Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik / History Education, Universität Hamburg

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Die Hamburger Geschichtsdidaktik gestaltet Chancen

01. März 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Vom 19. bis zum 20. Febru­ar fand an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dort­mund unter dem Titel „CHAN­cen GEstal­ten. Inklu­si­ons­ori­en­tie­rung in der Leh­rer­bil­dung als Impuls für Ent­wick­lungs­pro­zes­se in Hoch­schu­len“ der dies­jäh­ri­ge Pro­gramm­work­shop der ver­schie­de­nen Pro­jek­te der „Qua­li­täts­of­fen­si­ve Leh­rer­bil­dung“ statt. Im Zuge des­sen waren auch Geschichts­di­dak­ti­ker der Uni­ver­si­tät Ham­burg als Ver­tre­ter für das Pro­jekt Pro­fa­Le (Hand­lungs­feld 3: Inklu­si­on) ein­ge­la­den wor­den, gemein­sam mit Dort­mun­der Kol­le­gen vom dor­ti­gen Pro­jekt “DoPro­fil” den Work­shop „Uni­ver­sal Design for Lear­ning – Aus­ge­wähl­te Bei­spie­le zur Arbeit mit dem UDL-Kon­zept im Lehr­amts­stu­di­en­gang oder in den Lehr­ver­an­stal­tun­gen“ zu gestalten.
Pro­fes­sor Dr. Andre­as Kör­ber und Dr. Hei­ke Bor­muth star­te­ten ihren Bei­trag „Scaf­folds im inklu­si­ven Geschichts­un­ter­richt“ mit einer Ein­füh­rung in die Ebe­nen und Inhal­te des Begriffs der ‚Inklu­si­ven Gesell­schaft‘ sowie der Dar­stel­lung der Rück­bin­dung und Ansprü­che die­ser Gesell­schaft an ‚Geschichts­kul­tur‘ und ‚Geschichts­ler­nen‘. Als Aus­gangs­punkt, um eine der zen­tra­len For­de­run­gen nach einer aner­ken­nen­den, gleich­be­rech­tig­ten, sinn­bil­den­den per­sön­li­chen und the­ma­ti­schen Teil­ha­be aller an Geschich­te umzu­set­zen, rück­ten in der Fol­ge die Auf­ga­ben­kul­tur und ins­be­son­de­re die his­to­ri­schen Lern­auf­ga­ben in den Blick. Seit gerau­mer Zeit wer­den in die­sem Bereich immer deut­li­cher die soge­nann­ten Scaf­folds – sowohl in unter­stüt­zen­der als auch her­aus­for­dern­der Wei­se –als Grund­la­ge der Ermög­li­chung der Arbeit an einem gemein­sa­men his­to­ri­schen Gegen­stand oder Pro­blem und des Pro­zes­ses geschicht­li­chen Den­kens wahr­ge­nom­men. Die Vor­stel­lung einer mög­li­chen Struk­tu­rie­rungs­wei­se für sol­che Scaf­folds bil­de­te als eine spe­zi­fi­sche Form der Umset­zung sodann den inhalt­li­chen Anschluss zum UDL-Prinzip.
Den Kern des Work­shops bil­de­te die Vor­stel­lung eines Werk­zeugs zur zwei­sei­ti­gen Dia­gnos­tik, wel­ches der­zeit an der Uni­ver­si­tät ent­wi­ckelt wird. Um in einer sinn­vol­len Wei­se wirk­sam zu sein, müs­sen Scaf­folds grund­sätz­lich der Auf­ga­ben­si­tua­ti­on und dem kon­kret vor­han­de­nen Bedarf der Ler­nen­den ent­spre­chen, sie dür­fen dabei jedoch nie durch eine stig­ma­ti­sie­ren­de Zuwei­sung sepa­rie­rend wir­kend. Um nun der Her­aus­for­de­rung, den Bedarf in einer Lern­grup­pe zu erfas­sen ohne eine dif­fe­ren­zie­ren­de Zuschrei­bun­gen vor­zu­neh­men, gerecht zu wer­den, wur­den für das Dia­gno­se-Werk­zeug eine Rei­he von 27 fach­di­dak­ti­schen und all­ge­mein sowie för­der­päd­ago­gi­schen Kri­te­ri­en ent­wi­ckelt. Die­se wer­den par­al­lel sowohl an die Lern­auf­ga­ben ange­legt, wo sie die Anfor­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen an die Ler­nen­den sicht­bar machen, als auch an die Gesamt­heit der Lern­grup­pe, in der sie für die­se jewei­li­gen Kri­te­ri­en – anstatt für ein­zel­ne Ler­nen­de – die gerings­te, gän­gigs­te und stärks­te vor­han­de­ne Aus­prä­gung der Fähig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten dar­le­gen. Die Kor­re­la­ti­on der bei­den Mes­sun­gen zeigt im Anschluss auf, an wel­cher kon­kre­ten Stel­le her­aus­for­dern­de oder unter­stüt­zen­de Scaf­folds vor­zu­be­rei­ten sind und wel­che Funk­tio­nen sie haben soll­ten. Kör­ber und Bor­muth ver­deut­lich­ten die Funk­ti­ons­wei­se des Werk­zeu­ges noch­mals genau­er, anhand zwei­er Auf­ga­ben­bei­spie­le zu den The­men Kolo­ni­al­be­zie­hun­gen zwi­schen Por­tu­gal und Chi­na sowie Kin­der­ar­beit in der indus­tri­el­len Revolution.
Es folg­te eine abschlie­ßen­de und frucht­ba­re Dis­kus­si­on aller Work­shop-Bei­trä­ge, in wel­cher das Ham­bur­ger Werk­zeug posi­ti­ven Wie­der­hall fand und in der ins­be­son­de­re die Dia­gnos­tik als Chan­ce unter der vor­ge­stell­ten Her­an­ge­hens­wei­se her­vor­ge­ho­ben wurde.

Hei­ke Bor­muth, Andre­as Körber

Web­links:
http://​www​.dopro​fil​.tu​-dort​mund​.de/​c​m​s​/​d​e​/​P​r​o​j​e​k​t​/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​P​r​o​g​r​a​m​m​w​o​r​k​s​h​o​p​2​/​i​n​d​e​x​.​h​tml
http://​www​.dopro​fil​.tu​-dort​mund​.de/​c​m​s​/​d​e​/​D​o​P​r​o​f​iL/
https://​www​.pro​fa​le​.uni​-ham​burg​.de/​h​a​n​d​l​u​n​g​s​f​e​l​d​e​r​/​h​f​3​.​h​tml

Informationsmaterial für Lehrkräfte

27. Februar 2018 Heike Bormuth Keine Kommentare

Inklu­si­on ist bereits seit län­ge­rem kein allei­ni­ges The­ma der Son­der­päd­ago­gik mehr. Die Stu­die­ren­den aller Lehr­äm­ter der Uni­ver­si­tät Ham­burg wer­den nicht nur im Fach Geschich­te, son­dern im Rah­men ver­schie­de­ner Semi­nar­kon­zep­te mit dem The­ma Inklu­si­on und deren Bedeu­tung für den Unter­richt ver­traut gemacht. Sie wer­den dar­auf vor­be­rei­tet, in ihrem unter­richt­li­chen Han­deln auf die sich ste­tig ver­än­dern­den gesell­schaft­li­chen Bedin­gun­gen und die wach­sen­de Diver­si­tät kom­pe­tent zu reagieren.

Spe­zi­ell die Geschichts­di­dak­tik hat es sich dar­über hin­aus zur Auf­ga­be gemacht, auch den bestehen­den Lehr­kör­per in die­sen Pro­zess ein­zu­bin­den. Regel­mä­ßig wer­den Fort­bil­dun­gen für Leh­re­rin­nen und Leh­rer im Rah­men der Begleit­ver­an­stal­tung zum Kern­prak­ti­kum I ange­bo­ten und zwi­schen­zeit­lich wur­de auch ein ers­tes Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al ent­wi­ckelt, das die Prin­zi­pi­en des inklu­si­ven Geschichts­un­ter­richts auch Leh­kräf­ten vor­stel­len soll, die nicht als Men­to­rin­nen und Men­to­ren am Kern­prak­ti­kum betei­ligt sind.

Das Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al in Form eines Pos­ter kann hier ein­ge­se­hen werden.

Lehrerposter_Inklusiver_Geschichtsunterricht_HB_01.03.2018

Ein Alter­na­tiv­text zum Pos­ter kann über den fol­gen­den Link eben­falls abge­ru­fen werden.

Alternativtext_Lehrerposter_Inklusiver_Geschichtsunterricht_HB_27.02.2018

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma Inklu­si­on und Pro­fes­sio­na­li­sie­rung in der Lehrer_​innenbildung fin­den Sie auf der Inter­net­prä­senz der Pro­jekts Pro­fa­le (https://​www​.pro​fa​le​.uni​-ham​burg​.de/​h​a​n​d​l​u​n​g​s​f​e​l​d​e​r​/​h​f​3​.​h​tml). Dort kön­nen Sie die neben der Geschichts­di­dak­tik betei­lig­ten uni­ver­si­tä­ren Fächer sowie die Mög­lich­kei­ten zur Teil­nah­me an den Maß­nah­men des Hand­lungs­fel­des ein­se­hen. Eine wei­te­re Anlauf­stel­le für Fra­gen zur Betei­li­gung bil­det dar­über hin­aus noch das Ham­bur­ger Zen­trum für Lehrerbildung.

Präsentation im UDL-Workshop

20. Februar 2018 Andreas Körber Keine Kommentare

Bor­muth, Hei­ke; Kör­ber, Andre­as (20.2.2018): “Scaf­folds im Inklu­si­ven Geschichts­ler­nen”. Prä­sen­ta­ti­on im Work­shop “Uni­ver­sal Design for Lear­ning - Aus­ge­wähl­te Bei­spie­le zur Arbeit mit dem UDL-Kon­zept im Lehr­amts­stu­di­en­gang oder in den Lehr­ver­an­stal­tun­gen” der Tagung “Pro­gramm­work­shop — CHAn­cen GEstal­ten — Inklu­si­ons­ori­en­tie­rung in der Leh­rer­bil­dung als Impuls für Ent­wick­lungs­pro­zess in Hoch­schu­len” an der TU Dort­mund.

Vgl. auch: http://​www​.dopro​fil​.tu​-dort​mund​.de/​c​m​s​/​d​e​/​P​r​o​j​e​k​t​/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​P​r​o​g​r​a​m​m​w​o​r​k​s​h​o​p​2​/​i​n​d​e​x​.​h​tml

Keynote Vortrag von Andreas Körber auf der Tagung «Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte»

16. November 2017 Andreas Körber Keine Kommentare

Am 16. Novem­ber 2017 hat Andre­as Kör­ber einen Key­note-Vor­trag auf der Tagung «Kom­pe­tent machen für ein Leben in, mit und durch Geschich­te» in Eich­stätt gehal­ten mit dem Titel “Kom­pe­ten­zen his­to­ri­schen Den­kens revisited“. Andreas Körber bei der Keynote in Eichstätt

https://www.gdt-eichstaett.de/wp-content/uploads/2017/12/K%C3%B6rber_Keynote_2017.12.05..pdf

[flip­book pdf=“https://www.gdt-eichstaett.de/wp-content/uploads/2017/12/K%C3%B6rber_Keynote_2017.12.05..pdf”]

Hier noch ein paar Eindrücke: 

Vortrag zu “Living History” und Historischem Lernen in Warschau

25. Februar 2017 Andreas Körber Keine Kommentare

Am 23. und 24.2. 2017 fand im Deut­schen His­to­ri­schen  Insti­tut in War­schau eine inter­na­tio­na­le Tagung statt zum The­ma  “Step­ping Back in Time Living Histo­ry and Other Per­for­ma­ti­ve Approa­ches to Histo­ry in Cen­tral and South-Eas­tern Euro­pe.” Ich habe dort einen Vor­trag zu Fra­gen des His­to­ri­schen Ler­nens in die­sem Zusam­men­hang gehal­ten. Nach­trag 23.5.2017: Ein Tagungs­be­richt fin­det hier sich auf H‑SOZ-KULT.

Posterbeitrag

09. August 2016 akoerber Keine Kommentare

Seidl, Patri­zia; Kör­ber, Andre­as (2016): Deve­lo­ping stu­dents’ exper­ti­se for histo­ry tea­ching in inclu­si­ve set­tings by com­bi­ning histo­ry and spe­cial needs exper­ti­se in deve­lo­ping scaf­folds for histo­ry teaching.

Pos­ter auf der Tagung  “4th Inter­na­tio­nal Con­fe­rence on Inclu­si­on“ 8./9. Juli 2016, Ber­gi­sche Uni­ver­si­tät Wup­per­tal. https://​www​.inclu​si​on​.uni​-wup​per​tal​.de/​d​e​/​a​b​s​t​r​a​c​t​s​/​p​o​s​t​e​r​-​p​r​e​s​e​n​t​a​t​i​o​n​/​d​e​v​e​l​o​p​i​n​g​-​s​t​u​d​e​n​t​s​-​e​x​p​e​r​t​i​s​e​-​f​o​r​-​h​i​s​t​o​r​y​-​t​e​a​c​h​i​n​g​.​h​tml.

 

Vortrag beim der Jahrestagung 2016 des Hessischen Geschichtslehrerverbandes

23. Mai 2016 Andreas Körber Keine Kommentare

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag beschäf­tig­te sich der Hes­si­sche Lan­des­ver­band des Geaschichts­leh­rer­ver­ban­des auf sei­ner Jah­res­ta­gung in Marburg/​Lahn mit dem The­ma “Migra­ti­on”. Neben Dr. Imke-Sturm-Mar­tin von der Uni­ver­si­tät zu Köln und Rai­ner Ohli­ger vom Netz­wek Migra­ti­on habe ich dort einen Vor­trag unter didak­ti­scher Per­spek­ti­ve gehal­ten: “Migra­ti­on als Gegen­stand und Bedin­gung für den Geschichtsunterricht.”

Beitrag erschienen: “Körber, Andreas (2016): “Translation and its discontents II: A German Perspective.”

21. Mai 2016 Andreas Körber Keine Kommentare

Der fol­gen­de Bei­trag wur­de zunächst online publiziert:

Kör­ber, Andre­as (2016): “Trans­la­ti­on and its dis­con­tents II: A Ger­man Per­spec­ti­ve.” In: Jour­nal of Cur­ri­cu­lum Stu­dies (2016). 48,4, pp. 440 – 456 DOI: 10.1080/00220272.2016.1171401

Er basiert auf der gemein­sa­men Key-Note, die ich im Sep­tem­ber 2015 zusam­men mit Peter Seixas auf der Tagung “Geschichts­di­dak­tik empi­risch” in Basel gehal­ten habe.

Peter Seixas’ Anteil ist eben­falls im Jour­nal of Cur­ri­cu­lum Stu­dies erschienen:

Seixas, Peter (2016): Trans­la­ti­on and its dis­con­tents. Key con­cepts in Eng­lish and Ger­man histo­ry edu­ca­ti­on. In Jour­nal of Cur­ri­cu­lum Stu­dies 48,4, pp. 427 – 439. DOI: 10.1080/00220272.2015.1101618.

Vortrag auf der AERA 2016 in Washington

30. April 2016 Andreas Körber Keine Kommentare

Am 20. April 2016 habe ich zusam­men mit Prof. Dr. Johan­nes Mey­er-Ham­me einen Vor­trag „Asses­sing His­to­ri­cal Thin­king with the ‘HiTCH Test’? Theo­re­ti­cal Approa­ches, Empi­ri­cal Fin­dings, and Future Chal­len­ges” im Sym­po­si­um “Inter­na­tio­nal Per­spec­ti­ves on the Assess­ment of His­to­ri­cal Thin­king” gehal­ten, das von der Spe­cial Inte­rest Group “Histo­ry Tea­ching” ver­an­stal­tet wurde.

Gastvortrag in Dänemark

04. März 2016 Andreas Körber Keine Kommentare

Am 2. März 2016 war ich zu einem Key-Note-Vor­trag auf die Tagung “His­to­ris­ke sce­n­a­ri­er i under­vis­nin­gen” im däni­schen “His­to­rie­Lab” in Jel­ling geladen:

Kör­ber, Andre­as (2. 3. 2016): „Com­pe­ten­ci­es of His­to­ri­cal Thin­king. A (=one) Ger­man Per­spec­ti­ve.“ Pre­sen­ta­ti­on at the Con­fe­rence „His­to­ris­ke sce­n­a­ri­er i under­vis­nin­gen“ at His­to­rie­Lab. Natio­nalt Viden­cen­ter for His­to­rie- og Kul­tur­arvs­for­mid­ling. Jel­ling (Den­mark). Es gibt einen You­tube-Mit­schnitt.

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