in Ham­burg und der­zeit Refe­ren­dar an einem Ham­bur­ger Gymnasium.

Pader­born: Fakul­tät für Kul­tur­wis­sen­schaf­ten, Uni­ver­si­tät Paderborn
19.05.2017 — 20.05.2017
Hier eine Fas­sung in ara­bi­scher Spra­che, die dan­kens­wer­ter­wei­se die Kolleg*innen in Pader­born haben durch ein Über­set­zungs­bü­ro anfer­ti­gen lassen:

الجانب الآخر للثنائيات والذكريات المتعارضة؟

ورشة عمل مع خبراء في التاريخ وثقافة الذاكرة في مجتمع بعد الهجرة من لاجئين وغير لاجئين

المكان: بادربورن

المنظم: جامعة بادربورن, كلية الآداب والعلوم الإنسانية

التاريخ: 19.05.2017ـ20.05.2017

الكاتب: أندرياس كوربر, كلية التربية, قسم تدريس التاريخ, جامعة هامبورغ

الهجرة ليست فقط فردية وإنما لمجتمع يواجه تحديات مثل الثقافة التاريخية بما في ذلك مؤسساته من علم التاريخ و تدريس التاريخ. هذا ينطبق بشكل خاص عندما لا يتم أخذ وجهة نظر المجتمع المضيف ـ بمعنى المجتمع الشامل بعد التقليدي و مجتمع بعد الهجرة ـ وهذا يتطلب إمكانيات التوجه المشتركة والمنفصلة للتاريخ. لا تتضاعف هذه فقط من ماض (المجتمعات الأصلية) ذات الصلة, وإنما أيضا من كل اهتمام تاريخي للقضايا والمفاهيم. في أوقات الهجرة الجماعية من الحروب ومناطق الحروب الأهلية يجب أن يؤخذ بعين الاعتبار أن هويات المهاجرين قد تكون هشة وبخطورة أو أنهم بحاجة إلى توجه تاريخي جديد. يمكن للمهاجرين أنفسهم من نفس المناطق أن يحضروا معهم احتياجات توجه وخبرات مختلفة. علم وفن تدريس التاريخ بحاجة إلى تجديد فرص وأساسات هذا الانعكاس.

لقد تم تمويل هذه القضايا المطروحة في المؤتمر من قبل مؤسسة الذكرى, المسؤولية, المستقبلوخصصت لصالح مشروع عمل نظرية وفن تعليم التاريخ من قبل (يوهانس مايرـ هامي و فيليكس هينز) والتاريخ المعاصر( سيباستيان بيسشوف) في جامعة بادربورن وجمعت مؤرخين ومدرسين للتاريخ مع توجهات احترافية مختلفة وقصص هروب (خاصة من سوريا والعراق) وشملت الكثيرين (من الطلاب وحتى مدير متحف) و أيضا زملاء غير لاجئين.

هذا ضروري ومبتكر كإنتاج لوجهات نظر متعددة لكنه تتطلّب أيضا الكثير من الجهد التنظيمي مثل الترجمة الفورية وحساسية التجمع المشاركين البرنامج والتنفيذ الفعلي. هذه التحديات تم التغلب عليها بسهولة متناهية من قبل المنظمين ومساعديهم المحترفين, فريق المترجمين والمشاركين.

وبعد التحية التي ألقاها فولكر بيكوس (عميد جامعة بادربورن) وسونيا بيجالك (مندوبة مؤسسة ذكرى, مسؤولية, المستقبل”, برلين) و يوهانس مايرـ هامي (بادربورن) على أساس المبادئ الانعكاسية لتعلم التاريخ بين الثقافات و ما بعد المهاجرين”, تم توضيح إمكانية التبادل المتماثل. جنبا إلى جنب فتح التواصل مناخا مفتوحا للمناقشة والتشاور والجدال.

جاء ثلاثة منظمين من القادة السابقين في هذا البلد (وأحيانا يكون مهاجر سابق)، في أعمال اللاجئين مدرسين للتاريخ من ذوي الخبرة فضلا عن كلمة لاجئين. [1]

أولا قدم إبراهيم ميرزايف ـ الذي يعمل مدرسا في دورات الاندماج و طالب دكتوراه في علم التاريخ (إيخستات)ـ تجربة مع التحديات والفرص للتفاوتات الكبيرة في مهارات اللغة وتعدد الحساسيات المتعلقة بالصدمة للكثير من اللاجئين باعتبارات التعلم التاريخي مع تقديم أساليب من الأحداث السمعية والكلامية.

ديمتري شترايفسكي من (برلين)، طالب دكتوراه في التاريخ, وباحث في العلوم السياسية يعمل في مجال تربية الهجرة, تحدث عن تحديات أحد مبادئ المقابلة والتعلم على مستوى العينوأخذ على محمل الجد التعليم التاريخي. وبناء على خمسة جوانب رئيسية, بما في ذلك صفات ثقافية أو عرقية نهج مجموعة محددة”, و خطر التربية الخاصة”, كما شدد على إمكانية التعلم من خلال التحديات المشتركة, شريطة الاعتراف بقضايا وآفاق الشباب وتناولها, ولكن أيضا مناقشة بعبارات واضحة من القيم الإنسانية.

في مساهمة كل من جينيفر فاربر (فوغلسانغ) وجينز هيكر(سيني) تم التركيز على القضايا الشاملة وانتقاد نهج هدف المجموعات. واستنادا إلى نتائج مناقشات أحد مجموعات العمل على انتشار النصب التذكارية المبينة علة أنها افتتاح مفاهيم انعكاسية, تشاركية وتوسيع وجهات النظر نقل التاريخ دون هويات” (أستريد ميسرشميدت) حول مواضيع معاداة السامية ومجتمع الهجرة.

أوركيدي إسكيمند وميلاني كامب (برلين) قدما مشروع اكتشاف التنوع”, الذي ينتج عن تحليل احتياجات الشباب من عمر 12 – 15 سنة لفرص تعليمية مع خبرة في معاداة السامية, يتم ربطها في تجارب الحياة الخاصة بهؤلاء الشباب ومنهجة تاريخهم وكذلك تمكّن من وضع ثقافة الذكرى.

وجهات النظر الأخرى كانت مما يمكن لاللاجئين أخذه على محمل الجد من دروس التاريخ والثقافة التاريخية في بلدانهم الأصلية. قدمت في أربع مساهمات مختلفة خلال ورشة العمل هذه وشملت التاريخ, مفاهيم التاريخ, مفاهيم الهوية.

حيث شدد يوسف كنجو (توبينعن) عالم الآثار الدولي الشهير والمدير السابق لمتحف حلب في سوريا على أهمية البحوث الآن. لكن في الوقت الحاضر وبشكل ملموس فإن المواقع الأثرية بخطر أو دمرت بالفعل في سوريا وهذا سيضيف مشاركات السوريين إلى التاريخ البشري. هذه النواة المحتملة غالبا لا يدرك السكان بناء التاريخ بشكل غير ثنائي, وهو ما يفسر وجود جزء كبير من المخاطر على هذا التراث. يتم توزيع كتاب عبر مشاريع مختلفة ومجانية في مخيمات اللاجئين في دول الجوار عن سوريا القديمة الذي ينبغي أن يؤثر في مكافحة الخطر على الهوية.

محمد عيسى (برلين)، لاجئ ومدرس تاريخ ،أكد في المقابل على أهمية الوحدة العربية والتوسع الإسلامي, ووضح أنه تم تدميرهما من قبل سيطرة واستغلال الاستعمار الأجنبي ومثالا على ذلك اتفاقية سايكس بيكو” (1916), حيث كانت السبب الرئيسي للتطرف الحالي واللاجئين. ووصف تدريس التاريخ في سوريا اليوم - على النقيض من الوضع قبل الثورة - اعتبارا من التدخل السياسي والنظام الافتراضي و التفسيرات الموالين للنظام, وبالتالي تميزت بالخوف, التي من المقرر أن تكون ناجمة عن القوى الاستعمارية التي تجدد الصراع. المنهجية المفتوحة وتعددية التفكير الذاتي ليست ممكنة. لذا يجب إعادة توجيه تدريس التاريخ وإزالة المعلومات الوهمية”, وأعطاء الطلاب الحرية في تعلم القيم الإنسانية الشاملة. واعتماد المفاهيم الغربية في الحرية، و الحكم الناقد.

نظيره العراقي نور حمود (برلين) اتفق معه حول الكثير. تقليديا، ليس فقط في السنوات الأخيرة, كان يتم قبول المحتوى التدريسي لتدريس التاريخ, مع عدم الفهم أو حتى المناقشة, حتى مع الشكوك. وشدد على الدور الهام للمحتوى الديني وتخصيص التفسيرات ومثالا على ذلك تمجيد وصف (“شونستر فرهود”) من المذبحة اليهودية عام 1941 في بغداد وفورا مشكلة الهويات الدينية المعرّفة[2]. خلاصة العمل, في فهم سمات تاريخه, تعرف عليها في دورة الاندماج في ألمانيا وكان غير معروف وغير مألوف للاجئ. ومن هنا تأتي أهمية دورات الاندماج في تسهيل التفاهم المتبادل والغفران للجميع. في العراق أيضا يجب أن يتطوّرتأثير تدريس التاريخ و يشجّع الأطفال على السؤال والفهم.

أوضحت في المقابل ناريمان دريباتي مفاهيم الهوية بانتقاد (هايدلبيرغ), وهي من سوريا ومدرسة التاريخ المهاجرة وطالبة الدكتوراه في مناهج تدريس التاريخ. عرضت النتائج الأولى لتحليلها لكتب التاريخ المدرسية السورية الحالية والتي نشرت قبل عام 2010. مركزيا ملزم ومقدم, عززت أعمال ومصالح الحزب الحاكم حزب البعثوالنخبة. وفقا لذلك - بسبب الأغلبية السنية، لبناء هوية دينية ـ وطنية لسوريا كجزء من العالم العربي الشامل. وأساسا تتكرر فقط في النصوص من وجهات نظر مؤلفين عرب. المصادر تستخدم ربما للتوضيح, ولكن ليس للتحليل.

مدرسة التاريخ اللاجئة رحاب اليوسف (إسبلكامب) لفتت الأنظار إلى تدريس التاريخ في ألمانيا. وقدمت موجزات بشأن أوضاع العديد من اللاجئين فيما بين كرسيينمن البلد الأم والبلد المضيف, وشددت على أهمية الاندماج. جوهريا نكبر معاإلى مجتمع جديد هو الحصول على التعارف - وأيضا المعرفة الدينية - والاختلافات الثقافية والاعتراف المتبادل. حيث يوجد اختلافات واضحة بين اللاجئين وبين الألمان. الإشكالية تكون على حد سواء في المطالبات, إذ يجب على المهاجرين التخلي عن هويتهم, ولكن أيضا يستخدم هذا الرفض لترحيلهم كذريعة لعدم الاندماج. وأبرزت أيضا صعوبات الدراسة الملموسة للاجئين التي تنشأ في المقام الأول من اللغة والأشكال المختلفة جدا من التعلم والدراسة في ألمانيا

دروس التاريخ في سوريا وألمانيا تم عنونتها وشرحها مع اثنتين من الطلاب السورريين اللاجئين جنبا إلى جنب مع دومينيك يروخ (سيجن). وأكدوا على التباين الحالي التي تهيمن عليها أغلب القصص من الدولة, تدريس التاريخ غير الحرقبل الحرب الأهلية ومع التعلم في ألمانيا “, فضلا عن مطالب التعارف المتبادل والاعتراف وموضوعية تاريخ الوطن. وشددوا بوجه خاص على الحاجة إلى معلومات أكثر موثوقية, لا سيما بشأن الصراع الفلسطيني الإسرائيلي بوصفه جوهر مشكلة الشرق الأوسط برمتها وعن الاشتراكية الوطنية.

بعد النقاشات, تم الحوار والسؤال حول مفهوم الهوية، فضلا عن التحديات التي تواجه المجتمع والمدرسة والمؤرخين. وقد كان مفهوما مختلفا للمفاهيم والطلبات على الهوية فضلا عن إدراجها في تدريس التاريخ: أفكار الهوية غير المنقطعة من الأصل والاستقبال والهوية, وبالتالي مطالب التعارف المتبادل, وكان تصور وقبول الآخرفي المؤرخين يعارضون الشك في جميع الهويات المحددة مسبقا, الأمر الذي شدد على تنوع تجارب المهاجرين ووجهات نظرهم, بحيث أعطيت دروس المدارس والتاريخ مهمّة دعم كل تشكيل فردي للهوية. وقد أعطي التعلم التاريخي ومواضيع محددة وظائف مختلفة, ، لذا (1) كخلفية لفهم النظام القانوني الألماني والديمقراطية فضلا عن (2) على النقيض من التفسيرات والتقييمات الإيديولوجية أو غير المنكوبة، مثل الاشتراكية الوطنية والمحرقة، والتي غالبا ما يتم جلبها من الأوطان. وتركزت سابقا على ألمانيا وأوروبا في دروس التاريخ الألماني ولذلك ينبغي فتح موضوعية تاريخ مناطق المنشأ.

وبالإضافة إلى ذلك، فإن المناقشة المثيرة للجدل كانت حول دور الإسلام التاريخي كنقطة مرجعية لهوية مشتركة, ومدى وطابع العداء اليهودي أو الإسرائيلي في الثقافات العربية, فضلا عن أهمية الاستعمار في ظهور حالات الصراع الحالية في المنطقة وكخلفية لتمثيل التاريخ المغلق في المدارس.

مع إلقاء نظرة على دروس التاريخ في المستقبل في البلد المضيف يتم تفضيل مفاهيم مختلفة: التنظيم في التاريخ اليومي في مكان السرد التاريخية الوطنية, (الإقليمية) مفاهيم الحرية الخاصة، فضلا عن مفاهيم الانحراف الغربية عن التاريخ. وأخيرا، دعيت أيضا إلى تحديد موضوعي للفروق المفاهيمية في المصادر والتمثيل، كتعلم تاريخ دولة ـ ودين بعيد, حتى يمكن إجراء مناقشة حرة مع تفسيرات مختلفة وإدخال مصادر مطبوعة أخرى في الكتب.

واستكمل البرنامج بمساهمة: ميشائيل شوبرت (بادربورن)حيث حاضر في مفهوم التنوع الفائقالذي وضعه ستيفن فيرتوفيك في عام 2007 لتسجيل مفهوم فائق التنوععلى الأقل في ضعف تنوع المجتمع (في أبعاد التمايز وأشكال الإقامة) في مجتمعات الهجرة الغربية منذ الثمانينيات. ناقش الأداء والجوانب الإشكالية لتعريفه وتفعيله في مؤشر التنوعوناقش أيضا المفارقة (باستثناء) آثار الاستخدام العام من مفاهيم التنوع, على سبيل المثال الصورة المتوقعة للتجانس في الماضي (“الإحياء العرقي”). وسمحت المفاهيم البنائية فقط بمشاركة الجميع في التفاوض والتفكير في التنوع والحدود. يمكن أن تشمل ثقافات النصب التذكارية وتؤخذ في الحسبان, مثل استخدام التجارب التاريخية المشتركة والمحددة (الضحايا والجناة, تجربة الهجرة) باعتبارها آفاق للسؤال. وفي نهاية المناقشة, وردا على سؤال عن الكيفية التي يمكن بها لمفاهيم الهوية البنائية هذه أن تجسد المصالح المشروعة للمهاجرين في تنمية بلدانهم الأصلية, فضلا عن تجارب مختلفة.

وأخيرا، تحدث جوهانس هوفمان (هامبورغ) عن مقابلاته مع المهاجرين الشباب الذين هاجروا مؤخرا من سوريا, الذين ما زالوا يتابعون المدرسة، لتجاربهم مع التاريخ والمؤرخين. في حالتين محددتين, رسم مختلف التصورات وردود الفعل والهياكل الشخصية, والتي هي انعكاس حاسم لدروس التاريخ الخاصة, والتوجه الديني, والتمكين إلى التفكير النقدي الخاص, ودائما تأخذ على تركيبات مميزة مختلفة. كان من الممكن تصور معنى بناء الهوية التاريخية وراء التفسيرات المعطاة في المثال المكثف.

بياتريس زيجلر (آراو) أبرزت التحديات التي تواجه عملية تحويل المواضيع الرئيسية إلى مجتمعات غير متجانسة بسبب الهجرة وأهمية التعامل مع وجهات نظر مختلفة في كل حالة. وأوضح المؤتمر التناقض بين التفسيرات المشتركة والمعاني بين ثقافات المنشأ والاستقبال. ومن الضروري تعميق المناقشات. وعلى وجه الخصوص، ينبغي توضيح مفاهيم الهوية والعلاقة بين الهوية والتاريخ.

وتجدر الإشارة إلى أن الجو كان لطيف وجماعي, سمح لإظهار أوجه التشابه والاختلاف بين مجموعات المشاركين وكذلك داخل هذه المجموعات بحيث يمكن أن تستمد الأسئلة والموضوعات لمزيد من المحادثات والبحوث والتي لا تتطابق ببساطة مع الإحالات الثنائية. وفي الوقت نفسه، أصبح من الواضح أن مفاهيم الهوية المرنة المعقولة جدا لما بعد التقليد وما بعد المهاجر في مواقع متعددة مناسبة لتحليل مجال التجارب الموصوفة والمفاهيم المعرب عنها, ولكنها لا تتوافق إلا بشكل مشروط مع المشاركين الذين هاجروا أنفسهم. ولا سيما فيما يتعلق بالمفهوم المعياري للهوية, من الواضح أنه لا يزال هناك الكثير من الترجمة التي يتعين القيام بها ليس فقط من طابع لغوي.

نبذة عن المؤتمر:

فولكر بيكهاوس (جامعة بادربورن, عميد كلية الدراسات الثقافية): تحية

سونيا بيجالك (مؤسسة ذكرى, مسؤولية, مستقبل برلين): تحية

يوهانس ماير-هامي (جامعة بادربورن): الجانب الآخر للثنائيات والذكريات المتعارضة؟ طرق لثقافة الذاكرة الانعكاسية

الجلسة الأولى الاعتدال: فيليكس هينز, جامعة بادربورن

إبراهيم ميرزايف (طالب دكتوراه, الجامعة الكاثوليكية في إيشستات): جوجل والماركات التجارية: كيفية شرح التاريخ الألماني؟

ديميتري ستراتيفسكي (برلين): كيف يمكننا أن ننشر ثقافة الذكرى لأشخاص ذوي خلفية مهاجرة؟

رحاب اليوسف (إسبلكامب): التكامل /​ لم شمل الشعوب في بوتقة الثقافات والحضارات الجديدة

جينيفر فاربر (أكاديمية فوجيلسانغ) و يانس هيكر (مركز توثيق ستالاج, 326): انعكاس عمل النصب التذكارية في مجتمع غير متجانس: فتح أبواب مساحة العمل

محاضرة مساء

مايكل ششوبيرت (جامعة بادربورن): في الطريق الاختلاف فائقة التنوع؟ أهمية الحدودوتنظيمها في مجتمع الهجرة

الجلسة الثانية, الاعتدال: د. سيباستيان بيشوف (جامعة بادربورن)

يوسف كنجو (جامعة توبنغن): دور التاريخ في الهوية والتراث

محمد عيسى (برلين): دروس التاريخ في سوريا

نور حمود (برلين): دروس التاريخ في العراق وماذا تعني دورة الاندماج للاجئين؟

الجلسة الثالثة, العرض: ماير هامي (جامعة بادربورن)

ناريمان دريباتي (طالبة دكتوراه, جامعة هايدلبرغ): الهوية العربية السورية؟! تحليل كتب التاريخ السورية الحديثة

أوركيد إزغيمن /​ ميلاني كامب (كيغا برلين): فرص وتحديات التعليم السياسي مع اللاجئين منهم وإليهم

ورش العمل:

دومينيك جيروش, رنا الزهر, علياء شعباني, رغد عامر (تلاميذ الصف العاشر): دروس التاريخ الألماني من منظور اللاجئين في (فورست-جوهان-موريتز-غيمناسيوم في سيجن)

يوهانس هوفمان (جامعة هامبورغ): الهجرة والوعي التاريخي. إعادة بناء وتحليل تاريخ المهاجرين فيما يتعلق بالتوجه والهوية

ملاحظات:

[1] ولم تكن الأفرقة موضوعية تماما، ولكن اختلطت وجهات النظر، التي كانت من بين أمور أخرى النقاش الحيوي في نهاية الفريق جاء بالفائدةض, مع ذلك, أحيت المواضيع على نطاق الفريق مرة أخرى. ويتمحور التقرير بطريقة مواضيعية

[2] وبالنسبة للسياق، دافني تسيمهوني: فرهود، في: دان دينر (هرسغ.): موسوعة التاريخ اليهودي والثقافة. المجلد 2, ميتسلر, شتوتغارت /​ فايمار 2012، الصفحات 324 – 327

Weise, Mara (29.6.2018): “Zur Förderung von Zeitbewusstsein”. Vortrag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium 28. – 30. Juni 2018 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

30. Juni 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Wei­se, Mara (29.6.2018): “Zur För­de­rung von Zeit­be­wusst­sein”. Vor­trag auf dem FUER-Nach­wuchs-Kol­lo­qui­um 28. – 30. Juni 2018 an der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Eichstätt-Ingolstadt

Stork, Annika (29.6.2018): “Perspektivensensibilität innerhalb des Geschichtsunterrichts”. Vortrag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium 28. – 30. Juni 2018 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

29. Juni 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Stork, Anni­ka (29.6.2018): “Per­spek­ti­ven­sen­si­bi­li­tät inner­halb des Geschichts­un­ter­richts”. Vor­trag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium
28. – 30. Juni 2018 an der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Eichstätt-Ingolstadt

Zur Zusammenarbeit von Fachdidaktik und Sonderpädagogik im inklusiven Unterricht – Potenziale und Problemstellungen

27. Juni 2018 Heike Bormuth Keine Kommentare

Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch fand an der Uni­ver­si­tät Ham­burg der „Stra­te­gietag Inklu­si­on“ statt, bei dem Mit­glie­der der Fakul­tät für Erzie­hungs­wis­sen­schaft in kur­zen Impuls­vor­trä­gen ihre unter­schied­li­chen Arbei­ten und Ansät­ze zur Inklu­si­on vor­stell­ten, die im Anschluss leb­haft in ver­schie­de­nen Klein­grup­pen dis­ku­tiert wur­den. In vier Blö­cken zur Posi­tio­nie­rung, Kon­zep­tio­nie­rung, Demo­kra­ti­sie­rung und Didak­ti­sie­rung von Inklu­si­on wur­de zwi­schen den Bei­trä­gen nach sich erge­ben­den gemein­sa­men Her­aus­for­de­run­gen des inklu­si­ven Bil­dungs- bezie­hungs­wei­se Erzie­hungs­auf­trags in schu­li­schen und außer­schu­li­schen Pra­xis­fel­dern gesucht, es wur­den die ver­schie­de­nen Theo­rien und Metho­den zur Bear­bei­tung die­ser Her­aus­for­de­run­gen dis­ku­tiert und nach neu­en Per­spek­ti­ven zur inter- und intra­dis­zi­pli­nä­ren Koope­ra­ti­on gesucht.

Einen Bei­trag, der einen prag­ma­ti­schen Ansat­zes zur Koope­ra­ti­ons­fra­ge von Fach­di­dak­tik und Son­der­päd­ago­gik in der Inklu­si­on vor­stell­te, lie­fer­ten Prof. Dr. Ulrich von Kne­bel, Prof Dr. Andre­as Kör­ber und Dr. Hei­ke Bor­muth. Unter dem Titel „Inklu­si­ver Unter­richt als didak­ti­sche Her­aus­for­de­rung“ stell­ten sie Über­le­gun­gen vor, die aus der Spe­zi­fik des Zusam­men­spiels von Geschichts­di­dak­tik (Bormuth/​Körber) und Beein­träch­ti­gung der Spra­che (von Kne­bel) entsprangen.

1.   Ansatz in einer inklu­siv ori­en­tier­ten Fach­di­dak­tik – Geschichte

Im Arbeits­be­reich Geschichts­di­dak­tik an der Uni­ver­si­tät Ham­burg wur­de ein Ansatz ent­wi­ckelt, der für das Ziel der inklu­si­ven Pro­fi­lie­rung schu­li­schen Geschichts­ler­nens das dif­fe­ren­zier­te Arbei­ten an gemein­sa­men Gegen­stän­den und Fra­ge­stel­lun­gen durch eine beson­de­re Kon­struk­ti­on kom­ple­xer Lern­auf­ga­ben in den Blick nimmt. Die Über­le­gun­gen, die die­sem mög­li­chen Ansatz zugrun­de lie­gen, sol­len im Fol­gen­den all­ge­mein vor­ge­stellt werden.

Aus­ge­hend von gegen­wär­ti­gen und für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler lebens­welt­lich rele­van­ten sowie expli­zit gemach­ten Pro­blem­la­gen (und inso­fern dem Ansatz von Sebas­ti­an Barsch ver­wandt) wer­den Auf­ga­ben­stel­lun­gen kon­stru­iert, die hin­rei­chend kom­plex sind, um nach einer dif­fe­ren­zier­ten Bear­bei­tung gemein­sam bespro­chen und dis­ku­tiert zu wer­den. Die Bedeu­tung der Auf­ga­be für die eige­ne Lebens­welt und zeit­li­che Ori­en­tie­rung wird für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in der Auf­ga­ben­stel­lung ersicht­lich gemacht, wodurch grund­le­gend klar wird, wes­halb die Auf­ga­be – hin­aus­ge­hend über die Ver­pflich­tung des Unter­richts­ge­sche­hens – zu bear­bei­ten ist. Der Aus­tausch im Anschluss an die Arbeits­pha­se dient schließ­lich nicht nur einer Rück­mel­dung zur erfolg­rei­chen Bewäl­ti­gung durch die Lehr­kraft, son­dern eben­so zen­tral auch der aner­ken­nen­den gegen­sei­ti­gen Wahr­neh­mung der unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven, Deu­tun­gen, Bedeu­tungs­zu­schrei­bun­gen und Inter­es­sen, die in den Bear­bei­tungs­wei­sen ver­folgt wur­den. Durch die gemein­sa­me Dis­kus­si­on wer­den die­se sicht- und reflek­tier­bar gemacht.

Für die Kon­struk­ti­on sol­cher Auf­ga­ben­for­ma­te kön­nen (bezie­hungs­wei­se müs­sen) auch oft meh­re­re vor­lie­gen­de, eher klein­schrit­tig-induk­ti­ve Auf­ga­ben so zu kom­ple­xen Lern­auf­ga­ben zusam­men­ge­führt wer­den, dass ergän­zen­de (somit nicht erset­zen­de) Dif­fe­ren­zie­run­gen von Mate­ria­li­en sowie Bear­bei­tungs- und Dar­stel­lungs­for­men („Scaf­folds“) ent­wi­ckelt wer­den kön­nen. Die­se sind dabei kei­nem ein­zel­nen Ler­nen­den direkt zuge­wie­sen, son­dern wer­den als Ange­bo­te ent­spre­chend des Bedarfs zur Unter­stüt­zung oder Her­aus­for­de­rung zur Ver­fü­gung gestellt, dür­fen aber grund­sätz­lich von allen Ler­nen­den gemäß ihrer eige­nen Ent­schei­dung genutzt wer­den. Dar­aus ergibt es sich auch, dass ein­deu­ti­ge, fixier­te und den Lehrer*Innen vor­ab bekann­te Lösun­gen bezie­hungs­wei­se Ergeb­nis­er­war­tun­gen durch einen viel­fäl­ti­gen und viel­ge­stal­ti­gen Lösungs­raum abge­löst wer­den. In die­sem wer­den unter­schied­li­che For­ma­te des Schü­ler-Out­puts eben­so wie die ver­schie­de­nen Blick­win­kel und Kom­ple­xi­täts­gra­de der dif­fe­ren­zier­ten Bear­bei­tung glei­cher­ma­ßen wert­schät­zend akzep­tiert. Zur Ermitt­lung des in einer Lern­grup­pe bestehen­den Bedarfs an Maß­nah­men zur Unter­stüt­zung und Her­aus­for­de­rung dient eine zwei­sei­ti­ge Dia­gnos­tik, die zum einen die Anfor­de­run­gen inner­halb der (kom­ple­xen) Auf­ga­be und zum ande­ren die kor­re­spon­die­ren­den Fähig­kei­ten in der Lern­grup­pe als Gesamt­ein­heit ana­ly­siert. Dies geschieht mit­tels gemein­sa­mer Kate­go­rien sowohl all­ge­mei­ner und spe­zi­fisch päd­ago­gi­scher aber auch fach­spe­zi­fi­scher Kri­te­ri­en, denen, eben­so wie der anschlie­ßen­den Ent­wick­lung der Scaf­folds, Prin­zi­pi­en wie das des uni­ver­sal Design for Lear­ning zugrun­de gelegt werden.

Mit Hil­fe der ergän­zen­den, nicht erset­zen­den Unter­stüt­zung aber auch Her­aus­for­de­rung soll der Zugang aller Ler­nen­den zu einer Lern­auf­ga­be ver­bes­sert oder gege­be­nen­falls erst ermög­licht wer­den, die im eigent­li­chen (fach­li­chen) Lern- und Auf­ga­ben­kern gemein­sam, in den Anfor­de­run­gen, Bear­bei­tungs- und Refle­xi­ons­wei­sen jedoch dif­fe­ren­ziert ist.

Inso­fern die zwei­sei­ti­ge Dia­gnos­tik nicht nach den „Träger*innen“ bestimm­ter Bedar­fe an Unter­stüt­zung und Her­aus­for­de­rung inner­halb der Lern­grup­pe fragt, son­dern nur nach den Bedar­fen selbst, blei­ben bei aller geleis­te­ter Dif­fe­ren­zie­rung gege­be­nen­falls spe­zi­fi­sche Bedürf­nis­se bestehen, die mit­tels der zwei­sei­ti­gen Dia­gnos­tik nicht aus­rei­chend erkenn­bar wer­den und denen mit­tels der all­ge­mein anzu­bie­ten­den Scaf­folds nicht hin­rei­chend ent­spro­chen wer­den kann. Sie schafft in sol­chen Fäl­len zunächst ein­mal über­haupt Auf­merk­sam­keit und kon­kre­te Gesprächs­an­läs­se mit wei­te­ren Exper­ten päd­ago­gi­scher Pro­fes­sio­nen. Hier gilt es also, in Zusam­men­ar­beit mit spe­zi­fi­schen Son­der­päd­ago­gi­ken die Schnitt­stel­len für die inter­pro­fes­sio­nel­le Zusam­men­ar­beit bei der Unter­richts­pla­nung, ‑vor­be­rei­tung und ‑durch­füh­rung zu erken­nen und gemein­schaft­lich aus­han­delnd zu gestal­ten. Auch dies wird nicht nur all­ge­mein, son­dern unter Berück­sich­ti­gung der Spe­zi­fi­ka des jewei­li­gen Faches erfol­gen müssen.

2.   Ansatz der Son­der­päd­ago­gik – Beein­träch­ti­gung der Sprache

Die bei­spiel­haf­te Dia­gno­se einer Lern­grup­pe im Rah­men des geschichts­di­dak­ti­schen Auf­ga­ben­bei­spiels zeig­te Aus­schlä­ge in den Kri­te­ri­en „Sprach­li­che Kom­pe­ten­zen“ (dies betrifft den Um­gang mit Deutsch/​Bildungssprache) und „Sprech­fä­hig­keit“ (Fähig­keit zur Arti­ku­la­ti­on), an wel­chem Punkt die Ver­schnei­dung mit der Son­der­päd­ago­gik ansetz­te. Im kon­kre­ten Fal­le fand die Ver­schnei­dung der Exper­ti­sen mit dem son­der­päd­ago­gi­schen Betä­ti­gungs­feld der „Beein­träch­ti­gung der Spra­che“ statt, die sich mit den Fra­gen der fach­un­ter­richt­li­chen Pro­fi­lie­rung ihrer För­der­lo­gik aus­ein­an­der­setz­te. Hin­ter den per­so­nen­un­ab­hän­gi­gen Aus­schlä­gen ver­barg sich nun aus der son­der­päd­ago­gi­schen Sicht der kon­kre­te Bei­spiel­schü­ler Fabi­an, mit einer indivi­duellen kom­ple­xen Dia­gno­se und einem spe­zi­el­len För­der­plan. Sei­ne Spe­zi­fi­sche Sprachentwick­lungsstörung beding­te erheb­li­che Ent­wick­lungs­rück­stän­de vor allem in seman­tisch-lexi­ka­li­­scher Hinsicht

  • stark ein­ge­schränk­ter Wortschatz
  • Schwie­rig­kei­ten im Umgang mit übertrage­nen Bedeutungen

und in gram­ma­ti­scher Hinsicht

  • kei­ne Nebensatzkonstruktionen,
  • Schwie­rigkeiten mit dop­pel­ten Objek­ten, zusam­men­ge­setz­ten Ver­ben und Tempusmarkierung.

Gemäß Fabi­ans indi­vi­du­el­lem För­der­plan wären fol­gen­de Schrit­te zu unter­neh­men, um die­se Aspek­te zu stär­ken. Es wären die seman­ti­schen und pho­no­lo­gi­schen Abruf­hil­fen, die Fabi­an bereits zuneh­mend erfolg­reich anwen­det, wei­ter zu stär­ken und ein Lexi­kon all­tags­re­la­van­ter Wor­te auf­zu­bau­en. Zur Stär­kung der Gram­ma­tik wäre die Umstel­lung von Haupt­sät­zen in eine Sub­jekt-Prä­di­kat-Objekt-Struk­tur und die Erwei­te­rung zu Mehr­fach­ob­jekt­kon­struk­tio­nen ein­zu­üben sowie kon­di­tio­na­le und fina­le Neben­sät­ze einzuführen.

All­ge­mein ist die son­der­päd­ago­gi­sche Sprach­för­de­rung im Zusam­men­spiel mit dem Geschichts­ler­nen im schu­li­schen Kon­text sodann auf zwei ver­schie­de­ne Zie­le gerich­tet: Ers­tens gilt es, die sprach­li­chen Anfor­de­run­gen des Geschichts­un­ter­richts so zu modi­fi­zie­ren, dass Fabi­an mit sei­nen bereits ent­wi­ckel­ten sprach­li­chen Hand­lungs­mög­lich­kei­ten erfolg­reich agie­ren kann (sowohl im Sprach­ver­ständ­nis als auch in der Sprach­pro­duk­ti­on). Zwei­tens gilt es, die sprach­li­che (hier vor allem die lexi­ka­li­sche und gram­ma­ti­sche) Kom­pe­tenz­ent­wick­lung Fabi­ans ins­ge­samt und gege­be­nen­falls auch außer­halb unter­richt­li­cher Ver­wen­dungs­zwe­cke zu för­dern, um die Ein­schrän­kun­gen sei­ner lebens­welt­li­chen Sprach­hand­lungs­fä­hig­keit, die ein Wesens­merk­mal des son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darfs dar­stellt, zu mindern.

Für die exem­pla­risch ange­nom­me­ne kom­ple­xe Lern­auf­ga­be ent­stan­den hier­durch beson­de­re Anfor­de­run­gen an die Scaf­folds, über die grund­le­gen­de Wahr­neh­mung des Unter­stüt­zungs­be­darfs in den sprach­li­chen Kri­te­ri­en hin­aus, so dass die Mate­ria­li­en auch unter Berück­sich­ti­gung von Fabi­ans Schwie­rig­kei­ten bear­beit­bar wür­den und zu sei­ner Sprach­wei­ter­ent­wick­lung bei­tra­gen könn­ten. Inner­halb der Auf­ga­ben­stel­lung zeig­te sich zudem eine wei­te­re zuvor nicht in die­ser Deut­lich­keit abseh­ba­re Pro­ble­ma­tik durch die vor­ge­se­he­ne Zu­sammenarbeit mit einem Part­ner, der über ein ande­res Sprach­pro­fil ver­fügt. Spä­tes­tens an die­ser Stel­le müss­ten die Vertreter*Innen der Fach­di­dak­tik, in Form der Fachlehrer*Innen, und der Son­der­päd­ago­gik in einen kon­kre­ten Dia­log tre­ten, um Fabi­ans För­der­plan sinn­voll in einen wei­ter­hin fach­li­chen Geschichts­un­ter­richt und das gemein­sa­me Ler­nen ein­zu­bin­den. Im Rah­men des Bei­trags wur­den hier­aus ver­schie­de­ne Kon­se­quen­zen, Pro­blem­fel­der und Arbeits­auf­trä­ge abge­lei­tet und vorgestellt.

3.   Ein mehr­di­men­sio­na­les Span­nungs­feld entsteht

Hin­ter der Koope­ra­ti­on der päd­ago­gi­schen Dis­zi­pli­nen – so erstre­bens­wert sie auch sein mag – steht bis­her ein noch nicht geklär­tes, kom­ple­xes Span­nungs­feld, da mit den indi­vi­du­el­len Akteu­ren noch kei­ne fixier­ten Hal­tun­gen auf­ein­an­der­tref­fen. Bei­de päd­ago­gisch Han­deln­den müs­sen für sich genom­men zuerst ein­mal ihre Posi­ti­on auf einem chan­gie­ren­den Spek­trum der Extrem­po­le – zwi­schen dem abso­lu­ten Hoch­hal­ten oder dem gänz­li­chen Zurück­stel­len der Eigen­lo­gik ihrer Dis­zi­plin – bestim­men, um anschlie­ßend in den Aus­tausch und in Bezie­hung zuein­an­der tre­ten zu können.

Im kon­kre­ten Fal­le stün­de ein Fach­leh­rer oder eine Fach­leh­re­rin vor der gesam­mel­ten Band­brei­te mög­li­cher Posi­tio­nie­run­gen von dem kom­plet­ten hin­ten­an­stel­len des Arbeits­ziels des histo­rischen Ler­nens und des Fach­un­ter­richts hin­ter die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se einer­seits – hier wür­de also jedem Ler­nen­den eine eige­ne sepa­ra­te Auf­ga­be zuge­wie­sen –  bis zu  dem Fest­hal­ten am gemein­sa­men Gegen­stand und der vorgese­henen Arbeits­wei­se als all­ge­mein­gül­tig ande­rer­seits – hier­durch wür­de bedin­gungs­los auf das Ziel his­to­ri­schen Den­kens hin­ge­ar­bei­tet. Auf Sei­ten der Son­der­päd­ago­gik spannt sich ein ver­gleich­ba­rer Bogen auf. Er besteht zwi­schen dem Auf­lö­sen von För­der­plan und För­der­lo­gik unter der unter­richt­li­cher Pra­xis und dem Blick auf die gan­ze Klas­se sei­tens Fach­lehr­kräf­te – ein­zel­ne Bedar­fe von Schü­le­rin­nen und Schü­lern blie­ben dem­nach unsicht­bar – und dem gegen­tei­li­gen Behar­ren auf dem Ziel der best­mög­li­cher Unter­stüt­zung der indi­vi­du­el­len Ent­wick­lung mit­tels des För­der­plans – das Han­deln wür­de somit in gan­zem Umfang auf das Sub­jekt fokussiert.

Obwohl kei­ne der Extrem­po­si­tio­nen funk­tio­nal im Sin­ne der Inklu­si­on oder pro­duk­tiv für ein gemein­sa­mes Arbei­ten der päd­ago­gi­schen Dis­zi­pli­nen erscheint, kann bis­her eben­so wenig mit irgend­ei­ner Bestimmt­heit gesagt wer­den, wie eine sol­che posi­ti­ve Selbst­ver­or­tung aus­zu­se­hen hat.

4.   For­schungs­an­sät­ze und Arbeitsaufträge

Bevor in der Pra­xis die ein­zel­ne Sonderpädagog*Innen und Fachlehrer*Innen das kom­ple­xe Span­nungs­feld in fort­lau­fen­den Ein­zel­fall­ex­em­peln prag­ma­tisch lösen, ergeht aus den Über­le­gun­gen des Zusam­men­spiels ein Arbeits­auf­trag an die uni­ver­si­tä­re For­schung und Aus­bil­dung in den ver­schie­de­nen Lehr­äm­tern, genau dies bear­beit­bar zu machen. Ins­be­son­de­re ist ein Ort für die Ver­hand­lung der ent­ste­hen­den Fra­gen zu schaffen.

Die­ser Aus­zug stellt kei­nen umfäng­li­chen und erschöp­fen­den Kata­log an Fra­gen dar, an des­sen Ende eine Lösung für die Grund­satz­fra­ge der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Fach­di­dak­tik und Son­der­päd­ago­gik steht. Viel­mehr steht er exem­pla­risch für den jewei­li­gen Blick­win­kel auf grund­le­gen­de Struk­tur­fra­gen, insbesondere

  • Wie lässt sich A in B inte­grie­ren, ohne dass B sich hier­durch fach- bezie­hungs­wei­se dis­zi­pli­nen­spe­zi­fisch verliert?
  • Wel­che Kon­se­quen­zen erge­ben sich hier­aus für B in sich?
  • Wie kann A sei­ne Ange­bo­te gene­rell für B nutz­bar machen?
  • Wie kön­nen die Fach- und Dis­zi­pli­nen­struk­tu­ren von A und B zusam­men­gen­ge­führt werden?

Da inklu­si­ver Unter­richt letzt­lich in Form inklu­si­ven Fach­un­ter­richts statt­fin­det, tref­fen im Pra­xis­feld Schu­le die didak­ti­sche Eigen­lo­gi­ken aller Fächer auf jene aller son­der­päd­ago­gi­schen Dis­zi­pli­nen. Dar­aus ergibt sich Kom­bi­na­ti­ons­viel­falt und die all­ge­mei­ne Fra­ge, inwie­weit las­sen sich Fra­ge­stel­lun­gen zur grund­sätzlichen und spe­zi­fi­schen Koope­ra­ti­on über­haupt mit über­grei­fen­der Gül­tig­keit diskutie­ren oder model­lie­ren? Oder anders­her­um gefragt, an wel­chen Stel­len sind Schnitt- und Rei­bungs­punk­te nur dis­zi­pli­nen­spe­zi­fisch aushandelbar?

 

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