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Eine zen­tra­le Stel­le, die sich in Deutsch­land mit der als pro­ble­ma­tisch emp­fun­de­nen Aus­for­mung von Geschichts­re­vi­sio­nis­mus befasst und deren Defi­ni­ti­on deut­li­chen Wie­der­hall in der aka­de­mi­schen Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­men­be­reich fin­det, ist das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz.[1] Im jähr­lich nach der End­re­dak­ti­on durch das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um ver­öf­fent­lich­ten Ver­fas­sungs­schutz­be­richt wer­den aktu­ell unter dem Ver­dacht staats­feind­li­chen und demo­kra­tie­ge­fähr­den­den Han­delns ste­hen­de Grup­pie­run­gen, Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen vor­ge­stellt. Die dezi­dier­te Aus­ein­an­der­set­zung mit Revi­sio­nis­mus in Bezug zur Erstel­lung bzw. Zer­stö­rung eines bestimm­ten Geschichts­bil­des und die Ver­wen­dung als ana­ly­ti­sches Werk­zeug zeigt sich jedoch nicht von Beginn an.

In den Jah­ren 1968[2] bis 1973 tauch­te die Bezeich­nung revi­sio­nis­tisch im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt der dama­li­gen BRD als Wie­der­ga­be in ihrer poli­ti­schen Dimen­si­on zur abwer­ten­den Beschrei­bung von par­tei­li­chen Hal­tun­gen sei­tens der Neu­en Lin­ken und ähn­li­cher Orga­ne, wie dem KBW, auf, die als Ver­rat an einem ech­ten Sozia­lis­mus, vor allem durch SED und KPD, wahr­ge­nom­men wur­den.[3] 1974 wur­de Revi­si­on dar­über hin­aus noch als For­de­rung der NPD punk­tu­ell auf­ge­grif­fen, mein­te hier aber noch kei­nen Ein­griff in die Geschichts­schrei­bung, son­dern den Wider­ruf der „Knie­fall- und Kapi­tu­la­ti­ons­ver­trä­ge der sozi­al­li­be­ra­len Natio­nal­ver­rä­ter“.[4] Unter klei­ne­ren Ver­än­de­run­gen der kon­kre­ten Akteur:innen blieb die­se Begriffs­ver­wen­dung als Auf­grei­fen der lin­ken pro­pa­gan­dis­ti­schen Spra­che weit­ge­hend kon­sis­tent bis zum Bericht von 2021. Der Umfang der Aus­ein­an­der­set­zung unter die­sem Zugriff sank zwar im Nach­gang des Mau­er­falls, ver­schwand aber als The­ma nicht ganz. Dar­über hin­aus gehend fand bis in die jüngs­te Zeit jedoch kei­ne tie­fer­ge­hen­de Aus­ein­an­der­set­zung mit einem Geschichts­re­vi­sio­nis­mus in der lin­ken Sze­ne statt, son­dern es bleibt bei der Wie­der­ga­be als Streit­be­griff aus der Sicht der Akteur:innen. Geschichts­ver­zer­ren­de The­sen, Inhal­te und Zie­le sei­tens des lin­ken poli­ti­schen Spek­trums wur­den nicht sepa­rat erar­bei­tet und als Kate­go­rie lin­ker Revi­sio­nis­mus fir­miert. Ent­spre­chend fin­det sich revi­sio­nis­tisch auch nicht als Fremd­be­schrei­bung für lin­ke Beobachtungsobjekte.

1985 stell­te der Ver­fas­sungs­schutz fest, dass es, unter ande­rem wegen einer Unter­wan­de­rung durch Mit­glie­der der zwi­schen­zeit­lich ver­bo­te­nen neo­na­zis­ti­schen Grup­pie­rung Akti­ons­front Natio­na­ler Sozialisten/​Nationale Akti­vis­ten (ANS/​NA), bei der Frei­heit­li­chen Deut­schen Arbei­ter­par­tei (FAP) den Ver­such einer neo­na­zis­ti­schen Neu­aus­rich­tung gege­ben habe. Im Kon­text des­sen waren in meh­re­ren west­deut­schen Bun­des­län­dern Kampf­pro­gram­me her­aus­ge­ge­ben wor­den, wel­che die „Revi­si­on des in gro­ßen Zügen ver­fälsch­ten Geschichts­bil­des“ [5] for­der­ten. Dies stellt die erst­ma­li­ge Nen­nung von rech­ter Revi­si­on in Bezug zu Geschich­te sei­tens des Staats­schut­zes dar. Zunächst wur­de der, von den Beob­ach­tungs­ob­jek­ten selbst als posi­tiv auf­ge­stell­te Geschichts­re­vi­sio­nis­mus, nur direkt und indi­rekt zitiert, aber nicht als Merk­mal extre­mis­ti­scher Agi­ta­ti­on auf die­se Objek­te selbst angewandt.

In den fol­gen­den Jah­ren griff der Bericht das Revi­die­ren eines ver­meint­lich fälsch­lich eta­blier­ten Geschichts­bil­des als Selbst­be­schrei­bung der Tätig­kei­ten von rech­ten Akteur:innen ver­mehrt auf. Schnell wur­de dadurch die Ver­wen­dung als Streit­be­griff der Neu­en Lin­ken quan­ti­ta­tiv über­trof­fen. 1986 wur­de zum Bei­spiel die rechts­extre­me Publi­ka­ti­on Deutsch­land in Geschich­te und Gegen­wart als bedenk­lich ein­ge­stuft, da sie Zwei­fel am Mas­sen­mord an den Juden wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­brei­tet hat­te. Als Beleg wur­de fol­gen­des Zitat aus der Publi­ka­ti­on angeführt:

„Immer noch fehlt eine gründ­li­che und unvor­ein­ge­nom­me­ne Unter­su­chung dar­über, was mit den nach Osten depor­tier­ten Juden über­haupt gesche­hen ist. Inson­der­heit die behaup­te­ten Gas­kam­mer­mor­de sind, wie zahl­rei­che revi­sio­nis­ti­sche Arbei­ten [eige­ne Her­vor­he­bung] längst auf­ge­deckt haben, in mehr als einer Hin­sicht frag­wür­dig.“[6]

Die Bean­spru­chung von Revi­si­on als legi­ti­mer wis­sen­schaft­li­cher Über­ar­bei­tung des aktu­el­len Kennt­nis­stan­des zu Depor­ta­tio­nen von Juden und Jüdin­nen wur­de dabei an sich nicht wei­ter kri­tisch beleuch­tet. Auch gelang­te es zur Auf­merk­sam­keit des Ver­fas­sungs­schut­zes, dass die unter sons­ti­ge rechts­extre­me Grup­pen geführ­te Kul­tur­ver­ei­ni­gung Gesell­schaft für Freie Publi­zis­tik 1988 Bro­schü­ren mit dem Titel „Revi­sio­nis­mus in der Zei­ge­schich­te“ ver­öf­fent­lich­te. Mehr als die­se Erwäh­nung folgt dar­aus nicht.[7]

In der Aus­ga­be von 1989 wur­de den neo­na­zis­ti­schen Revi­sio­nis­ten erst­mals ein eige­nes kur­zes Unter­ka­pi­tel gewid­met. Als „soge­nann­ten Revi­sio­nis­ten“[8] wur­de ihnen nun ihre selbst­be­an­spruch­te wis­sen­schaft­li­che Legi­ti­ma­ti­on zumin­dest bedingt ent­zo­gen und die kri­ti­sche Ver­wen­dung des Begriffs zusätz­lich durch Anfüh­rungs­zei­chen mar­kiert. In der Dar­stel­lung wur­den sie sodann als Aus­kopp­lung aus dem inter­na­tio­na­len Rechts­extre­mis­mus betrach­tet und ihnen eine typi­sche The­se zuge­ord­net: die Mas­sen­ver­nich­tung von Juden und Jüdin­nen sei eine Erfin­dung der Sie­ger­mäch­te. Das Bestrei­ten der Kriegs­schuld und die Ver­herr­li­chung Hit­lers gal­ten wei­ter­hin als all­ge­mei­ne Merk­ma­le der rechts­extre­men Sze­ne.[9] Unter dem Schlag­wort „[w]eltweite Revi­sio­nis­mus­kam­pa­gne“,[10] bleibt die inter­na­tio­na­le Prä­gung in der Fol­ge erhal­ten: „Die soge­nann­ten Revi­sio­nis­ten, die ins­be­son­de­re die Mas­sen­ver­nich­tung von Juden durch das NS-Régime leug­nen, setz­ten im In- und Aus­land ihre 1989 begon­ne­ne Agi­ta­ti­ons­kam­pa­gne ver­stärkt fort.“[11] Die Bezeich­nung als (soge­nann­te) Revi­sio­nis­ten wird nun ver­mehrt als Außen­zu­schrei­bung und inhalt­li­che Dis­kre­di­tie­rung sei­tens der Verfassungsschützer:innen ver­wen­det,[12] wobei vor allem ver­such­te und gelun­ge­ne Zusam­men­tref­fen im In- und Aus­land Sor­ge bereiteten.

Mit dem Beginn der 90er Jah­re star­te­te die kon­zep­tio­nel­le Aus­dif­fe­ren­zie­rung des­sen, was der rechts­extre­me Geschichts­re­vi­sio­nis­mus beinhal­te. Ihm wur­den nun revi­sio­nis­ti­sche The­sen, For­de­run­gen und Merk­ma­le als Kenn­zeich­nen zugeordnet:

  • das Ver­tre­ten eines ver­meint­lich gesell­schaft­li­chen Rufs nach einem Ende der Holo­caust-Schuld­vor­wür­fe,[13]
  • die Behaup­tung eines ein­sei­ti­gen und unlau­te­ren Geschichts­dik­tats durch die Sie­ger­mäch­te,[14]
  • das Nut­zung eige­ner Publi­ka­ti­ons­or­ga­ne als Forum der Selbst­in­sze­nie­rung und ‑legi­ti­mie­rung durch die Dar­stel­lung als the­ma­tisch in beson­de­rem Maße sach­kun­dig[15]
  • oder auch die Leug­nung der Kriegs­schuld und NS-Ver­bre­chen all­ge­mein.[16]

Bis 1996 blieb der Aspekt der inter­na­tio­na­len Bezie­hun­gen noch der prä­gen­de Rah­men für die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Revi­sio­nis­mus der inlän­di­schen Beob­ach­tungs­ob­jek­te. Von da an trat er in den Berich­ten aus­ge­kop­pelt als eigen­stän­di­ge deut­sche Erschei­nung unter den rechts­extre­mis­ti­schen Bestre­bun­gen auf.[17]

Zu einer ers­ten expli­zi­ten Defi­ni­ti­on war es bereits 1994 im Zuge der Cha­rak­te­ri­sie­rung der Revi­sio­nis­ten Ernst Zün­del und Thies Chris­to­pher­sen gekom­men, zu denen es in einer erläu­tern­der Fuß­no­te heißt, Revi­sio­nis­ten sei­en „Leug­ner oder Ver­harm­lo­ser der Mas­sen­ver­nich­tung von Juden im Drit­ten Reich“.[18] Die wei­te­ren genann­ten und bereits zuvor als den rechts­extre­men Geschichts­re­vi­sio­nis­mus kenn­zeich­nen­de Aspek­te, wur­den in die­ser deut­lich eng umris­se­nen Defi­ni­ti­on noch außer auch gelas­sen. Dass sich die­se Fra­ge aller­dings zuneh­mend stell­te, lässt sich dar­an erken­nen, dass bereits im dar­auf­fol­gen­den Jahr das Unter­ka­pi­tel Defi­ni­ti­on von Revi­sio­nis­mus im Berichts­teil zu den rechts­extre­mis­ti­schen Bestre­bun­gen in Erschei­nung trat. Inhalt­lich wur­de Revi­sio­nis­mus dort auf eine Ver­zer­rung der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus ein­ge­grenzt, wobei eine the­ma­ti­sche beding­te Unter­tei­lung in engen und wei­ten Revi­sio­nis­mus vor­ge­nom­men wur­de. Deut­lich gemacht wur­de ins­ge­samt, dass es sich um inten­tio­na­le Geschichts­dar­stel­lun­gen hand­le, die dem Kennt­nis­stand objek­ti­ver his­to­ri­scher For­schun­gen zuwi­der­lie­fen und die in Tei­len einen Straf­tat­be­stand erfüll­ten. So hieß es:

„Der Revi­sio­nis­mus zeich­net ein Geschichts­bild vom Natio­nal­so­zia­lis­mus, das von den aner­kann­ten Ergeb­nis­sen wis­sen­schaft­li­cher For­schung über die Zeit des Drit­ten Rei­ches abweicht: Es han­delt sich um poli­tisch moti­vier­te Ver­su­che, das NS-Sys­tem von sei­ner mora­li­schen Schuld zu ent­las­ten oder gar ganz frei­zu­spre­chen. Es wird zwi­schen einem enge­ren und einem wei­te­ren Revi­sio­nis­mus unter­schie­den: Letz­te­res meint alle rechts­extre­mis­ti­schen Ver­su­che der Ver­harm­lo­sung des Natio­nal­so­zia­lis­mus, von der Leug­nung der Kriegs­schuld über rela­ti­vie­ren­de Ver­glei­che zwi­schen den NS-Ver­bre­chen und dem Vor­ge­hen der Alli­ier­ten in bestimm­ten Fäl­len bis zur Dif­fa­mie­rung der deut­schen Wider­ständ­ler als Vater­lands­ver­rä­ter. Das enge­re Ver­ständ­nis von Revi­sio­nis­mus bezieht sich auf die Leug­nung der Mas­sen­ver­nich­tung von Juden in Gas­kam­mern, also auf das Schlag­wort von der ‚Ausch­witz-Lüge‘. Ihre Ver­brei­tung ist in Deutsch­land straf­bar (§§ 130, 185, 189 StGB).“[19]

An die Stel­le der Dif­fa­mie­rung von Wider­ständ­lern trat 1996 die „einseitige[n] Her­vor­he­bung angeb­li­cher Leis­tun­gen des Drit­ten Rei­ches (z. B. Bau der Auto­bah­nen)“[20] und die Defi­ni­ti­on wur­de um eine über­ge­ord­ne­te Funk­ti­on erweitert:

„Neben der ange­streb­ten mora­li­schen Ent­las­tung des his­to­ri­schen Natio­nal­so­zia­lis­mus kommt dem Revi­sio­nis­mus inner­halb des rechts­extre­mis­ti­schen Lagers die Funk­ti­on eines the­ma­ti­schen Bin­de­glieds zwi­schen den unter­schied­li­chen Rich­tun­gen zu. Damit kann die zer­split­ter­te rechts­extre­mis­ti­sche Sze­ne zumin­dest teil­wei­se in inhalt­li­che Über­ein­stim­mung gebracht wer­den.“[21]

Damit hat­te der Ver­fas­sungs­schutz im Wesent­li­chen sei­ne Sicht­wei­se von Geschichts­re­vi­sio­nis­mus als Merk­mal von und ver­bin­den­des Ele­ment sowie über­grei­fen­des Agi­ta­ti­ons­the­ma für die rech­te Sze­ne mit kon­kre­ten zuge­hö­ri­gen Inhal­ten und Absich­ten gefun­den. Die­se erhielt 1997 noch­mals eine Ergän­zung um den Hin­weis, dass sich die Revisionist:innen schwer­punkt­mä­ßig um The­men bemüh­ten, die auch in der his­to­ri­schen For­schung kon­tro­vers sei­en, um hier die Debat­te in von Ihnen gewünsch­te Rich­tun­gen zu len­ken. Im Inland äußer­ten sie sich wegen der nun for­cier­ten Straf­ver­fol­gung hier­zu nun aber zuneh­mend in Form von Andeu­tun­gen, Fra­gen oder Sug­ges­tio­nen.[22]

Der Revi­sio­nis­mus-Begriff hat­te sich als nega­ti­ve Zuwei­sung eta­bliert und fand ab der Mit­te der 90er Jah­re ein­deu­tig in die­ser Form Ver­wen­dung. Seit 1989 war die Ver­wen­dung von Begrif­fen rund um Geschichts­re­vi­sio­nis­mus deut­lich ange­stie­gen und erreich­te 1996 mit 39 Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen, die als geschichts­ver­fäl­schend mar­kiert wur­den einen Höhe­punkt. Die Ver­wen­dung als posi­ti­ve Selbst­be­zeich­nung wur­de im Ver­gleich nur noch punk­tu­ell zitiert, um als Beleg für die Beob­ach­tungs­grün­de zu die­nen. Die Dar­stel­lung der revi­sio­nis­ti­schen Agi­ta­ti­on – im enge­ren und wei­te­ren Sin­ne – aus dem In- und Aus­land nahm in der Regel nun meh­re­re Sei­ten in Anspruch.

 

Abb: Nen­nung der Lexe­me Revi­sio­nis­mus, Revi­sio­nist*, revi­sio­nis­tisch*, Geschichts­klit­te­rung und geschichts­klit­ternd* in den Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­ten der BRD nach Kate­go­rien geord­net (eige­ne Dar­stel­lung).[23]

 

Eine reflek­tie­ren­de Abgren­zung des selbst­be­an­spruch­ten Revi­sio­nis­mus von der Ebe­ne von Geschichts­re­vi­sio­nis­mus, die im kri­ti­schen Ratio­na­lis­mus begrün­det und damit ein legi­ti­mer Teil des his­to­ri­schen For­schungs­pro­zes­ses ist, erfolg­te 1999. Dem rechts­extre­mis­ti­schen Revi­sio­nis­mus komme

„eine ganz ande­re Bedeu­tung zu als in der wis­sen­schaft­li­chen Dis­kus­si­on und For­schung, wo man dar­un­ter eine Kor­rek­tur bis­he­ri­ger Auf­fas­sun­gen vor dem Hin­ter­grund neu­er Erkennt­nis­se und Deu­tun­gen ver­steht. Einer objek­tiv-wis­sen­schaft­li­chen steht hier die poli­tisch-ideo­lo­gi­sche Auf­fas­sung gegen­über. Ganz bewusst ver­su­chen rechts­extre­mis­ti­sche Autoren in ihren Ver­öf­fent­li­chun­gen, die­sen grund­le­gen­den Unter­schied zu ver­wi­schen.“[24]

Somit wur­de nicht nur die Indienst­nah­me kon­kre­ter ver­fälsch­ter Geschichts­er­zäh­lung zum ideo­lo­gi­schen Zweck als Inhalt von Geschichts­re­vi­sio­nis­mus ver­stan­den, son­dern auch der fälsch­lich bean­spruch­te theo­re­tisch-kon­zep­tio­nel­le Rah­men auf­ge­zeigt und ein mög­li­ches Ziel kri­ti­scher Auf­ar­bei­tung ange­bo­ten. Die begriff­li­che Bean­spru­chung des Revi­sio­nis­mus-For­schungs­prin­zips wur­de als Mit­tel der Selbst­le­gi­ti­mie­rung ent­tarnt und ihr mit klar Begrif­fen wie „Ten­denz­ge­schichts­schrei­bung“[25] ent­ge­gen­ge­tre­ten.[26]

Etwa zur sel­ben Zeit wur­de die Lis­te der The­sen, For­de­run­gen und Merk­ma­le vom Anfang der 90er Jah­re um eini­ge typisch revi­sio­nis­ti­sche Metho­den erweitert:

  • die Gleich­set­zung der Ver­bre­chen der Nazi-Dik­ta­tur mit ande­ren, spe­zi­ell alli­ier­ten, Verbrechen
  • das über­mä­ßi­ge Her­aus­stel­len ver­meint­lich posi­ti­ver Aspek­te des Nationalsozialismus
  • das mani­pu­la­ti­ve Erstel­len soge­nann­ter Gut­ach­ten als Fort­füh­rung des angeb­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Anspruchs
  • die ein­sei­ti­ge Aus­wahl und kom­plet­te Erfin­dung von den Natio­nal­so­zia­lis­mus recht­fer­ti­gen­den Dokumenten
  • die selek­ti­ve oder ver­fäl­schen­de Zita­ti­on his­to­ri­scher Quellen
  • sowie die Inter­pre­ta­ti­on des Hit­ler-Regimes als per­ver­tier­te Form einer angeb­lich guten Idee fest.[27]

The­ma­tisch tra­ten die Prä­ven­tiv­kriegs­the­se, die von revi­sio­nis­ti­schen Zeitzeug:innen unter­mau­er­te Behaup­tung eines dif­fe­ren­zier­ten Drit­ten Rei­ches anstel­le einer mono­li­thi­schen Ein­heits­ideo­lo­gie und die Kon­struk­ti­on einer idea­lis­ti­schen Jugend, die ledig­lich an den Rän­ken klei­ner par­tei­po­li­ti­scher Grup­pe geschei­tert sei, hin­zu.[28]

Ent­spre­chend die­ser Erwei­te­run­gen tauch­te Geschichts­re­vi­sio­nis­mus in den Berich­ten um die Jahr­tau­send­wen­de häu­fig auf erreich­te 2002 einen zah­len­mä­ßi­gen Höhe­punkt. Dies dürf­te auch vor dem Hin­ter­grund der Debat­te um die Aus­rich­tung des noch neu­en gesamt­deut­schen Staa­tes und spe­zi­el­ler der Dis­kus­si­on um Einwanderungs‑, Aus­län­der- und Flücht­lings­po­li­tik zu sehen gewe­sen sein, die rechts­extre­me Agi­ta­ti­on befeu­er­ten.[29] Seit­her beob­ach­te­te der Ver­fas­sungs­schutz Rück­gangs­ten­den­zen bei geschichts­re­vi­sio­nis­ti­scher Agi­ta­ti­on. Es sei zu einer Ver­la­ge­rung der Akti­vi­tä­ten in das Inter­net und damit ein­her­ge­hend zu einem Rück­gang revi­sio­nis­ti­scher Buch­pu­bli­ka­tio­nen gekom­men,[30] was der ver­stärk­ten Straf­ver­fol­gung von Holo­caust­leug­nung zuge­schrie­ben wur­de. Zwar sei die geschichts­re­vi­sio­nis­ti­sche Leug­nung des Holo­caust wei­ter­hin „[e]ines der wich­tigs­ten the­ma­ti­schen Agi­ta­ti­ons­fel­der von Rechts­extre­mis­ten im Aus­land mit Bezug auf Deutsch­land“, auf­grund der Ver­fol­gung sol­cher Aus­sa­gen nach §130, 185 und 189 StGb hät­ten aber „meh­re­re Revi­sio­nis­ten nach eini­gen Ver­ur­tei­lun­gen in den 90er Jah­ren ihre Akti­vi­tä­ten ins Aus­land“ ver­la­gert und kurz dar­auf „mitt­ler­wei­le auch im Aus­land ihre Arbeit ein­ge­stellt“.[31]

Beson­ders her­vor­ge­ho­ben wur­den die schwe­ren Schlä­ge, die der revi­sio­nis­ti­schen Sze­ne durch die Abschie­bung des Revi­sio­nis­ten Ernst Zün­del aus Kana­da und des­sen anschlie­ßen­der Ver­haf­tung wegen Het­ze und Holo­caust­leug­nung in Deutsch­land sowie durch die Aus­lie­fe­rung des Revi­sio­nis­ten Ger­mar Rudolf von den USA nach Deutsch­land, durch die Ver­haf­tung des bri­ti­schen Revi­sio­nis­ten David Irving in Öster­reich und durch die Über­stel­lung des bel­gi­schen Revi­sio­nis­ten Sieg­mar Ver­be­ke an die deut­sche Jus­tiz ver­setzt wor­den sei­en.[32] Fast schien der Geschichts­re­vi­sio­nis­mus besiegt.

„In den letz­ten Jah­ren hat sich die Situa­ti­on für rechts­extre­mis­ti­sche Revi­sio­nis­ten gene­rell ver­schlech­tert. Grund hier­für sind sowohl der gewach­se­ne Ver­fol­gungs­druck auf die Akteu­re als auch eine unzu­rei­chen­de Unter­stüt­zung durch rechts­extre­mis­ti­sche Gesin­nungs­ge­nos­sen sowie schwin­den­de per­so­nel­le Res­sour­cen, aus denen sich ein publi­zis­ti­scher Nach­wuchs rekru­tier­ten könn­te.“[33]

Anders als in den Jah­ren des His­to­ri­ker­streits, gelän­ge es den Revi­sio­nis­ten gene­rell nicht mehr, „ein ihren Zie­len för­der­li­ches öffent­li­ches Inter­es­se zu wecken.“[34]

Ent­spre­chend nahm die Aus­ein­an­der­set­zung mit den Schlag­wör­tern rund um Revi­sio­nis­mus in der Bericht­le­gung des Staats­schut­zes quan­ti­ta­tiv ins­ge­samt ab, bis 2009 eine gewis­se Trend­wen­de folg­te. Nach­dem bereits im Jahr zuvor ein­ge­räumt wor­den war, dass die inter­na­tio­na­le Revi­sio­nis­ten-Sze­ne zwar wei­ter durch Straf­ver­fol­gung und Ver­bo­te von Orga­ni­sa­tio­nen unter­spült wer­de, die Leug­nung des Holo­caust aber einen unver­min­dert hohen Stel­len­wert bei allen Strö­mun­gen deut­schen Rechts­extre­mis­mus besit­ze,[35] wur­de die Unter­su­chung von Geschichts­re­vi­sio­nis­mus nun wie­der aus der inter­na­tio­na­len Per­spek­ti­ve gelöst. Erneut rück­te der zeit­ge­schicht­li­che Revi­sio­nis­mus als Kern­ele­ment deut­schen Rechts­extre­mis­mus sepa­rat in den Fokus.[36] Da die Sze­ne aber als orga­ni­sa­to­risch weit­ge­hend zer­schla­gen ange­se­hen galt,[37] hielt sich Beschäf­ti­gung quan­ti­ta­tiv in Grenzen.

In der Fol­ge ver­schwand die­se Ein­schät­zung des anste­hen­den Nie­der­gangs. Die revi­sio­nis­ti­sche Agi­ta­ti­on außer­halb von Publi­ka­tio­nen und „Fach­kon­gres­sen“ in Form von Gedenk­mär­schen und Demons­tra­tio­nen wur­de nun ver­mehrt beob­ach­tet und als eine Aus­for­mung revi­sio­nis­ti­schen Han­delns geführt.[38] Sei­tens der Beob­ach­ter hat­te sich also das wahr­ge­nom­me­ne Hand­lungs­feld von Geschichts­re­vi­sio­nis­mus auf die Ver­su­che der Beein­flus­sung öffent­li­cher bzw. all­ge­mei­ner Gedenk- und Erin­ne­rungs­kul­tur, aus­ge­hend von bekann­ten rechts­extre­men Akteur:innen, aus­ge­wei­tet. Eben­so regis­trier­te man neu­er­dings auch ver­stärk­te Ver­su­che des juris­ti­schen Ein­grei­fens, die sich gegen die Straf­bar­keit revi­sio­nis­ti­scher Äuße­run­gen im In- und Aus­land rich­te­ten, als Dimen­si­on von geschichts­re­vi­sio­nis­ti­scher Agi­ta­ti­on.[39]

Unge­ach­tet des­sen war dem Geschichts­re­vi­sio­nis­mus seit 2013 kein eige­nes Kapi­tel in einem Ver­fas­sungs­schutz­be­richt mehr gewid­met und die begriff­li­che Aus­ein­an­der­set­zung sank. Der Grund für den Rück­gang der Aus­ein­an­der­set­zun­gen und Beob­ach­tungs­an­läs­se ist aus dem Text nicht ersicht­lich und erstaunt auch inso­fern, als dass in die­se Zeit das Auf­tre­ten meh­re­rer popu­lä­rer und popu­lis­ti­scher Bünd­nis­se und Par­tei­en fiel (Reichs­bür­ger und die zuneh­mend aus­ge­kop­pel­ten Selbst­ver­wal­ter 2011; PEgI­dA 2013; Drit­ter Weg und Iden­ti­tä­re Bewe­gung jeweils 2014) die seit­her für einen rech­ten Geschichts­re­vi­sio­nis­mus anschluss­fä­hi­ge Ideo­lo­gie­e­le­me­te pro­pa­gie­ren. 2021 wur­de zwar fest­ge­stellt, dass die Rechts­extre­men die Pro­tes­te gegen die staat­li­chen Coro­na-Schutz­maß­nah­men zu instru­men­ta­li­sie­ren ver­such­ten und ab Herbst des Jah­res durch­aus gesell­schaft­li­chen Wie­der­hall fan­den, die Nut­zung revi­sio­nis­ti­scher The­sen und Metho­den wur­de aber nicht the­ma­ti­siert. Es hieß, „Anti­se­mi­tis­mus und anti­se­mi­ti­sche Nar­ra­ti­ve wur­den durch die Coro­na­pan­de­mie ver­stärkt. Ins­be­son­de­re über sozia­le Medi­en wer­den anti­se­mi­tisch kon­no­tier­te Ver­schwö­rungs­theo­rien auch über die Gren­zen des rechts­extre­mis­ti­schen Spek­trums hin­aus ver­brei­tet.“[40] Bei dem ziel­ge­rich­te­ten Auf­grei­fen von tages­ak­tu­el­len und gesell­schaft­lich kon­tro­ver­sen The­men han­de­le es sich um einen Rück­griff auf ein bewähr­tes Mit­tel, das schon ein­mal zum Erfolg für die Pro­pa­gie­rung der Sze­ne bei­getra­gen hat­te, und um einen Stra­te­gie­an­satz der Finanzierung:

„So wur­den zum Bei­spiel in der Coro­na-Pan­de­mie T‑Shirts, Auf­kle­ber und Gesichts­mas­ken mit pro­vo­ka­ti­ven Bot­schaf­ten ange­bo­ten. Der Ver­trieb sol­cher Pro­duk­te kann nicht nur Finanz­mit­tel gene­rie­ren, son­dern ermög­licht der Sze­ne eine geziel­te Beein­flus­sung des gesell­schaft­li­chen Dis­kur­ses und den Trans­port rechts extre­mis­ti­scher Posi­tio­nen in brei­te­re Bevöl­ke­rungs­schich­ten.“[41]

Die im Rah­men von Pro­tes­ten auf­ge­tre­te­nen Dik­ta­tur-Gleich­set­zun­gen, Wider­stands­in­sze­nie­run­gen und ver­harm­lo­sen­den Über­nah­men von Juden­ster­nen[42] wur­den prin­zi­pi­ell als Ver­such der Instru­men­ta­li­sie­rung und Unter­wan­de­rung erkannt, nicht aber in Ihrer his­to­ri­schen Bedeu­tung reflektiert.

Eine neue kon­zep­tio­nel­le Aus­ein­an­der­set­zung mit der Gegen­warts­er­schei­nung Geschichts­re­vi­sio­nis­mus an sich oder inhalt­lich über den Bereich der Geschich­te des Natio­nal­so­zia­lis­mus hin­aus fand bis­her nicht statt. Geschichts­re­vi­sio­nis­mus bleibt für den Ver­fas­sungs­schutz ver­bin­den­des Ele­ment und über­grei­fen­des Agi­ta­ti­ons­the­ma für ver­schie­de­ne rechts­extre­me Akteur:innen und fin­det in die­ser Form auch Wie­der­hall in diver­sen aka­de­mi­schen Defi­ni­tio­nen, was zu einer the­ma­ti­schen Über­schär­fe des Begriffs führt.

Gleich­zei­tig besteht dadurch eine deut­li­che Unschär­fe, denn For­men von pas­si­vem oder repro­duk­ti­vem ‚All­tags­re­vi­sio­nis­mus‘ – also Revi­sio­nis­mus außer­halb straf­recht­lich rele­van­ter Agi­ta­ti­on von Rechts­extre­men – und das Ankom­men der geschichts­ver­zer­ren­den und demo­kra­tie­ge­fähr­den­den Paro­len, Nar­ra­ti­ons­struk­tu­ren und The­sen in der gesell­schaft­li­chen Mit­te fin­den eben­so wenig kon­kre­te Berück­sich­ti­gung, wie ein Geschichts­re­vi­sio­nis­mus, der unter ande­ren the­ma­ti­schen Bezugs­punk­ten und mit inhalt­lich kon­kret anders gear­te­ten Zie­len aber prin­zi­pi­ell ähn­li­chen Metho­den außer­halb der rechts­extre­men Sze­ne betrie­ben wird.

 
zu Teil III
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[1]     Auch die ein­zel­nen Bun­des­län­der ver­öf­fent­li­chen über ihre regio­na­len Ver­fas­sungs­schutz­be­hör­den eige­ne Berich­te, die jedoch in die Erstel­lung des Gesamt­be­richts ein­flie­ßen und an die­ser Stel­le nicht geson­dert berück­sich­tigt wurden.

[2]     Ein ers­ter Vor­läu­fer­be­richt wur­de ohne Betei­li­gung der Ver­fas­sungs­schutz­be­hör­den bereits 1962, als Reak­ti­on auf alar­mie­ren­de Berich­te über rie­si­ge Grup­pen rechts­ra­di­ka­ler Grup­pie­run­gen zu kur­sie­ren began­nen, her­aus­ge­ge­ben. Sie­he Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Inne­ren: Erfah­run­gen aus der Beob­ach­tung und Abwehr rechts­ra­di­ka­ler und anti­se­mi­ti­scher Ten­den­zen 1961. Bonn 1962. Erst ab 1968 wur­de jedoch ein jähr­lich erschei­nen­der Bericht zur Auf­klä­rung der Bevöl­ke­rung für not­wen­dig erachtet.

[3]     Sie­he Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern (Hrsg.): Zum The­ma. Erfah­rungs­be­richt über die Beob­ach­tun­gen der Ämter für Ver­fas­sungs­schutz im Jah­re 1968. Bonn 1969, 76; BMdI (Hrsg.): Betrifft. Ver­fas­sungs­schutz 1969/​70. Bonn 1971, 29 und 32; BMdI (Hrsg.): Betrifft. Ver­fas­sungs­schutz 1971. Bonn 1971, 29 und 59; BMdI (Hrsg.): Betrifft. Ver­fas­sungs­schutz 1972. Bonn 1972, 79 und 92. Auch nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ist die­se Dar­stel­lungs­wei­se als Vor­wurf der MLPD an die KPdSU punk­tu­ell noch zu fin­den. Sei­tens des Staats­or­gans bleibt es auch hier bei einer Nen­nung, ohne inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sem Aspekt der inne­ren Zer­ris­sen­heit lin­ker extre­mis­ti­scher Beob­ach­tungs­fäl­le, wohin­ge­gen im Revi­sio­nis­mus­vor­wurf durch die MLPD an DKP und PDS mit der Kri­tik an deren Posi­ti­vie­rung der Sta­si-Dik­ta­tur eine Schnitt­men­ge mit einer gegen­wär­ti­gen Inhalt­ge­trie­be­nen Defi­ni­ti­on von Geschichts­re­vi­sio­nis­mus vor­liegt. Aller­dings rich­tet sich die Kri­tik nicht gegen die Prin­zi­pi­el­le Indienst­nah­me von Geschich­te zur Ver­harm­lo­sung der Gewalt­herr­schaft der SED, son­dern die eben­falls aus ideo­lo­gi­schen Grün­den abzu­leh­nen­de fälsch­li­che Dar­stel­lung der Sta­si-Dik­ta­tur als Sozia­lis­mus. BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1991. Bonn 1992, 53f.

[4]     BMdI (Hrsg.): Betrifft. Ver­fas­sungs­schutz 1974. Bonn 1971, 20.

[5]     BMdI (Hrsg.): Betrifft. Ver­fas­sungs­schutz 1972. Bonn 1985, 152.

[6]     Deutsch­land in Geschich­te und Gegen­wart, 1 (1986), 12f. Zitiert nach BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1986. Bonn 1987, 186.

[7]     Sie­he BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1988. Bonn 1989, 134.

[8]     Ebd.

[9]     Sie­he ebd., 135.

[10]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1988. Bonn 1990, 120. Sie­he wei­ter­hin z.B. BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1991. Bonn 1992, 122.

[11]   Ebenda.

[12]   Sie­he hier­zu im sel­ben Bericht die Beschrei­bung von David Irving (S. 109 und 120), David L. Hog­gan (S. 115), Udo Walen­dy (S. 116), Robert Fau­ris­son (S. 120), Max Wahl (S. 120).

[13] Sie­he BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1991. Bonn 1992, 101.

[14] Sie­he Eben­da, 104.

[15] Sie­he Eben­da, 119.

[16] Sie­he BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1992. Bonn 1993, 125.

[17] Sie­he BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1996. Bonn 1997, 4f.

[18] BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1994. Bonn 1995, 111.

[19] BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1995. Bonn 1996, 167.

[20] BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1996. Bonn 1997, 150.

[21] Ebenda.

[22] Sie­he BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1997. Bonn 1998, 121f.

[23]   Nicht gezählt wur­den Nen­nun­gen in Inhalts­ver­zeich­nis­sen und Mar­gi­na­li­en. Eben­so wur­den Nen­nun­gen, die sich inhalt­lich auf die juris­ti­sche Bedeu­tung der Revi­si­on als Teil des Beru­fungs­pro­zes­ses, auf das Struk­tur­ele­ment Revi­si­ons­kom­mis­si­on in der Par­tei­or­ga­ni­sa­ti­on der DKP oder auf die poli­ti­sche For­de­rung nach der Revi­si­on von Ver­trä­gen ohne dezi­dier­ten his­to­ri­schen Bezug.

[24]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 1999. Bonn 2000, 73.

[25]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2008. Bonn 2009, 134.

[26]   Die­se Unter­schei­dung fand sich in den fol­gen­den Berich­ten der Jah­re 2000 bis 2003 eben­falls in ver­gleich­ba­rer Form wie­der, fiel dann aber der Strei­chung des Revi­sio­nis­mus-Kapi­tels aus dem Bericht zum Opfer. Erst 2009 leb­te sie mit der Wie­der­ein­füh­rung der Sek­ti­on erneut auf, wobei eher die Beto­nung der Nicht­wis­sen­schaft­lich­keit und weni­ger die Abgren­zung von legi­ti­mer wis­sen­schaft­li­cher Pra­xis dar­ge­stellt wur­de. BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2000. Bonn 2001, 103; und BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2009. Bonn 2010, 130. Mit Aus­nah­me einer erläu­tern­den defi­ni­to­ri­schen Fuß­no­te im Bericht von 2012 setz­te sich dies bis zum erneu­ten Weg­fall des Kapi­tels ab 2013 fort. Hier­nach ver­schwand die­se Aus­ein­an­der­set­zungs­ebe­ne gene­rell. BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2000. Bonn 2001, 103; und BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2012. Bonn 2013, 142.

[27]   Sie­he BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2000. Bonn 2001, 103; und BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2001. Bonn 2002, 119.

[28]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2001. Bonn 2002, 121.

[29]   Sie­he hier­zu bei­spiel­haft Deut­sche Ein­heit (APuZ, 2020); Deut­sche Wie­der­ver­ei­ni­gung (APuZ, 2010) Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz: Ein Jahr­zehnt rechts­extre­mis­ti­scher Poli­tik. Struk­tur­da­ten — Ideo­lo­gie — Agi­ta­ti­on – Per­spek­ti­ven. 1990 – 2000. Bonn 2001. Con­ze, Eckard: Auf der Suche nach Sicher­heit. Eine Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land von 1949 bis in die Gegen­wart. Mün­chen 2009; Ben­del, Petra/​Borowski, Andrea: Ent­wick­lung der Inte­gra­ti­ons­po­li­tik. In: Heinz Ulrich Brinkmann/​Martina Sau­er (Hrsg.): Ein­wan­de­rungs­ge­sell­schaft Deutsch­land. Ent­wick­lun­gen und Stand der Inte­gra­ti­on. Wies­ba­den 2016, 99 – 116.

[30]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2000. Bonn 2001, 28 und 103.

[31]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2003. Bonn 2004, 96.

[32]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2004. Bonn 2005, 111; und BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2005. Bonn 2006, 125.

[33]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2005. Bonn 2006, 125f.

[34]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2006. Bonn 2007, 137.

[35]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2008. Bonn 2009, 139.

[36]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2009. Bonn 2010, 130ff.

[37]   Eben­da, 132.

[38] BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2011. Bonn 2012, 130.

[39] Eben­da, 71.

[40]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2021. Bonn 2022, 50.

[41]   BMdI (Hrsg.): Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2021. Bonn 2022, 59.

[42]   Sie­he z.B. Deutsch­land­funk Kul­tur: Coro­na Demos in Ber­lin. „Unglaub­li­ches Unbe­ha­gen gegen unse­re Regie­rungs­form“ (29.08.2020), URL: https://​www​.deutsch​land​funk​kul​tur​.de/​c​o​r​o​n​a​-​d​e​m​o​s​-​i​n​-​b​e​r​l​i​n​-​u​n​g​l​a​u​b​l​i​c​h​e​s​-​u​n​b​e​h​a​g​e​n​-​g​e​g​e​n​-​u​n​s​e​r​e​-​1​0​0​.​h​tml

 

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